Aufführungen / Theater
Vorarlberger Landestheater
Bregenz, Seestr. 2
- Heute: Carl Lampert - Das erste Gebet
- Morgen: Franz Plunder und seine Abenteuer auf hoher See
- Premiere: Herzog Blaubarts Burg
- Hamlet
- Rotkäppchen
- Vorhang auf!
- Tschick
- Wetterfühlig
- WiLd!
- Army of me
- Die Frau vom Meer
- Die Bühnentode meiner Mutter
- Das Vorarlberger Landestheater Bregenz bietet hochwertige Produktionen von sowohl klassischen als auch zeitgenössischen Stücken.
Aufführungen
| Film
Aufführungen
| Performance
In Museum – Marie Chouinard
Kunsthaus Bregenz
Inmitten der Ausstellung im Kunsthaus Bregenz sind die Besucher*innen eingeladen, einzeln einen eigens dafür vorgesehenen Bereich zu betreten und dem*r Tänzer*in diskret und persönlich einen Wunsch oder eine Hoffnung anzuvertrauen. Als Antwort auf jede dieser Offenbarungen entsteht ein einzigartiger, improvisierter Tanz. In Kooperation mit dem Bregenzer Frühling
Aufführungen
| Performance
Performance und Talk mit marce norbert hörler
Kunsthaus Bregenz
Künstler*in, Performer*in und Poet*in marce norbert hörler verwebt in raumgreifenden Installationen Gesang, Sprache und Performance. Dabei spielen Poesie, Düfte und Stoffe eine zentrale Rolle. marce norbert hörler lebt und arbeitet in Berlin und in der Schweiz und wurde 2025 mit dem Manor Kunstpreis ausgezeichnet. hörler entwickelt speziell für die Ausstellung im KUB eine Performance. Im Anschluss findet ein Gespräch mit KUB Direktor Thomas D. Trummer statt. Beitrag: € 7 zzgl. Eintritt
Aufführungen
| Schauspiel
EnsembleWerk: Die Frau, die gegen Türen rannte
Theater Konstanz
Unsere Ensemblemitglieder haben tolle eigene Arbeiten in petto, die wir ab Februar in loser Folge auf der Werkstattbühne präsentieren. Den Anfang macht Michaela Allendorf mit dem Monolog „Die Frau, die gegen Türen rannte” nach dem gleichnamigen Roman von Roddy Doyle. Der irische Schriftsteller erzählt darin von Paula, einer Frau, die sich nach dem gewaltsamen Tod ihres Mannes den schmerzhaften Themen ihres Lebens stellt: enttäuschte Liebe, die Flucht in den Alkohol, häusliche Gewalt, aber auch immer wieder der Versuch, das Leben aus eigener Kraft in den Griff zu bekommen. Weitere Informationen zum Stück. Mit Michaela Allendorf Künstlerische Mitarbeit Simone Mende Preis regulär 27 € / ermäßigt 30 % Rabatt auf den Vollpreis
Aufführungen
Mord auf der Burg: Macbeth zu Gast auf der Meersburg
Theater Konstanz
Eine Veranstaltung des Internationalen Bodensee Clubs (IBC) Im Zentrum der Veranstaltung steht ein Vortrag von Dr. Martin Windisch (Universität Stuttgart): "Mord auf der Burg: Zu Heiner Müllers Macbeth nach Shakespeare" im Rahmen der aktuellen Inszenierung des Stücks am Theater Konstanz unter der Regie von Abdullah Maria Karaca. Ausgehend vom Motiv des Königsmords wird Müllers radikale Zuspitzung von Gewalt und Dunkelheit analysiert, durch die der gesamte Theaterraum selbst zum Verlies wird und das Morden als alltäglicher Horror erscheint. Während Shakespeare dem Königsmord apokalyptische Dimensionen verlieh, da er ihn am frühneuzeitlichen Gottesgnadentum maß, verstand Müller diesen Glauben als Ideologie. Für ihn ist Gewalt strukturell, da Macht historisch häufig durch Mord