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Residenztheater

Das Residenztheater (Bayerisches Staatsschauspiel) ist eines der traditionsreichsten und mit einem Ensemble von über 50 Schauspieler*innen und mehr als 450 Mitarbeiter*innen größten Sprechtheater im deutschsprachigen Raum. Seine Historie beginnt im 18. Jahrhundert als Kurfürstliches Hof- und Nationaltheater. Bespielt werden drei Spielstätten: das Residenztheater am Max-Joseph-Platz mit 881 Plätzen, das Cuvilliéstheater mit 437 Plätzen und der Marstall mit ca. 146 Plätzen, alle in unmittelbarer Nachbarschaft der Residenz im Herzen Münchens.

Seit 2019 ist Andreas Beck Intendant. Das Residenztheater unter seiner künstlerischen Leitung steht für ein Ensembletheater, das den Schwerpunkt auf zeitgenössische Dramatik mit Uraufführungen und Neudichtungen neben der Pflege eines klassischen Repertoires legt. Klassische Stoffe und Texte werden aus dem Hier und Jetzt heraus befragt und erfahren eine Neudichtung oder Übertragung. Mit der Uraufführung von Ewald Palmetshofers für das Residenztheater als Auftragswerk entstandenem Theatertext «Die Verlorenen» wurde die erste Spielzeit der neuen Intendanz am 19. Oktober 2019 im Residenztheater eröffnet.

Kontakt

Residenztheater
Max-Joseph-Platz 1
D-80539 München

Telefon: +49 (0)89 2185 1940
Fax: +49 (0)89 2185 2185
E-Mail: tickets@residenztheater.de

Bewertungschronik

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Bewertungen & Berichte Residenztheater

Schauspiel

Maria Stuart

von Friedrich Schiller

Maria Stuart, die entthronte schottische Königin, sucht in England Asyl, findet sich aber alsbald in Festungshaft, da ihre Tante, die englische Königin Elisabeth Tudor, Ermittlungen gegen sie aufnimmt: Maria war angeblich im Alter von siebzehn Jahren in die Ermordung ihres Ehemanns verstrickt – so die offizielle Anklage, gerüchtehalber aber auch in ein ganz aktuelles Umsturzkomplott. Schiller zeichnet keine seiner Protagonistinnen in besonders schmeichelhaftem Licht: Maria als impulsive Verführerin, Elisabeth als eifersüchtige und entscheidungsscheue Regentin. An Goethe schreibt er 1799 über seinen «poetischen Kampf mit dem historischen Stoff», bevor es ihm gelingt, «der Phantasie eine Freiheit über die Geschichte zu verschaffen». Und diese Freiheit besteht auch darin, aus der beliebten «Virgin Queen» – die in ihrer Regentschaft jahrelange Querelen mit Frankreich befriedete, den Staatshaushalt konsolidierte, den Grundstein von Seemacht und Commonwealth legte, eine Blütezeit für Künste und Wissenschaft schuf – eine Zauderin zu machen, die lieber sterben möchte, als über den Konflikt mit Maria zu entscheiden. Hier schreibt sich auch Schillers eigene Gegenwart in das Stück ein, in der wenige Jahre zuvor Marie Antoinette als eine der Frontfrauen des Absolutismus auf dem Schafott ihr Ende fand: «Dies Land, Mylady, hat in letzten Zeiten / Der königlichen Frauen mehr vom Thron / Herab aufs Blutgerüste steigen sehn». Denn im Hintergrund dieses Politthrillers um Ämternachfolge und Staatskonfession lauert immer der Volksaufstand, der schließlich beide Königinnen den Kragen kosten könnte.

Schiller lässt nicht nur den Hofstaat, sondern auch seine Majestäten selbst zweifeln, ob es ein einzelner Mensch vermag, im Sinne eines Volks zu entscheiden, und exerziert diese «Furcht, die schreckliche Begleitung der Tyrannei» in allen Schattierungen durch. Er schreibt so nicht nur ein Stück über das Zögern einer Staatenlenkerin, sondern auch über die Notwendigkeit der Demokratie. Dass diese Debatte wie in der antiken «Orestie» ihren Anfang mit einem Gattenmord und ihr Ende im Irren der Entscheidung der Einzelnen findet, ist vielleicht kein Zufall.

