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Vorarlberger Landestheater

Das Vorarlberger Landestheater trägt mit seiner Arbeit wesentlich zum Erfolg der Kulturmetropole Bregenz bei.

Unser Theater ist ein Raum für Geschichten, ein Ort, an dem Phantasie, Reflektion, Emotion, Wissen sich entfalten können, anschauliches Bild werden. Theater entwickelt seine soziale und gesellschaftliche Kraft aus seiner Widersprüchlichkeit und Unangepasstheit heraus und fordert vom Betrachter, aber auch von denen, die Theater machen Aufgeschlossenheit und Neugierde. Theater wirft Fragen auf, formuliert Hoffnungen und Ängste. Immer wieder erschließt es neue Blickwinkel, andere Perspektiven, sensibilisiert und inspiriert. Deshalb spielt das Theater eine wichtige und unverzichtbare Rolle in der Gesellschaft. Jede Inszenierung stellt die Frage, wie Theater in Gesellschaft und Politik, aber auch in historischen Dimensionen gedacht werden kann. Dieses anschauliche Denken geschieht durch einen kollektiven künstlerischen Prozess. Auf beiden Seiten des Vorhangs ist die gelungene Einlassung entscheidend, die gemeinsame kreative Beteiligung an der sozialen Kunstform Theater. In jedem Stück geht es um das Gelingen dieser gemeinsamen Arbeit, in sozialer und ästhetischer Hinsicht, jede Inszenierung ist der Entwurf eines gelungenen Miteinanders und so - auch - eine soziale Utopie.

Die kontinuierliche Arbeit des Vorarlberger Landestheaters Bregenz leistet durch einen facettenreichen Spielplan mit überregionaler Ausstrahlung einen wichtigen Beitrag innerhalb der reichen Kulturlandschaft der Landeshauptstadt. Das Vorarlberger Landestheater Bregenz bietet hochwertige Produktionen von sowohl klassischen als auch zeitgenössischen Stücken - auch aus dem Musiktheater - die mit der Leistung von größeren Bühnen durchaus Schritt halten und manchmal sogar Maßstäbe setzen. Das ist möglich, weil das Haus bewusst auf die Kooperation zwischen Erfahrung und Wagnis setzt. Dies gilt beim Personal, für Schauspieler, Regisseure, Bühnen-, Kostümbildner, Techniker und Beleuchter. Es gilt für die Auswahl der Stücke, es gilt für gelegentliche Ortswechsel, wenn die Bühne in den Stadtraum wandert, und es gilt für die Rolle des Theaters als Ort der Kommunikation, des Austauschs und Lernens. Verschiedene Veranstaltungsformen und -orte, erfahrene Kräfte und junge Talente, Experiment und Tradition stehen am Vorarlberger Landestheater Bregenz nicht im Konflikt, sondern ergänzen und beflügeln sich gegenseitig. Weithin ausverkaufte Vorstellungen, die sowohl das stetig wachsende, über Abonnements verbundene Stammpublikum als auch sporadische Besucher und Touristen begeistern, sind uns am Vorarlberger Landestheater verpflichtende Realität geworden.

Kontakt

Vorarlberger Landestheater
Seestr. 2
A-6900 Bregenz

Telefon: +43(0)5574 42 870
Fax: +43(0)5574 48 366
E-Mail: info@landestheater.org

 

KARTENBÜRO
Montag bis Donnerstag 8.30 bis 12.30 Uhr
Freitag 8.30 bis 12.30 Uhr & 13.30 bis 17.30 Uhr
Kornmarktplatz
A-6900 Bregenz
Telefon +43(0)5574 42 870–600
Email: ticket@landestheater.org
Bewertungschronik

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Schauspiel

Der Sandmann

E.T.A. Hoffmann / Ab 14

Premiere: 6.6.2024

Als ein eher beiläufiges Ereignis alte Wunden aufreißt, begibt sich der junge Student Nathanael auf die Spur des Sandmanns, einer rätselhaften Gestalt aus seiner Kindheit. Die Reise führt tief in sein Unterbewusstsein und legt düstere Erinnerungen, Ängste und nicht verwundene Traumata frei. Doch einmal losgelassen, kriechen die Schreckgespenster der Vergangenheit aus den Tiefen der Psyche hervor, überwinden die Grenzen von Zeit, Raum und Phantasie und reißen Nathanael mit sich in den Abgrund.