errungen wurde. In seiner Fassung werden auch Bauern und Bedienstete zu Opfern, wodurch sich der Gewaltkreislauf auf die gesamte Gesellschaft ausweitet. Dem Vorwurf der Obszönität begegnete Müller mit dem Hinweis, dass es ihm um Zeichen gehe: Die Zuspitzung der sprachlichen und darstellerischen Gewalt solle nicht schockieren, sondern zur Reflexion über den Horror zwingen. Ergänzend findet eine kurze Führung durch Burgherrin Frau Julia Naessl-Doms durch die Meersburg statt, die den historischen Raum als Kontrast- und Resonanzraum zur Tragödie erfahrbar macht. Es werden u.a. die Waffenhalle, die Folterkammer und das Verlies besichtigt, wodurch die Gäste in jene mittelalterliche Welt eintauchen können, die für Shakespeares schottische Tragödie so prägend ist. Mit Dr. Martin Windisch, Universität Stuttgart Eintritt: Für IBC-Mitglieder 5 € Nicht-Mitglieder 10 € 14/02/26, 15 Uhr (oder früher) Treffpunkt: Burg Café in der Burg Meersburg - Gelegenheit für einen Kaffee und Kuchen 15:30 Uhr Führung durch die Waffenhalle, das Verlies und die Folterkammer von der Burgherrin Frau Julia Naessl-Doms 16:00 - 17:00 Uhr zurück im Burg Cafe - Nebenraum Vortrag von Dr. Martin Windisch, Universität Stuttgart: “Mord auf der Burg: Zu Heiner Müllers Macbeth nach Shakespeare”
Aufführungen
| Schauspiel
Märchenhaft! DORNRÖSCHEN
Theater Konstanz
Seit seiner Uraufführung bezaubert Tschaikowskys Ballett „Dornröschen” mit seiner Anmut das Publikum und entführt es in eine Welt der Fantasie, in der das Gute regiert. Alexandra Schatton, die Leiterin der Ballettakademie Konstanz, kreiert eine Version, in der die Eleven der Ballettakademie in ihren Rollen glänzen. Regie & Choreografie Alexandra Schatton Mit Jurij Schatton (Erzähler) und Eleven der Ballettakademie Konstanz Preise 17- 60€ Dauer ca. 2:30 h, eine Pause
Aufführungen
| Schauspiel
Die Kinder
Theater Konstanz
Premiere: 14.3.2026 Mit schwarzem Humor bearbeitet die britische Autorin Lucy Kirkwood die Verbindung von Politischem und Privatem und stellt dabei die unbequeme Frage: Was hinterlassen wir den nächsten Generationen? Endlich können Hazel und Robin ihren Lebensabend nach der wohlverdienten Pensionierung genießen. Dafür ist das Ehepaar in ein kleines Häuschen direkt am Meer gezogen, pflanzt Gemüse im eigenen Garten an und besitzt ein paar Kühe für frische Milch. Doch die Idylle trügt. In ihrem ehemaligen Arbeitsort, einem nahegelegenen Atomkraftwerk, hat ein Erdbeben samt Flutwelle zum Super-GAU geführt. Als Physiker*innen haben sie jahrelang im Atomkraftwerk gearbeitet, den Reaktor sogar mit aufgebaut. Anstelle eines beschaulichen Ruhestandes mit auskömmlicher Rente ist ihre Perspektive nun ein Leben nahe einer Sperrzone mit Stromrationierung sowie Wasser- und Nahrungsmittelknappheit. Als dann auch noch Rose, eine Exfreundin von Robin und frühere Arbeitskollegin der beiden, mit einem gewagten Plan vor der Tür steht, droht das Lebenskonzept der beiden komplett aus den Fugen zu geraten: Rose will sich ihrer Verantwortung stellen und fordert die beiden dazu auf, sich ihr anzuschließen. „Die Kinder“ von Lucy Kirkwood beginnt in leichtem Ton und wird mehr und mehr zu einem spannungsvollen Thriller. Nach Regiearbeiten in Wien und dem gelesenen Roadtrip „Der tiefste Punkt Deutschlands“ in der hiesigen Werkstatt wird sich Ensemblemitglied Patrick O. Beck als Regisseur diesem Netz aus Schuldgefühlen, Fragen nach Verantwortlichkeiten und Beziehungsproblemen annehmen. Regie: Patrick O. Beck Dramaturgie: Hauke Pockrandt Bühne & Kostüme: Andreas L. Mayer Mit: Michaela Allendorf, Ulrich Hoppe, Jana Alexia Rödiger
