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Aufführungen / Theater Theater St.Gallen St. Gallen, Museumstrasse 24/25
Aufführungen | Schauspiel

Die Kinder

Theater Konstanz

Endlich können Hazel und Robin ihren Lebensabend nach der wohlverdienten Pensionierung genießen. Dafür ist das Ehepaar in ein kleines Häuschen direkt am Meer gezogen. Doch die Idylle trügt. In ihrem ehemaligen Arbeitsort, einem nahegelegenen Atomkraftwerk, hat ein Erdbeben samt Flutwelle zum Super-GAU geführt. Anstelle eines beschaulichen Ruhestandes mit auskömmlicher Rente ist ihre Perspektive nun ein Leben nahe einer Sperrzone mit Stromrationierung sowie Wasser- und Nahrungsmittelknappheit. Als dann auch noch Rose, eine Exfreundin von Robin und frühere Arbeitskollegin der beiden, mit einem gewagten Plan vor der Tür steht, droht das Lebenskonzept des Paares komplett aus den Fugen zu geraten: Rose will sich ihrer Verantwortung stellen und fordert die beiden dazu auf, sich ihr anzuschließen. Ensemblemitglied Patrick O. Beck inszeniert Kirkwoods spannungsvollen Thriller und setzt sich mit der Frage nach Schuld und Verantwortung auseinander. Regie: Patrick O. Beck Dramaturgie: Hauke Pockrandt Bühne & Kostüme: Andreas L. Mayer Mit: Michaela Allendorf, Ulrich Hoppe, Jana Alexia Rödiger Dauer ca. 1:30 h, keine Pause
Aufführungen | Aufführung

mir wäre so wohl wenn wir zusammenkommen könnten

Theater Konstanz

Das grausigste Tier hat kein Fell und keine Federn, ist rastlos und gelangweilt. Es küsst, es heiratet, es rebelliert, es zerstört. Es braucht sehr viel Liebe und noch viel mehr. Auf der Bühne stehen drei Tänzer*innen und ein Poet, alle ganz unterschiedlich und doch alle vier gleich. Begleitet von perkussiver Live-Musik unternehmen sie – mal zart, mal ungestüm – eine Reise zu den Abgründen der Menschheit. Mit Michael Fehr, Gianna Grünig, Dawit Seto Gobeze, Lukas Schwander Preise regulär 10 € / ermäßigt 30 % Rabatt auf den Vollpreis Dauer 40 Minuten Gastspiel mit freundlicher Unterstützung von: Kultur Stadt Bern; SWISSLOS – Kultur Kanton Bern; Pro Helvetia – Schweizer Kulturstiftung
Aufführungen | Schauspiel

Der Kirschgarten

Theater Konstanz

Der alte Kirschgarten steht in voller Blüte. Alles scheint noch einmal zu erstrahlen, bevor es vergeht. Eine neue Zeit hat längst begonnen, doch Ranéwskaja und ihre Familie verharren in den Bewegungsmustern einer Welt, die es so nicht mehr gibt. Sie wissen um die veränderten Umstände. Und handeln doch nicht danach. Sie spüren, dass ihr Lebensentwurf brüchig geworden ist und machen dennoch weiter wie bisher. Verschwenderisch. Haltlos. Als ließe sich Stillstand gegen Veränderung verteidigen. Selbst die Natur entzieht ihnen den Boden: Nachtfröste im Mai zerstören die Ernte, das Gut steht vor dem Ruin. Lopachins radikaler Vorschlag, den Kirschgarten zu roden und zu parzellieren, kollidiert mit Ranéwskajas Weigerung, sich der Realität zu stellen. Unter dem Klang fallender Bäume zerbricht nicht nur Besitz, sondern Identität. Henri Hüster und Bea Carolina Remark lesen Tschechows Stück als körperlichen Ausnahmezustand. Ihr Zugriff denkt vom Bewegungsimpuls her: Was geschieht, wenn soziale Gewissheiten kippen? Wenn Körper ins Taumeln geraten? Zwischen Erstarrung und Aufbruch entsteht ein Raum, in dem das Alte bereits verschwunden ist, das Neue jedoch noch keinen Körper gefunden hat. Ein Schwebezustand voller Wucht. Regie & Choreografie: Henri Hüster & Bea Carolina Remark Bühne & Kostüme Chiara Mizaikoff Dramaturgie: Meike Sasse Mit: Ingo Biermann, Jan Dziobek, Anna Eger, Anna Lisa Grebe, Nora Krohm, Leonard Meschter, Florian Rummel Im Rahmen des Bodenseefestivals 2026 „in Bewegung“ Dauer: ca. 1:45
Aufführungen | Dinner-Theater