E.T.A. Hoffmanns schaurige Erzählung DER SANDMANN erschien 1816 im ersten Band des Erzählzyklus‘ Nachtstücke. Mit seinem Fokus auf die seelischen Vorgänge Nathanaels verhandelt Hoffmann moderne Themen wie Realitätsverlust und Identitätsfragen und legt damit den Grundstein für zahlreiche Bearbeitungen und Adaptionen bis in die heutige Zeit.

Regie: Maria Lisa Huber
Bühne und Kostüm: Crystin Moritz
Dramaturgie: Juliane Schotte
Choreographie: Silvia Salzmann
Regieassistenz und Abendspielleitung: Norah Lenz

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Schauspiel

The Perfect Moment.
Patti Smith und Robert Mapplethorpe / Ab 13

Tobias Fend

Uraufführung: 15.6.2024

Sie sind Ikonen, und wer sich für Fotografie und Musik interessiert, ist ihnen sicher begegnet: Patti Smith und Robert Mapplethorpe. Weniger bekannt ist, dass sie in den späten 60ern eine Liebesbeziehung und dann eine tiefe Freundschaft verband. Sie waren blutjung, ohne Job und finanzielle Mittel, als sie sich in New York trafen. Was sie verband: Beide kamen aus einem Milieu, das eng und bedrückend war, suchten ein inspirierendes Leben in der Großstadt – und ihre künstlerische Ausdrucksform. Es war eine Zeit der Desillusionierung für viele junge Menschen, aber auch der Befreiung von moralischen Zwängen. Patti und Robert verspürten eine unendliche Schaffenskraft und waren doch JUST KIDS, wie Smiths autobiografischer Roman heißt. Sie lebten und arbeiteten im legendären Chelsea Hotel, waren Teil der wilden Kunst-, Literatur- und Musikszene ihrer Zeit, experimentierten mit Drogen, richteten sich fast zugrunde und schufen wagemutige, unsterbliche Werke.
Tobias Fend schreibt das Libretto für eine musikalische Produktion, die zum Soundtrack der 60er und 70er von der Liebe und Freundschaft zweier besonderer Menschen erzählt – und von ihrem künstlerischen Schaffen.

Inszenierung: Danielle Fend-Strahm

Vorstellung am Sonntag, 23. Juni = 2:1-Aktion – Weil’s zu zweit viel schöner ist! Ihre Begleitung hat freien Eintritt.

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1 Schauspiel

All about me. Kein Leben nach mir

Martin Gruber und aktionstheater ensemble / Ab 14

Angesichts gesellschaftlicher Verunsicherung und auf den Prüfstand stehender Lebensträume im Turbokapitalismus des 21. Jahrhunderts, entwickelt das aktionstheater ensemble seit vielen Jahren eine Bühnensprache, welche direkt auf den Solarplexus des Publikums abzielt. Vor allem ist es aber die Hoffnung, sind es die Sehnsüchte des einzelnen Menschen, welche diese Compagnie, die vor Kurzem mit dem österreichischen Kunstpreis ausgezeichnet wurde, behandelt:

Wir schreiben das Jahr 2024: Vor dem Hintergrund eines drohenden europaweiten Rechtsruckes und der Übermacht autokratischer Systeme auf internationaler Ebene, scheint nichts weniger als das Überleben der Demokratien auf dem Spiel zu stehen. Nicht nur vor dieser Drohkulisse - die Sorge um unseren Planeten tut ihr übriges - beleuchtet ALL ABOUT ME, wie denn jede und jeder Einzelne von uns auf diese Überforderungen reagiert. Man flüchtet sich erst ins Biedermeier der eigenen Befindlichkeit, landet beim Ich und der Selbstoptimierung. Beginnend bei einer aberwitzig komischen Parade der Eitelkeiten, geht Theatermacher Martin Gruber mit seinem „brand of theatrical therapy“ (Reuters, London) der Frage auf den Grund, was denn diese ganze Welt im Außen mit uns zu tun haben soll …