Aufführungen
| Schauspiel
Zehner
Theater Konstanz
Uraufführung: 13.3.2026 Auftragswerk für das Theater Konstanz Sie haben ihn vor sich, den bedeutendsten Sommer ihres Lebens! AC, Jansi, Dario und Naila haben einen Plan: Sie wollen vom Zehn-Meter-Sprungturm springen. Aber das ist nicht nur irgendein Ausflug ins Strandbad, nein. „Der Zehner ist eine Schwelle. Zwischen uns und der Zukunft. Er ist ein Gefühl.“ Doch an dem Tag, an dem die vier ihren Plan umsetzen wollen, hat der Zehner keine Leiter mehr. Der Grund dafür sind die Haushaltskürzungen: Kein Geld, keine Aufsichtsperson, kein Zehner. Die Jugendlichen sind fassungslos. Doch während Naila, Dario und Jansi einen Umgang mit der neuen Situation finden, bleibt AC wütend. Sie kann und will das nicht einfach so akzeptieren. Schließlich geht es nicht nur um den Zehner, es geht um viel mehr. Da muss man doch irgendwas machen! Was heißt das eigentlich, politisch sein? Was bedeutet es für Jugendliche, in unserer Demokratie zu leben? Bei welchen Themen dürfen sie mitreden, mitentscheiden? Wie oft werden sie außen vor gelassen? Wie kann Protest heute aussehen? Fayer Koch hat ein besonderes Theaterstück für das Theater Konstanz geschrieben. Eine Gruppe von 15 jungen Menschen aus Konstanz im Alter von 12-18 Jahren, das „Team Zehner“, hat Fayer dabei unterstützt. Sie haben viel diskutiert, jede Menge Input gegeben, Kritik geübt, konkrete Änderungen vorgeschlagen, an Formulierungen gefeilt, die Charaktere geschärft, Richtungswechsel angegeben. „Zehner“ ist also mehr als ein Theaterstück, es ist ein Projekt der Teilhabe. Regie: Sergej Gößner Bühne & Kostüme: Lukas Fries Musik: Valentin Schröteler Dramaturgie: Romana Lautner Theaterpädagogik: Tanja Jäckel, Denny Renco Mit: Alicia Bischoff, Julius Engelbach, Kristina Lotta Kahlert, Jonas Pätzold Team Zehner: Johanna Allgaier, Hannah Benz-Ogman, Lara Farhat, Svea Fer, Lotta Gläser, Horesh Harel, Tim Heier, Levin Mora, Jette Nieße, Julia Pütz, Jule Simmendinger, Mia Stecker, Paula Vietor, Magdalena Wolf, Maja Wolter Theaterpädagogische Begleitung: Team Zehner Tanja Jäckel
Aufführungen
| Schauspiel
Macbeth
Theater Konstanz
Macbeth mordet zunächst, um an die Macht zu kommen, später mordet er weiter, um seine Macht abzusichern. Shakespeare erzählt in seiner schottischen Tragödie von einem blutigen, nicht endenden Kreislauf. Macbeth kehrt erfolgreich vom Schlachtfeld zurück, die Gunst seines Königs Duncan ist ihm sicher. Doch dann treffen Macbeth und sein Mitstreiter Banquo auf dem Heimweg vom Schlachtfeld drei Hexen. Ihre Prophezeiungen wecken in Macbeth einen unbändigen Ehrgeiz, stellen sie ihm doch Beförderung und sogar die Königskrone in Aussicht. Kaum sind die Hexen verschwunden, meldet ein Bote des Königs Macbeth die Ernennung zum Than of Cawdor. Wenn sich der erste Teil