vollMond: The last Dinner

Theater Konstanz

Für den letzten vollMond öffnet sich das Foyer der Spiegelhalle als Schauplatz eines Dinners. Serviert werden Texte und Dialoge zum Miteinander und Gegeneinander, zum Weltuntergang und zum Warten im Allgemeinen. Seien Sie Gast, lassen Sie sich das Menü präsentieren und beobachten Sie, was sich an Ihrem Nachbartisch zuträgt. Mit Anna Lisa Grebe, Ingo Biermann, Sylvana Schneider Küche und Service Franziska Bausch, Sebastian Bruck Preise regulär 10 € / ermäßigt 30 % auf den Vollpreis
Aufführungen

Spielzeitfrühstück Nr. 19

Theater Konstanz

Der unterhaltsame Talk mit Intendantin Karin Becker Intendantin Karin Becker lädt gemeinsam mit ihren Gäst*innen das Publikum zu einer neuen Ausgabe des Spielzeitfrühstücks ein. Das letzte Spielzeitfrühstück der Spielzeit findet traditionsgemäß immer auf dem Münsterplatz statt. Dieses Jahr gibt es eine weitere Besonderheit: Erfahren Sie bei Kaffee und Croissant wie die nächste Spielzeit (5,7 MB) aussieht, vorgestellt von den Dramaturg*innen des Theater Konstanz, mit Anekdoten und kleinen Überraschungen. Mit Karin Becker, Rudolf Hartmann & weiteren Gästen Begrenzte Plätze Zählkarten an der Theaterkasse im KulturKiosk, ggf. Restkarten am Veranstaltungstag.
Aufführungen | Schauspiel

Der Feuervogel – die Reise geht weiter

Theater Konstanz

Das Abenteuer ist noch nicht vorbei! Im ersten Teil der Geschichte wurde das unheimliche Wesen – der Feuervogel – entdeckt. Nun muss er gefunden und gefangen werden. Kein einfacher Auftrag, denn das Haus des Feuervogels ist weit und der Weg sehr gefährlich … Leitung: Denny Renco Mitarbeit: Margit Schlenker Ausstattung: Paula Gschlecht Preise regulär 10 € / ermäßigt 30 % auf den Vollpreis / für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren 50 % auf den Vollpreis
Aufführungen | Schauspiel

Öffentliche Probe: WellenbrecherClub

Theater Konstanz

Seit Januar trifft sich einmal pro Woche der inklusive SpielClub mit dem schönen Namen Wellenbrecher-Club im Foyer der Spiegelhalle, um gemeinsam zu proben, sich zu erproben, gemeinsam zu erfinden und zu entwickeln. Premiere feiern sie am 18. Juli 2026 um 20 Uhr mit dem Stück „Die letzte Kommune“ von Peter Lund. Für das LET’S ALLY FORUM öffnen sie zum ersten Mal diesen Prozess für Publikum und geben kurze Einblicke in ihre Probenarbeit. Mit Magdalene Schäfer, Annette Vietor und den Beteiligten des WellenbrecherClubs Der WellenbrecherClub wird ermöglicht durch die Unterstützung von Herrn Christoph Ertl. Eintritt frei
Aufführungen | Schauspiel

Man kann die Wahrheit nicht erzählen

Theater Konstanz

Am 25. Juni 2026 hätte die Schriftstellerin Ingeborg Bachmann ihren 100. Geburtstag gefeiert. Dieses Tanztheater erkundet, wie sich Ingeborg Bachmann und Max Frisch im Spannungsfeld zwischen Sehnsucht und Unerträglichkeit verlieren, persönlich und literarisch ins Gravitationsfeld des jeweils anderen gerieten und wie die Liebe schließlich an der Wirklichkeit scheitern musste. Choreografie Judith Geibel Regie Georg Kistner Assistenz Jakob Heim Kostüme Katrin von Strom Tanz Elisa Dey und Levin Mischel Schauspiel Cecilia Amann und Georg Melich
Aufführungen | Schauspiel