Das aktionstheater ensemble zeigt die Uraufführung dieser großen Theater- und Musikperformance in Koproduktion mit dem Vorarlberger Landestheater und dem internationalen Festival Bregenzer Frühling sowie anlässlich seines 35-Jahre-Jubiläums.

Konzept/Inszenierung: Martin Gruber
Text: Martin Gruber, aktionstheater ensemble und Wolfgang Mörth
Musik: Andreas Dauböck
Bühne/Kostüm: Valerie Lutz
Videoinstallation: Resa Lut
Dramaturgie: Martin Ojster

In Koproduktion mit dem Vorarlberger Landestheater und dem internationalen Festival Bregenzer Frühling, Kulturservice der Landeshauptstadt Bregenz.

In Kooperation mit Theater am Werk, Wien.

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Schauspiel

Amphitryon

Heinrich von Kleist / Ab 14

„Ach!“ Es ist das berühmteste „ Ach“ der Weltliteratur, das Alkmene – spricht, ausruft, seufzt?! Es bleibt das Geheimnis dieses „Lustspiels nach Molière“: Was fühlt die Getäuschte, als sie begreift, dass sie mit Jupiter eine Liebesnacht verbracht hat? Aber der Reihe nach. Alkmene wartet in Theben auf die Heimkehr ihres Mannes, des siegreichen Feldherrn Amphitryon. Doch wer des Nachts heimlich in dessen Gestalt bei ihr erscheint, ist der liebestolle Gott Jupiter. Sie lässt sich täuschen, leidenschaftlich ist die Begegnung und groß der Schrecken, als der echte Gatte nichts von der Nacht wissen will.
Was ist Wahrheit, was Wahrnehmung? Können wir unseren Sinnen überhaupt trauen? Es ist nicht anzunehmen, dass Alkmene und Amphitryon das perfide Götterspiel unbeschadet überstehen – wer einmal irre geworden ist an der Welt, am Gegenüber, findet so rasch nicht wieder ins Gleichgewicht.
Ebenfalls nicht unbeschadet (nur durchaus körperlich) erlebt Sosias, Diener und komischer Gegenpart des Amphitryon, den Identitätskonflikt. Er begegnet seinem Double Merkur persönlich und lernt vermittels eines groben Stocks, wer in dieser Nacht Sosias ist und zu Charis und Grünkohl und Bratwurst nach Hause geht …

Regie: Angelika Zacek
Bühne und Kostüm: Gregor Sturm
Licht: Simon Tamerl
Dramaturgie: Juliane Schotte

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Schauspiel

Bitch Boxer

Charlie Josephine / Ab 12

Die 21-jährige Chloe boxt, seit sie elf ist, seit die Mutter fortging und ihr Vater sie in die Sporthalle brachte, damit sie ihre Wut an einem Sandsack auslassen konnte. „Frauen können nicht boxen? Werdet ihr schon sehen.“ Denn nun steht sie kurz davor, bei Olympia den Titel im Boxen zu holen. Auch im Privaten läuft es gar nicht schlecht, und mit Jamie hält sogar die Liebe Einzug in ihr Leben – bis dieses eines Tages unerwartet und brutal zuschlägt. Ihren härtesten Kampf wird Chloe außerhalb des Boxrings austragen müssen…

In BITCH BOXER erzählt Charlie Josephine die Geschichte einer jungen Frau, die hartnäckig ihren großen Traum verfolgt, koste es, was es wolle. Aber ist wirklich jeder Preis gerechtfertigt?