der Prophezeiung so schnell erfüllt, warum dann nicht noch weiter gehen? Macbeths Machtfantasien lassen sich nicht mehr unterdrücken. Und wo er selbst noch moralische Skrupel hat, räumt Lady Macbeth diese beiseite. Der Preis, den das mörderische Paar für seinen Aufstieg zahlt, ist hoch. Shakespeare-Forscher Jan Kott hat die Eigendynamik, die Macbeths Handeln erfasst, prägnant beschrieben: „Macbeth tötet den rechtmäßigen Herrscher. Er muss die Zeugen des Verbrechens töten und die, die ihn verdächtigen. Er muss die Söhne und die Freunde derer töten, die er zuvor hat töten lassen. Dann muss er alle töten, denn alle sind gegen ihn.“ Wie ist eine Welt beschaffen, in der ein Aufstieg mit einem derartigen Gewaltausbruch verknüpft ist? Shakespeare zeigt Macbeth nicht einfach als ein Monster, sondern er konfrontiert uns mit einem Menschen, der sein Innerstes vor uns offenbart. Regie: Abdullah Kenan Karaca Bühne & Kostüme Elena Scheicher Musikalische Leitung: Lutz Gallmeister Dramaturgie: Hauke Pockrandt Mit: Patrick O. Beck, Zoubeida Ben Salah, Jasper Diedrichsen, Thomas Fritz Jung, Sylvana Schneider
Aufführungen
| Schauspiel
Wetterfühlig
Vorarlberger Landestheater
Ein nicht abreißender Strom aus Nachrichten und Benachrichtigungen, Stimmen, Meinungen, Interaktionen. Menschen und Medien, Geräusche, Bilder, Bildschirmflimmern: Alles um uns herum ist laut, laut, LAUT – ein permanenter Angriff auf die Sinne, und kaum gibt es noch einen Moment, in dem uns das Außen nicht ins Innere dringt. Der Protagonistin in Bella Angoras WETTERFÜHLIG ist die Welt unerträglich geworden. Zu viele Reize, zu viel Lärm, zu viele Erwartungen. Sie zieht sich zurück, kappt alle Verbindungen und macht ihre Wohnung zur Festung, um sich selbst wiederzufinden – oder überhaupt erst zu entdecken. Während draußen das Leben weitergeht, bleibt ihr eine letzte Verbindung zur Außenwelt: das Wetter. Die Natur, unaufhaltsam und unbeeindruckt von individuellen Sorgen, wird zu ihrem einzigen Ansprechpartner. Der Himmel, der Wind, der Regen – sie liest ihre eigenen Stimmungen in den Witterungen, projiziert ihre Ängste, ihre Hoffnungen in das Wettergeschehen. Sie wird wetterfühlig. Doch während sie ihr Inneres neu kartografiert, stellen sich größere Fragen: Wie bedeutsam ist die Selbstanalyse in Zeiten der Krise? Spielen persönliche Befindlichkeiten überhaupt noch eine Rolle, wenn sich das Klima dramatisch verändert? Ist die Ich-Erkundung nur mehr Luxus? Oder überlebensnotwendig in einer Zeit, die immer mehr Menschen in Erschöpfung und Überforderung treibt? WETTERFÜHLIG ist eine Reise an die Grenzen des Rückzugs – und bewegt sich dabei auf dem Grat zwischen poetischer Innenschau, Gesellschaftskritik und einer wütenden Auseinandersetzung mit einer Welt, die sich selbst aus den Angeln hebt. Dauer: ca. 55 Minuten
Aufführungen
| Schauspiel
Tschick
Vorarlberger Landestheater
Mit einem halbkaputten Lada machen sich Maik und Tschick in den Sommerferien auf den Weg nach Transsilvanien. Ohne Plan und Kompass führt sie ihre wilde Fahrt durch die Provinz. Erzählt aus der Perspektive von zwei Jungs, die nicht alles so genau verstehen, was um sie herum und mit ihnen geschieht. Das Roadmovie über Jugend, Verliebtheit und das Erwachsenwerden ist ein Muss für Teenager und ein Geheimtipp für alle, die glauben, die Teenager-Zeit längst hinter sich gelassen zu haben. Inszenierung: Martin Brachvogel Mit: Luzian Hirzel, Maik / David Kopp, Tschick Dauer: ca. 90 Minuten