«Ein Stück über das NICHT-Handeln. Über die radikale Einsamkeit und unentrinnbare (Ohn-)Macht, in die eine menschliche Machthaberin hineingerät. Mich interessiert die Faszination dieser Frau an der anderen, das Erkennen ihrer selbst in der anderen. Und ihr schlussendliches TROTZDEM-Handeln, getrieben von einem in sich falschen System, in dem es nur die eine Entscheidung geben kann.» Nora Schlocker

Inszenierung: Nora Schlocker
Bühne: Irina Schicketanz
Kostüme: Jana Findeklee, Joki Tewes
Komposition und Sounddesign: Philipp Weber
Licht: Gerrit Jurda
Choreografie und Körperarbeit: Sabina Perry
Dramaturgie: Constanze Kargl

Bei dieser Inszenierung kommt Stroboskoplicht zum Einsatz.

Die weiblichen Hauptfiguren Maria Stuart und Elisabeth werden beide von Pia Händler und Lisa Stiegler verkörpert. Die Besetzung wird zu Beginn jeder Vorstellung ausgelost.

Altersempfehlung: ab 14 Jahren

Dauer: 2 Stunden 20 Minuten, 1 Pause

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Bewertungen & Berichte Maria Stuart

Oper

Die Dreigroschenoper

von Bertolt Brecht (Text) und Kurt Weill (Musik)

Premiere: 27.9.2026

Unter dem gleichgültigen Mond von Soho versucht Londons Unterwelt Mackie Messer dingfest zu machen. Brecht, Hauptmann und Weill erschufen mit »Die Dreigroschenoper« (uraufgeführt 1928) eine völlig neue Form des Musiktheaters, mit Songs und Texten, so geschliffen scharf wie Macs Messer. Ein Stück über eine Gesellschaft, in der alles auf seinen Geldwert reduziert wird und Räuber*innen Bürger*innen sind – und umgekehrt.

Die bevorstehende Krönungsfeier der Königin lässt Jonathan und Celia Peachum, Besitzer*innen der Firma »Bettlers Freund«, auf gute Geschäfte hoffen, schließlich vergeben sie an die Bedürftigen Bettellizenzen und streichen mindestens fünfzig Prozent Gewinnbeteiligung ein. Das ist auch dringend notwendig, denn die Geschäfte laufen schlecht und Mitleid ist Mangelware in diesen Tagen. Dass sich Tochter Polly heimlich mit Macheath, genannt Mackie Messer und Chef einer Banditenbande, verheiratet hat, führt bei den geschäftstüchtigen Eltern zu wenig Begeisterung. Man hat in das Kind schließlich investiert und sie für feinere und vor allem finanzkräftigere Kreise vorgesehen. Kurzerhand beschließen die Peachums, Mackie Messer an den Galgen zu bringen – buchstäblich. Und so zieht sich eine Spur von Verrat, Eifersucht, Bestechung und offenen Rechnungen durch Londons Unterwelt, um dem flüchtigen Macheath endlich das Handwerk zu legen.

»… leider sind auf diesem Sterne eben
die Mittel kärglich und die Menschen roh.«

Basierend auf John Gays Barockopern-Persiflage »The Beggar’s Opera«, 1728 in London uraufgeführt, erschufen Bertolt Brecht, Elisabeth Hauptmann und Kurt Weill eine radikal neue Form des Musiktheaters. 1928 in Berlin am Theater am Schiffbauerdamm zur Uraufführung gebracht, zeigt »Die Dreigroschenoper« eine Welt, in der alles – ob Liebe, Mitleid oder Verbrechen – einen Geldwert hat und dementsprechend bewertet wird. Für die einen heißt es »erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral«, für die anderen kommt einfach nur das Fressen.

Philipp Stölzl, für seine figurenzentrierten Regiearbeiten und poetischen Bühnenbilder gefeiert, inszeniert Bertolt Brechts und Kurt Weills Meisterwerk am Residenztheater.