Inszenierung: Michael S. Wilhelmer
Bühne und Kostüm: Marina Deronja

ca. 55 Minuten

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Schauspiel

Hamlet

William Shakespeare / Ab 13

Etwas ist faul im Staate Dänemark! Nur wenige Wochen ist es her, dass der alte König Hamlet unerwartet im Schlaf verstarb – von einer Schlange gebissen, wie es heißt –, da hat sein Bruder Claudius bereits des Toten Frau geehelicht und den Thron bestiegen. Prinz Hamlet, der Sohn des alten Königs, sieht sich vor vollendete Tatsachen gestellt, und nun wandert des nachts auch noch ein Gespenst umher, das Grausiges berichtet: „Die Schlange, die deinen Vater tödlich biss, sie trägt jetzt seine Krone.“ Der Offenbarung des Brudermords folgt sogleich der Ruf nach Rache, die Hamlet ausführen soll. Im Geflecht aus Skrupel, Pflichtgefühl und höfischen Intrigen zu Untätigkeit verdammt, versucht der junge Prinz seinen Weg zu finden – mit potenziell tödlichem Ausgang.

Für die Box eingerichtet und auf die Essenz reduziert, kommt Shakespeares berühmte Rachetragödie HAMLET in der Regie von Lisa-Maria Cerha mit nur vier Darsteller:innen aus, ohne ihre Kraft einzubüßen.

Inszenierung: Lisa-Maria Cerha
Bühne und Kostüm: Natascha Maraval
Video: Sarah Mistura
Dramaturgie: Juliane Schotte

ca. 70 Minuten

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Gespräch

Oswald Egger - Das ganze um und auf

Oswald Egger im Gespräch mit Peter Gilgen

Oswald Eggers Texte fordern „eine bei jedem Wort verweilende Lektüre“, so Peter Gilgen. Derzeit schreibt der renommierte Literaturwissenschaftler eine Biografie über den Autor, der als einer der großen experimentellen Dichter der Gegenwart gilt. Eggers Texte bewegen sich zwischen den Disziplinen und setzen sich zusammen aus erzählerischen, musikalischen, grafischen und mathematischen Elementen. Das Gespräch mit Oswald Egger gibt Einblick in dessen umfangreiches literarisches Werk. Eggers Bücher, darunter Val di Non (2017) oder Entweder ich habe die Fahrt am Mississippi nur geträumt, oder ich träume jetzt (2021), um nur zwei Beispiele zu nennen, sind Gesamtkunstwerke.

„allein, und unentwegt, ginge ich durch Nichts, das ist, – ins Leere.“ Oswald Egger

Oswald Egger, geboren 1963 in Lana in Südtirol. Lebt und arbeitet auf der Raketenstation Hombroich. Seine Prosa und Gedichte wurden in mehrere Sprachen übersetzt und vielfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Ernst-Jandl-Preis für Lyrik 2019. 2014 erhielt er das Villa-Massimo-Stipendium, 2020 das Robert-Musil-Stipendium.

Peter Gilgen, geboren 1963 in Chur, aufgewachsen in Liechtenstein. Studium in Zürich, Chicago und Stanford. Seit 1997 als Professor für German Studies an der Cornell University, Ithaca, New York, tätig. Zahlreiche wissenschaftliche Publikationen in den Bereichen Literaturtheorie und -geschichte sowie Philosophie.

Eine Veranstaltung des Franz-Michael-Felder-Archivs

Eintritt Frei

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Performance

mit:mensch

performances und installationen für ein miteinander

hi mitmensch,

wie würde es sich anfühlen, für einen moment ein anderer zu sein? wir laden dich ein, diese erfahrung bei „mit:mensch“ selbst zu entdecken. konzipiert als ein explorativer raum, bietet die ausstellung den besucher:innen die möglichkeit, mittels einer vielfalt an interaktiven elementen, performances und installationen in die welt der menschen mit migrationshintergrund einzutauchen. das ziel der ausstellung ist es, das oft abstrakte gefühl des fremdseins greifbar zu machen.
wir freuen uns auf deinen besuch!