Aufführungen
| Schauspiel
Herzog Blaubarts Burg
Vorarlberger Landestheater
Premiere: 15.3.2026 Eine Produktion des TOBS Theater Orchester Biel Solothurn Judith folgt Blaubart in seine dunkle Burg. Im Glauben, diese mit ihrer Liebe zu erhellen, bringt sie ihn dazu, ihr nach und nach alle verborgenen Räume aufzusperren, und entdeckt die Folterkammer, die Waffenkammer, den Zaubergarten, die Schatzkammer und das Land. Die Burg ist nun hell, doch hinter allen Türen ist auch Blut. Vergeblich warnt Blaubart Judith vor den letzten beiden Türen. So findet sie den Tränensee und hinter der letzten Tür Blaubarts frühere Frauen, in ewiger Schönheit erstarrt ... Béla Bartóks einzige Oper HERZOG BLAUBARTS BURG führt in die Psyche eines Mannes, dessen Burg mehr ist als ein Gebäude – sie ist sein Innerstes, ein Labyrinth aus Geheimnissen, verborgenen Wahrheiten und unterdrücktem Schmerz. Judith betritt als Blaubarts neue Frau diesen düsteren Kosmos – und verlangt Antworten. Doch wie weit darf man gehen, wenn man wissen will? Und welche Türen sollte man besser geschlossen halten? Die Bühne wird zum Schauplatz eines Rekonstruktionsprozesses, in dem Spuren, Aufnahmen und Erinnerungen die düstere Wahrheit hinter Blaubarts Geschichte nachzeichnen. Mit tiefen, wuchtigen Klangfarben, dissonanten Spannungen und bedrohlich anschwellenden Orchesterpassagen verstärkt Bartóks Musik den Eindruck eines Albtraums, der reich ist an tiefgründiger Symbolik – und fasst die verstörende Verbindung von Liebe, Macht und Gewalt in eindringliche Seelenklänge. Ein Opernmonument von beklemmender Intensität, ein Opernabend, der nicht loslässt. Inszenierung: Dieter Kaegi Musikalische Leitung: Yannis Pouspourikas
Aufführungen
| Schauspiel
Hamlet
Vorarlberger Landestheater
Etwas ist faul im Staate Dänemark! Nur wenige Wochen ist es her, dass der alte König Hamlet unerwartet im Schlaf verstarb – von einer Schlange gebissen, wie es heißt –, da hat sein Bruder Claudius bereits des Toten Frau geehelicht und den Thron bestiegen. Prinz Hamlet, der Sohn des alten Königs, sieht sich vor vollendete Tatsachen gestellt, und nun wandert des nachts auch noch ein Gespenst umher, das Grausiges berichtet: „Die Schlange, die deinen Vater tödlich biss, sie trägt jetzt seine Krone.“ Der Offenbarung des Brudermords folgt sogleich der Ruf nach Rache, die Hamlet ausführen soll. Im Geflecht aus Skrupel, Pflichtgefühl und höfischen Intrigen zu Untätigkeit verdammt, versucht der junge Prinz seinen Weg zu finden – mit potenziell tödlichem Ausgang. Für die Box eingerichtet und auf die Essenz reduziert, kommt Shakespeares berühmte Rachetragödie HAMLET in der Regie von Lisa-Maria Cerha mit nur vier Darsteller:innen aus, ohne ihre Kraft einzubüßen. Inszenierung: Lisa-Maria Cerha Bühne und Kostüm: Natascha Maraval Video: Sarah Mistura Dramaturgie: Juliane Schotte Dauer: ca. 70 Minuten
Aufführungen
| Schauspiel
Faust. Eine Tragödie
Vorarlberger Landestheater