Münsterplatz Open Air 2026:
Leonce und Lena

Theater Konstanz

Premiere: 13.6.2026 Eine Space Opera nach dem Lustspiel von Georg Büchner in einer Bearbeitung von Ekat Cordes (Text & Songtexte) und Anton Berman (Musik) Mit „Leonce und Lena“ nahm Georg Büchner die Kleinstaaterei seiner Zeit auf die Schippe. Regisseur und Autor Ekat Cordes spielt lustvoll mit dem Büchnerschen Kosmos und verlegt dessen Komödie kurzerhand ins Universum. Befinden wir uns in einer weit entfernten Vergangenheit oder in der nahen Zukunft? Leonce und Lena sind in Ekat Cordes‘ Bearbeitung zwei menschlich anmutende Androide in einer multigalaktischen Welt; die Reiche Pipi und Popo zwei Multitechunternehmen, deren Herrscher*innen Königin Petra und König Peter über die Köpfe ihrer beiden Vorzeigeprodukte hinweg eine Fusion planen. Ihr Ziel: noch mehr Profit und Macht. Was ihre Fusionspläne in dieser smarten neuen Welt stören könnte, sind Gefühle und eigenständige Gedanken. Und genau das, was tunlichst vermieden werden soll, geschieht: Leonce und Lena erfahren von den Fusionsplänen, entfliehen diesem fremd bestimmten Leben in vorgezeichneten Bahnen und wählen unabhängig voneinander den Planeten Italo als Ziel. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich ihre Wege kreuzen werden und Amor dazwischen funkt … Nach dem fulminanten „Sommernachtstraum“ im Sommer 2024 erzählt das Team um Regisseur Ekat Cordes in der diesjährigen Open Air Produktion Georg Büchners märchenhaftes Lustspiel fantasie- und anspielungsreich als Liebesgeschichte wider Willen mit Herzschmerz, italienischem Flair, einem Schuss Star Trek und viel Musik. Regie & Sounddesign: Ekat Cordes Bühne & Kostüme: Anike Sedello Musik: Anton Berman Musikalische Einstudierung: Rudolf Hartmann Vocal Coaching: Gary Peinke Choreografie: Sean Stephens Dramaturgie: Carola von Gradulewski Mit: Patrick O. Beck, Julius Engelbach, Katrin Huke, Thomas Fritz Jung, Kristina Lotta Kahlert, Maria Lehberg, Mark Harvey Mühlemann, Zoubeida Ben Salah Statisterie Fabian Burigana, Julia Burkhardt, Patrick Degen, Anna Egenolf, Svea Fer, Marissa Glauner, Boris Griener, Amelie Hohnhaus, Klaus Schiemann, Sandra Sigg
Aufführungen | Film

Augenblicke - Gesichter einer Reise | KUB Sommer Open Air Kino

Kunsthaus Bregenz

Agnès Varda & JR, 2017, Frankreich, OmdU, FSK 6, 90 Min. Die 89-jährige Regie-Ikone Agnès Varda und der 33-jährige Streetart-Künstler JR reisen in ihrem mobilen Fotostudio durch Frankreich, um Menschen und ihre Geschichten in überlebensgroßen Porträts an Fassaden, Zügen und Schiffscontainern festzuhalten. Mit besonderer Leichtigkeit erzählt die Oscar-nominierte Dokumentation von den berührenden Begegnungen einer Reise und von der zarten Freundschaft, die zwischen den beiden Künstler*innen entsteht. Eintritt frei, ohne Reservierung – first come, first served! In Kooperation mit dem Filmforum Bregenz
Aufführungen | Performance

Florentina Holzinger - Bodensee Étude

Kunsthaus Bregenz

Mit der Bodensee Étude entwickelt die Performancekünstlerin Florentina Holzinger für das Kunsthaus Bregenz ein neues, ortsspezifisches Projekt. Die Bodensee Étude ist ein Satellitenprogramm des Österreichischen Pavillons, den Florentina Holzinger auf der diesjährigen 61. Biennale in Venedig (9. Mai bis 22. November 2026) mit ihrem Beitrag SEAWORLD VENICE bespielt. Die Bodensee Étude wird einmalig stattfinden. Bei schlechten Witterungsverhältnissen kann sich der Beginn bis 20 Uhr verschieben. Der Veranstaltungsbereich ist öffentlich zugänglich, vorbehaltlich Kapazität. Es können keine Tickets reserviert werden. Eintritt kostenfrei
Aufführungen | Schauspiel