Inszenierung und Bühne: Philipp Stölzl
Musikalische Leitung: Stephen Delaney
Mitarbeit Bühne: Franziska Harm
Kostüme und Puppen: Kathi Maurer
Puppenbau und Einstudierung Puppenspiel: Christian Blank
Choreografie: Sommer Ulrickson
Licht: Gerrit Jurda
Dramaturgie: Ewald Palmetshofer

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2 Gespräch

Resi ruft an

Die Schauspieler*innen des Residenztheaters spielen, lesen und erzählen kurze Szenen aus den aktuellen Stücken, Ausschnitte aus Lyrik und Literatur – für Sie ganz persönlich und live am Telefon.

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30.04.20, 08:38, jen Direkter und persönlicher in der aktuellen Kontaktverbots-Zeit Kultur genießen wie die Idee des Resi

Direkter und persönlicher in der aktuellen Kontaktverbots-Zeit Kultur genießen wie die Idee des Residenztheaters geht kaum noch.

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Residenztheater

Das Residenztheater (Bayerisches Staatsschauspiel) ist eines der traditionsreichsten und mit einem Ensemble von über 50 Schauspieler*innen und mehr als 450 Mitarbeiter*innen größten Sprechtheater im deutschsprachigen Raum. Seine Historie beginnt im 18. Jahrhundert als Kurfürstliches Hof- und Nationaltheater. Bespielt werden drei Spielstätten: das Residenztheater am Max-Joseph-Platz mit 881 Plätzen, das Cuvilliéstheater mit 437 Plätzen und der Marstall mit ca. 146 Plätzen, alle in unmittelbarer Nachbarschaft der Residenz im Herzen Münchens.



Seit 2019 ist Andreas Beck Intendant. Das Residenztheater unter seiner künstlerischen Leitung steht für ein Ensembletheater, das den Schwerpunkt auf zeitgenössische Dramatik mit Uraufführungen und Neudichtungen neben der Pflege eines klassischen Repertoires legt. Klassische Stoffe und Texte werden aus dem Hier und Jetzt heraus befragt und erfahren eine Neudichtung oder Übertragung. Mit der Uraufführung von Ewald Palmetshofers für das Residenztheater als Auftragswerk entstandenem Theatertext «Die Verlorenen» wurde die erste Spielzeit der neuen Intendanz am 19. Oktober 2019 im Residenztheater eröffnet.

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Bewertungen & Berichte Residenztheater

Aufführungen / Oper Bayerische Staatsoper München München, Max-Joseph-Platz 2
Aufführungen / Theater Volkstheater München München, Tumblingerstraße 29
Aufführungen / Theater Deutsches Theater München München, Schwanthalerstraße 13
Aufführungen / Theater Staatstheater am Gärtnerplatz München München, Gärtnerplatz 3
Aufführungen / Festival Tanzwerkstatt Europa 4. bis 14.8.2026
Aufführungen / Theater Residenztheater München München, Max-Joseph-Platz 1
Aufführungen / Theater theater VIEL LÄRM UM NICHTS - München München, August-Exter-Str. 1
Ereignisse / Theater Ballsaison
Dt. Theater München
München, Schwanthalerstraße 13
Aufführungen / Theater Münchner Kammerspiele München, Falckenbergstraße 1
Aufführungen / Theater Teamtheater München München, Am Einlaß 2a / 4
Aufführungen / Kabarett Münchner Lustspielhaus München, Occamstr. 8
Aufführungen / Theater Komödie im Bayerischen Hof München, Promenadeplatz 6
Aufführungen / Theater theater ... und so fort München, Hans-Sachs-Str. 12
Aufführungen / Kulturveranstaltung FestSpielHaus gGmbH München, Quiddestr. 17
Aufführungen / Theater Tatwort Improvisationstheater München, Rumfordstr. 29-31
Aufführungen / Theater Oberanger Theater München München, Oberanger 38
Aufführungen / Theater Kleine Bühne München München, Kazmairstraße 66
Aufführungen / Theater fastfood theater München, Betriebsbüro: Häberlstraße 20
Aufführungen / Theater HochX München, Entenbachstr. 37
Aufführungen / Theater TamS-Theater München, Haimhauser Str. 13 a
Aufführungen / Cabaret Weltstadtbrettl Theater für gehobenen Firlefanz München, Schleißheimer Str. 22-24

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