Kann man, muss man FAUST heute noch spielen? Und ob! Die unermüdliche Suche nach Wissen und Verständnis, die ethischen Dilemmata, die diese Suche begleiten: Hier finden sich tiefe Parallelen zu unseren aktuellen Debatten über Sinn und Moral, zur Suche nach Wahrheit in einer sich zunehmend polarisierenden Welt, dem Verschwimmen der Grenzen zwischen Gut und Böse und der dennoch oft unverrückbaren individuellen Vorstellung davon, was richtig und falsch ist. Inszeniert wird FAUST bei uns von Max Merker, dessen kreative, oft unkonventionelle und mit den Mitteln des Physical Theatre arbeitende Herangehensweise an dramatische Stoffe dem Bregenzer Theaterpublikum durch Produktionen wie ALL YOU CAN BE, KAFKA IN FARBE und FABIAN ans Herz gewachsen ist. Auch heute noch zwingt uns Faust, mit ihm zu suchen, zu fühlen, uns selbst zu erkennen und zu reflektieren – über die oft absurden Widersprüche zwischen menschlichem Wollen und Handeln ebenso wie über die Notwendigkeit von Empathie und Dialog in Zeiten der Unsicherheit und des Wandels. Mit: Rebecca Hammermüller / Aaron Hitz / Milva Stark Inszenierung: Max Merker Bühne und Kostüm: Damian Hitz Dramaturgie: Martin Bieri Publikumsgespräch: Dienstag, 22. April, im Anschluss an die Vorstellung im T-Café (Eintritt frei).
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| Schauspiel
Die Frau vom Meer
Vorarlberger Landestheater
Premiere: 21.2.2026 Ellida Wangel: eine Frau, gefangen in der Enge eines konventionellen Lebens, getrieben von einer unbändigen, unbestimmten Sehnsucht – einer Sehnsucht nach etwas, das sie selbst nicht ganz greifen oder benennen kann. Immer wieder treiben die Gedanken der Arztfrau hinaus zum Wasser, zum wilden Ozean, zum Offenen: zu einer Vergangenheit, die sie nicht loslässt. Erstickt von der Sicherheit und Fürsorge ihres Ehemanns, findet sie sich verfolgt von der Erinnerung an eine alte Liebe. Ein Seemann, der ihr einst ein Versprechen abnahm, ist nach Jahren zurückgekehrt. Und Ellida gelangt an einen Wendepunkt, der ihr Leben und das ihrer Familie für immer verändern kann. DIE FRAU VOM MEER stellt Fragen von existenzieller Dringlichkeit. Was bedeutet es, ein selbstbestimmtes Leben zu führen? Wie viel Freiheit erträgt eine Beziehung? Und kann man sich je ganz von der Vergangenheit lösen? Es geht um Autonomie, das Recht auf einen eigenen Weg, unabhängig von gesellschaftlichen Erwartungen. Doch während Ibsens Protagonistinnen diesen Kampf sonst oft mit Trotz oder offener Rebellion führen, ist Ellidas Konflikt leiser, innerlicher. Ihre Sehnsucht schreit nicht laut hinaus, sie wächst und nimmt nach und nach mehr Raum ein, tief in ihr, Tag für Tag, drängend und unausweichlich. Eine Geschichte von großer emotionaler Wucht. Eine Geschichte über die Suche nach dem Selbst und individueller Freiheit. Eine Geschichte über das, was bleibt, wenn die Wellen sich glätten – und über das, was immer weiterruft. Inszenierung: Danielle Fend-Strahm Bühne und Kostüm: Matthias Strahm Musik: Moritz Widrig Dramaturgie: Tobias Fend Publikumsgespräch: So, 3. Mai, im Anschluss an die Vorstellung, T-Café (Eintritt frei) 2:1-Aktion am So, 3. Mai - Weil‘s zu zweit viel schöner ist! Ihre Begleitung hat freien Eintritt.