Ein Sommernachtstraum

Vorarlberger Landestheater

Premiere: 18.6.2026 Die Nacht ist warm und voller Magie, der Wald geheimnisvoll, Schatten flüstern, Licht tanzt zwischen den Bäumen: In Shakespeares Sommernachtstraum vermengen sich Traum und Wirklichkeit, Lust und Verwirrung, Ordnung und Anarchie. Die Liebe stolpert, taumelt, findet sich neu – nichts bleibt, wie es war. Vier junge Menschen zieht es in den Wald, getrieben von Sehnsucht und Neugier, von Leidenschaft und Eifersucht, von Gefühlen, die sie selbst nicht vollständig zu fassen vermögen. Sie suchen sich, verlieren sich, werden manipuliert und getäuscht. Währenddessen geraten die Feenkönigin Titania und ihr Gemahl Oberon in einen Machtkampf, der auch die Menschen seinem Zauber unterwirft, sie in einen Strudel zieht, ihre Welt aus den Angeln hebt. Und mittendrin: eine Truppe von Handwerkern, die versuchen, ein Theaterstück aufzuführen – eine groteske Parodie auf die große Tragödie der Liebe, während um sie herum das Chaos tobt. Doch so traumverloren dieser Wald auch scheint: Die Zauberei entlarvt nur, was in den Menschen ohnehin schon schlummert. Sie verstärkt, verwirrt, bringt ans Licht, was im Verborgenen liegt. Und Shakespeare spielt mit den Regeln der Gesellschaft – er bricht sie, dreht sie ins Absurde, verwirft sie, nur um sie am Ende doch wieder einzufangen. Die Liebenden kehren zurück in ihre Welt, aber sie haben den Wald durchquert, sie haben sich gesehen, verwandelt, erfahren, dass Liebe kein fester Zustand ist, sondern ein ständiges Werden. EIN SOMMERNACHTSTRAUM ist ein Tanz auf dem schmalen Grat zwischen Vernunft und Ekstase, zwischen Kontrolle und Hingabe. Die Welt verlangt nach Ordnung – doch die Liebe folgt nur ihren eigenen Gesetzen. Inszenierung: Angelika Zacek Publikumsgespräch: Fr, 19. Juni, im Anschluss an die Vorstellung, T-Café (Eintritt frei) 2:1-Aktion am Fr, 19. Juni - Weil‘s zu zweit viel schöner ist! Ihre Begleitung hat freien Eintritt.
Aufführungen | Schauspiel

Shosha - Die Geschichte eines jüdischen Hundes mit Tamara Stern

Vorarlberger Landestheater

Shosha ist eine Hündin. Und sie ist jüdisch. Zumindest sagen das die Menschen, bei denen sie lebt: ihre Familie, die sie liebt. Sie gehört zu ihr, sie gibt Shosha Sicherheit; sie kennt ihre Stimmen, ihre Gerüche, ihren Alltag. Doch etwas verändert sich, im Deutschland der 1930er Jahre. Erst ist es nur ein Tonfall. Dann ein Gesetz. Dann ein Schild am Zaun. Nachbarn schweigen, Türen fallen ins Schloss. Shosha wird von ihrer Familie getrennt, wird weitergereicht, erlebt Fürsorge, Missbrauch, Nähe und Entfremdung. Und wird dabei zum Spiegel einer Welt, in der sich Menschlichkeit Stück für Stück auflöst: eine still erlebende Figur am Rand einer entfesselten Geschichte, die in den Abgrund der Shoah führt. SHOSHA, nach dem Roman A Jewish Dog von Asher Kravitz, erzählt die Jahre des Nationalsozialismus aus der Perspektive eines Tieres und macht so auf ungewöhnliche Weise erfahrbar, was oft sprachlos macht. Es geht um Ausgrenzung und um Loyalität, um die Frage, wer wir sind und wer wir sein dürfen. Shoshas Hundeblick ist klar, offen, frei von Hass. Sie urteilt nicht. Und gerade deshalb zeigt ihre Perspektive mit erschütternder Deutlichkeit, was passiert, wenn Menschen beginnen, einander die Menschlichkeit abzusprechen. Wenn sie aufhören, sich als Gleiche zu sehen. Unsere Inszenierung richtet sich an ein jugendliches und erwachsenes Publikum und erzählt eine Geschichte von Verlust, aber auch von Treue, von Mut und der Sehnsucht, irgendwann und irgendwo wieder Hoffnung und Heimat zu finden. Inszenierung: Stefan Otteni Publikumsgespräch: Fr, 15. Mai, im Anschluss an die Vorstellung, T-Café (Eintritt frei) 2:1-Aktion am Fr, 15. Mai - Weil‘s zu zweit viel schöner ist! Ihre Begleitung hat freien Eintritt. Dauer: ca. 1 Stunde 40 Minuten
Aufführungen | Schauspiel