*ein projekt von yaren ciraci, entstanden im rahmen ihres studiums an der fachhochschule vorarlberg und in zusammenarbeit mit dem vorarlberger landestheater – für ein miteinander

Eintritt Frei

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Jugendprogramm

Wohin, Welt? Wohin?
Und wohin mit uns?

Kammgarn Hard / Schauspiel des Jugendclubs / Ab 14

Alles unsicher. Unsere Gesellschaft ist gespalten. Die Probleme sind groß. Zu groß, um von Einzelnen – sogar um von einzelnen Staaten – gelöst zu werden. Wir sind überfordert, die Menschheit ist überfordert. Im Großen und im Kleinen bricht die Unsicherheit über uns herein. Wessen können wir uns noch sicher sein?

Der Jugendclub 14+ des Vorarlberger Landestheaters hat sich mit Themen beschäftigt, die den Jugendlichen Schwierigkeiten bereiten. Was sind unsere Ängste und wie können wir damit umgehen? Viele Fragen sind aufgetaucht, die die Jugendlichen gerne mit dem Publikum teilen möchten. Im Format „Forumtheater“ sollen alle einbezogen werden. Schauspielende und Zuschauende. Immerhin sind wir alle die Gesellschaft, oder nicht? Wir alle.

Gesamtleitung und Moderation: Michael Schiemer
Musikalische Leitung: Lukas Schiemer
Bühne: Mandy Hanke
Kostüme: Luisa Costales Pérez-Enciso

ca. 60 Minuten

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Komödie

Der Untergang der Titanic

Hans Magnus Enzensberger

Das 1978 erschienene Versepos DER UNTERGANG DER TITANIC von Hans Magnus Enzensberger ist keinesfalls nur Bericht über ein Schiffsunglück, sondern auch ironischer Kommentar auf Weltuntergangsszenarien einerseits und uneingeschränkten Fortschrittsglauben andererseits. Wie kaum ein anderes Ereignis des 20. Jahrhunderts führt uns der Zusammenprall des Riesendampfers mit einem Eisberg vor Augen, wie prekär die Existenz des Menschen in der Natur ist, die er schlussendlich nicht beherrschen kann. Während die feinere Gesellschaft in den oberen Etagen der Titanic bis zum Schluss nicht an den Untergang glaubt, ertrinken die weniger gut Betuchten im Zwischendeck, füllen sich die unteren Etagen unaufhaltbar mit Wasser – welch ein Bild für die Situation, in der wir uns im Kontext des Klimawandels und anderer Bedrohungen aller Wahrscheinlichkeit nach befinden!

In einer performativen Lesung von Enzensbergers Text schlüpft der Bürger:innenchor des Vorarlberger Landestheaters in die Rolle der Untergehenden bzw. Untergegangenen und erforscht das menschliche Verhalten angesichts der Katastrophe.

Eintritt Frei

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Buchpräsentation

ALBA

Ralph Dutli

Alba, der neue Gedichtband des Wortkünstlers Ralph Dutli, vereint in zehn Zyklen Gedichte aus anderthalb Jahrzehnten. Verse aus verschiedenen Zeiten, Sprachen und Räumen holt der Heidelberger Dichter zu sich: Seine Lyrik ist durchwoben von Stimmen der Weltpoesie von Catull und Dante bis Rimbaud und Robert Frost. Er zehrt von diesem poetischen „Mundvorrat“ in eingestreuten Übertragungen aus dem Okzitanischen der Troubadours, dem Französischen der Renaissance-Dichter u. a. m. Aus Dutlis Gedichten spricht staunenmachende Vielseitigkeit und große lyrische Kraft.

„wir sind bis an die Zungen unbewaffnet / sing! Lust! / bleck! die Zähne!“ Ralph Dutli

Ralph Dutli, geboren 1954 in Schaffhausen. Lebt in Heidelberg. Schriftsteller, Übersetzer und Herausgeber. Sein Roman Soutines letzte Fahrt wurde in mehrere Sprachen übersetzt und war u. a. für den Deutschen wie für den Schweizer Buchpreis nominiert. 2018 erhielt Dutli den Erich-Fried-Preis.