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| Schauspiel
Carl Lampert - Das erste Gebet
Vorarlberger Landestheater
Auch in dieser Spielzeit widmen wir uns wieder einer herausragenden Persönlichkeit der jüngeren Vorarlberger Geschichte – mit einem Stück, dessen Erzählstruktur drei Leben im Gestern und Heute auf schicksalhafte Weise miteinander verknüpft. Zwei jugendliche Straftäterinnen werden inhaftiert. Ihre Angst und ihre Verzweiflung suchen sie mit einem Hörbuch über den seligen Priester Carl Lampert zu bekämpfen – und entdecken dabei ein Schicksal, das sie veranlasst, ihr eigenes Leben und Handeln neu zu betrachten. Der 1894 in Göfis geborene Carl Lampert entschied sich früh für das Priestertum. Geschätzt als kluger Denker, Mann des Volkes und treuer Diener Gottes stieg er in der klerikalen Hierarchie schnell auf und wurde schließlich Provikar der Diözese Innsbruck. Doch mit der NS-Herrschaft und dem „Anschluss“ Österreichs an das Deutsche Reich begann eine Zeit zunehmender Bedrohung. Mit Sorge nahm Lampert wahr, was um ihn herum geschah – die Unterdrückung der Kirche, die Verfolgung von Andersdenkenden. Und er schwieg nicht, sondern bezog Stellung gegen das Regime. Die Gestapo nahm ihn ins Visier, er wurde mehrfach verhaftet. Und man machte ihm Angebote: Seinem Gott entsagen sollte er, ein bürgerliches Leben aufnehmen und Kinder fürs Vaterland zeugen, dann ließe man ihn in Frieden. Lampert blieb unbeugsam. Er wurde nach Dachau deportiert, dann nach Sachsenhausen, wurde zum Spielball der nationalsozialistischen Willkürjustiz. Das Urteil seines Schauprozesses stand von Anfang an fest: Tod durch das Fallbeil. Am 13. November 1944 wurde Carl Lampert in Halle hingerichtet. Das Leben des Carl Lampert: Das ist die Geschichte eines Menschen, der sich selbst in höchster Lebensgefahr weigerte, seine Überzeugungen zu verraten. Sie zeigt die innere Zerrissenheit, die Momente des Zweifels, aber auch die Entschlossenheit eines Mannes, der nicht bereit war, Unrecht hinzunehmen. Eine intensive Reflexion über Zivilcourage, Widerstand und die Frage nach moralischer Verantwortung. Dauer: 2 Stunden, keine Pause Publikumsgespräch: So, 1. März, im Anschluss an die Vorstellung, T-Café (Eintritt frei) 2:1-Aktion am Sa, 28. Februar - Weil's zu zweit viel schöner ist! Ihre Begleitung hat freien Eintritt
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| Schauspiel
Vater (Le Père)
Theater Konstanz
Spannender Psychothriller, anrührendes Porträt eines an Alzheimer Erkrankten und Psychogramm einer schwierigen VaterTochterKonstellation – Florian Zeller lässt uns eintauchen in die Welt des Witwers André. Dem pensionierten Witwer André ist es vollkommen unverständlich, warum seine Tochter Anne ihm unbedingt eine Pflegerin aufschwatzen will. Noch hat er schließlich ein Gedächtnis wie ein Elefant und kommt fabelhaft alleine zurecht. Er wäre doch der Erste, der um Hilfe bitten würde, sollte er tatsächlich in Schwierigkeiten sein. Da eröffnet ihm seine Tochter aus heiterem Himmel, dass sie nach London zu ihrer Liebe ziehen will. Und wer bitte ist dann der Mann, der immer mal wieder in seiner Wohnung auftaucht? „Irgendetwas Seltsames passiert. Als hätte ich kleine Löcher. Im Gedächtnis. Kriegt keiner mit. Winzig klein. Mit bloßem Auge nicht zu sehen. Aber ich, ich spüre es …“ Der französische Autor Florian Zeller erzählt von den Ängsten und der Verzweiflung eines an Demenz erkrankten Menschen – nicht linear, sondern in einer Abfolge raffiniert verschachtelter Szenen. Er lädt uns ein, den Prozess des Vergessens und Hinübergleitens in ein anderes Leben unmittelbar aus der Perspektive eines Betroffenen zu erleben. Ein mutiges Stück, das sich einfühlsam und eindringlich dieses Themas annimmt und uns zum Perspektivwechsel einlädt. Am Theater Konstanz werden Regisseurin Mia Constantine und Ausstatter*in Johann Brigitte Schima die emotionalen und psychosozialen Dimensionen der Geschichte ausloten. Mit freundlicher Unterstützung der Theaterfreunde Konstanz e.V. Regie: Mia Constantine Bühne & Kostüme: Johann Brigitte Schima Dramaturgie: Annika Hilger Dauer ca. 1:30 Stunden, keine Pause
Aufführungen
| Schauspiel
Und alle so still
Theater Konstanz
Es ist ein stummer Protest, genährt aus Erschöpfung und Resignation. In wenigen Tagen gerät die Welt aus dem Takt, als Frauen sich reglos auf Straßen und Plätze legen. Binnen kürzester Zeit zwingen sie den gesellschaftlichen Alltag in die Knie. Inmitten dieses Protestes kreuzen sich die Wege von Elin, Nuri und Ruth. Elin sieht sich als erfolgreiche Influencerin mit misogynem Hass im Netz konfrontiert. Nuri zwingen prekäre Lebensbedingungen jeden erdenklichen Job anzunehmen. Ruth arbeitet als Pflegefachkraft im Krankenhaus und ihr Pflichtgefühl scheint unerschöpflich zu sein. Sie entdecken eine Verbindung darin, nicht gesehen und nicht gehört zu werden. Ihre Schicksale werden zu universellen Erzählungen ungleich verteilter Macht. Vereint im stillen Protest lassen Frauen die Welt spüren, was passiert, wenn sie nicht mehr bereit sind, im Beruflichen wie im Privaten, zu erfüllen, was von ihnen erwartet wird. "Und alle so still" hält in der Gesamtheit der ausgeleuchteten Perspektiven viel mehr bereit als eine Dystopie oder Utopie. Es ist eine Einladung, die Welt mit anderen Augen zu sehen. Regie: Franziska Autzen Bühne & Video: Ute Radler Kostüme: Benjamin Burgunder Musik: Chris Lüers Dramaturgie: Carola von Gradulewski
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| Musical
Hedwig and the Angry Inch
Theater Konstanz
Premiere: 27.2.2026 „Hedwig and the Angry Inch” ist ein schillerndes und berührendes fiktives Biopic. RockQueen Hedwig erzählt ihr bewegtes Leben im ewigen Dazwischen. Leidenschaftlicher Rock’n Roll trifft auf Country und wunderschöne Balladen. Für ein Konzert kehrt die „weltweit ignorierte Chanteuse” Hedwig nach Berlin zurück. Als die Welt und diese Stadt noch in Ost und West geteilt waren, fing alles an: Hedwig, damals noch Hansel, lebt jenseits der Mauer und will nur eins – raus aus der Enge des Ostens. Da kommt Corporal Luther Robinson ins Spiel, eine Zufallsbegegnung, die sich als Eintrittskarte in die freie westliche Welt erweist. Luther verliebt sich in den jungen Mann und plant eine Ehe. Es gibt nur ein Hindernis für diese Ehe, doch Luther und Hansels Mutter sind sich schnell einig, „wer gehen will, muss etwas zurücklassen“. Bei der OP läuft nicht alles glatt und Hedwig behält ihren „angry inch“. Das Eheglück währt allerdings nicht lange, Hedwig und Luther trennen sich und viele Männer und Begegnungen später kehrt Hedwig für diesen Auftritt zurück, bei dem sie tiefe Einblicke in ihre Lebensgeschichte gibt und ihrem Ex-Lover Tommy Gnosis, der zur selben Zeit auf einer anderen Bühne der Stadt steht, Paroli bietet. Mit Songs wie „Tear me down“, „Sugar Daddy“ oder „The Angry Inch“ bringen Susi Weber und ihr Team eine musikalische Wundertüte mit einer Lebenskünstlerin im Mittelpunkt auf die Bühne, die voll schnoddrigem Humor eine unglaubliche Biografie erzählt. Regie: Susi Weber Bühne: Luis Graninger Kostüme: Katia Bottegal Dramaturgie: Annika Hilger Mit: Ingo Biermann, Anna Lisa Grebe
Aufführungen
| Szenische Lesung