Moderation: Ingrid Fürhapter

Eine Veranstaltung des Franz-Michael-Felder-Archivs
Mit Unterstützung von Pro Helvetia. Schweizer Kulturstiftung.

Eintritt Frei

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Performance

ME, MYSELF & TIME

Bella Angora
Installation / Performance / Musik / Text

Bereits in einigen Projekten befasste sich Bella Angora auf unterschiedlichen Ebenen mit dem Faktor Zeit. Dazu zählen Aspekte wie Vergänglichkeit, Schnelllebigkeit, Lebenstempo und inwiefern sich diese auf den einzelnen Menschen, aber auch auf die Gesellschaft auswirken. Ihre Betrachtung erfolgt dabei aus einer feministisch geprägten Perspektive, denn vieles, was Zeit knapp und schnell werden lässt, sind ihres Erachtens Resultate eines patriarchal-hierarchischen Systems.

Das Leben ist ein zeitlicher Ablauf, es beginnt und endet irgendwann. Im Laufe der persönlichen Lebenszeit durchschreiten Menschen unterschiedliche Prozesse. Ein Prozess ist dabei allerdings durchgängig: der Alterungsprozess. In diesem Projekt befasst sich Bella Angora mit einem ganz speziellen Stadium des Alterns, dem weiblichen Wechsel. Die Wechseljahre sind eine Phase der Transformation, die Lebensmitte wird überschritten, die eigene Endlichkeit rückt Tag für Tag stärker ins Bewusstsein. Der Körper verliert seine Fruchtbarkeit und wechselt in einen neuen Lebensabschnitt. Dieser erzwingt eine konzentrierte Auseinandersetzung mit dem Älterwerden, um einen veränderten Umgang mit sich selbst zu etablieren.

Wie will eine Frau die verbleibende Zeit erleben und was benötigt sie dazu? Wo zeigt sich eine neue Fruchtbarkeit? Wie positioniert sich eine alternde Frau innerhalb der Gesellschaft? Welche Entwicklungen wollen Frauen noch vollziehen?

In ME, MYSELF & TIME sucht Bella Angora nach Anworten auf Fragen wie diese.

Eintritt Frei

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2 Kindertheater

Geteiltes Leid

Klassenzimmerstück und Diskussion mit Yael Schüler / Ab 13

Seit dem antisemitischen Massaker der Hamas vom 7. Oktober 2023 herrscht Krieg in Gaza. Auch bei uns ist ein erbitterter Streit entbrannt und macht vor der Schultür nicht Halt: Pro-Palästina-Bewegungen auf der einen, Kritik am wieder erstarkenden Antisemitismus auf der anderen Seite.

Das Klassenzimmerstück GETEILTES LEID wurde aus Social Media-Berichten von jüdischen und palästinensischen Menschen aus Israel und Gaza entwickelt. Durch empathisches Schauspiel, Informationsvermittlung und Gespräche mit den Schülerinnen und Schülern soll Verständnis für die je andere Seite des Konfliktes vermittelt werden.

Mit: Yael Schüler Konzept, Text und Spiel
Konzept, Text und Regie: Viola Köster
Recherche und Übersetzung: Malka Haustrate

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2 Online

Haustheater

... we're not those kids sitting on the couch
Sobald möglich, spielen wir wieder live - und bis dahin digital: HAUSTHEATER. Schauen Sie rein!
Auf ein gesundes Wiedersehen

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11.05.20, 10:00, Tanja Nett die Künstler mal "privat" kennenzulernen.

Nett die Künstler mal "privat" kennenzulernen.

11.05.20, 10:00, Tanja Nett die Künstler mal "privat" kennenzulernen.

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Vorarlberger Landestheater

Das Vorarlberger Landestheater trägt mit seiner Arbeit wesentlich zum Erfolg der Kulturmetropole Bregenz bei.

Unser Theater ist ein Raum für Geschichten, ein Ort, an dem Phantasie, Reflektion, Emotion, Wissen sich entfalten können, anschauliches Bild werden. Theater entwickelt seine soziale und gesellschaftliche Kraft aus seiner Widersprüchlichkeit und Unangepasstheit heraus und fordert vom Betrachter, aber auch von denen, die Theater machen Aufgeschlossenheit und Neugierde. Theater wirft Fragen auf, formuliert Hoffnungen und Ängste. Immer wieder erschließt es neue Blickwinkel, andere Perspektiven, sensibilisiert und inspiriert. Deshalb spielt das Theater eine wichtige und unverzichtbare Rolle in der Gesellschaft. Jede Inszenierung stellt die Frage, wie Theater in Gesellschaft und Politik, aber auch in historischen Dimensionen gedacht werden kann. Dieses anschauliche Denken geschieht durch einen kollektiven künstlerischen Prozess. Auf beiden Seiten des Vorhangs ist die gelungene Einlassung entscheidend, die gemeinsame kreative Beteiligung an der sozialen Kunstform Theater. In jedem Stück geht es um das Gelingen dieser gemeinsamen Arbeit, in sozialer und ästhetischer Hinsicht, jede Inszenierung ist der Entwurf eines gelungenen Miteinanders und so - auch - eine soziale Utopie.

Die kontinuierliche Arbeit des Vorarlberger Landestheaters Bregenz leistet durch einen facettenreichen Spielplan mit überregionaler Ausstrahlung einen wichtigen Beitrag innerhalb der reichen Kulturlandschaft der Landeshauptstadt. Das Vorarlberger Landestheater Bregenz bietet hochwertige Produktionen von sowohl klassischen als auch zeitgenössischen Stücken - auch aus dem Musiktheater - die mit der Leistung von größeren Bühnen durchaus Schritt halten und manchmal sogar Maßstäbe setzen. Das ist möglich, weil das Haus bewusst auf die Kooperation zwischen Erfahrung und Wagnis setzt. Dies gilt beim Personal, für Schauspieler, Regisseure, Bühnen-, Kostümbildner, Techniker und Beleuchter. Es gilt für die Auswahl der Stücke, es gilt für gelegentliche Ortswechsel, wenn die Bühne in den Stadtraum wandert, und es gilt für die Rolle des Theaters als Ort der Kommunikation, des Austauschs und Lernens. Verschiedene Veranstaltungsformen und -orte, erfahrene Kräfte und junge Talente, Experiment und Tradition stehen am Vorarlberger Landestheater Bregenz nicht im Konflikt, sondern ergänzen und beflügeln sich gegenseitig. Weithin ausverkaufte Vorstellungen, die sowohl das stetig wachsende, über Abonnements verbundene Stammpublikum als auch sporadische Besucher und Touristen begeistern, sind uns am Vorarlberger Landestheater verpflichtende Realität geworden.
KARTENBÜRO
Montag bis Donnerstag 8.30 bis 12.30 Uhr
Freitag 8.30 bis 12.30 Uhr & 13.30 bis 17.30 Uhr
Kornmarktplatz
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Bewertungen & Berichte Vorarlberger Landestheater

Aufführungen / Theater Vorarlberger Landestheater Bregenz, Seestr. 2
Aufführungen / Theater Theater Konstanz Konstanz, Konzilstraße 11
Ereignisse / Festspiele Bregenzer Festspiele 17.7. bis 18.8.2024
Ausstellungen / Museum vorarlberg museum Bregenz, Kornmarktplatz 1
Aufführungen / Konzert solopiano Theater in Kempten Kempten, Poststraße 7-9
Aufführungen / Theater Tamala Theater Compagnie Konstanz, Fritz Arnold-Str. 23
Aufführungen / Theater TAK Theater Liechtenstein Schaan, Reberastrasse 10
Aufführungen / Theater Theater St.Gallen St. Gallen, Museumstrasse 24/25

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