Wax Traders

Vorarlberger Landestheater

WAX TRADERS erzählt aus dem Leben von zwei waghalsigen Frauen an der Westküste Afrikas, die sich in Zeiten politischer Umbrüche geschickt auf globalen Märkten behaupten, durch koloniale Strukturen bewegen und krassen Ungleichheiten trotzen. Sie treffen auf zwei Handelsreisende, die im Auftrag der Basler Handelsgesellschaft an der sogenannten “Goldküste” ihr Glück suchen. Gemeinsam schaffen sie einen Markt für “African Wax Prints” – farbig bedruckte Baumwollstoffe, die holländische und Schweizer Textilunternehmen entwickeln, indem sie indonesische Muster und Drucktechniken kopieren. In ihrem neuen Musiktheaterstück arbeiten Bertschy und Kossakamvwe mit einem wahrhaft transnationalen Ensemble von Künstler:innen aus Ghana, Côte d’Ivoire, D. R. Kongo und der Schweiz. Inspiriert von traditionellen Erzählformen, getragen von einem Chor dreier Frauen, schaffen sie eine ausufernde Ballade über die jahrhundertealten Handelsbeziehungen zwischen der europäischen Textilindustrie und ihren Kundinnen in Westafrika und erzählen ein Stück Kolonialgeschichte. Regie: Eva-Maria Bertschy Musikalische Leitung und Komposition: Kojack Kossakamvwe Text: Eva-Maria Bertschy / Edwige Dro Bühne: Percy Nii Nortey Kostüm: Austin Nortey Dramaturgie, Übersetzung und Tourmanagement: Luca Maier Lichtdesign und Mitarbeit Bühne: Sylvain Faye Video und Foto: Henry Nelson Dezousa / Kofi Amankwah Produktionsleitung: Camille Florence Jamet WAX TRADERS ist eine Produktion der GROUP50:50 und des Vorarlberger Landestheaters, in Koproduktion mit der Kaserne Basel. Finanziert durch: Fachausschuss Tanz & Theater Basel-Stadt / Basel-Landschaft, Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung, Ernst Göhner Stiftung, Landis & Gyr Stiftung und Anne-Marie Schindler Stiftung. Mit der Unterstützung von: Oskar Hämmerle Gmbh und HOH Hoferhecht Stickereien in Lustenau. 2:1-Aktion am Sa, 30. Mai - Weil's zu zweit viel schöner ist! Ihre Begleitung hat freien Eintritt
Aufführungen | Schauspiel

Rollenwandel: Schiff der Träume

Theater Konstanz

Premiere: 30.5.2026 Wehklagen und Verzweiflung erklingen im Hafen von Neapel und durchschneiden die von Geschäftigkeit, Möwengeschrei, vom Kommen und Gehen, Lachen und Streiten erfüllte Szenerie. Die Quelle der Störung ist ebenso wenig zu übersehen, wie zu überhören: Im Minutentakt halten Limousinen am Landungssteg des Ozeandampfers Gloria N und allmählich versammelt sich eine ungeheure Prominenz. Dort reicht der Intendant der Wiener Oper dem weltberühmten Maestro Albertini die Hand, weiter hinten ergießt sich die große Sopranistin Cuffari in ein markerschütterndes Lamento. Die versammelte Gemeinschaft trägt Trauer, doch statt stiller Andacht gleicht das Bild einem Spektakel. Blitzlichtgewitter, an Geschmacklosigkeit grenzende Extravaganz – kein Zweifel, hier wird nicht der Verlust eines gewöhnlichen Menschen beklagt! Weggefährt*innen, Neider*innen, Liebhaber*innen, die eingebildete Elite aus Kunst, Adel, Geld und Politik – alle sind gekommen, um der unsterblichen Operndiva Edmea Tetua das letzte Geleit zu geben und ihre Asche im Meer zu verstreuen. Etwas abseits des Geschehens winkt der Journalist Orlando, der uns als Chronist mit an Bord der Gloria N nimmt und in die Trauergemeinschaft einführt. Welche Lücke hinterlässt die größte Diva aller Zeiten bei diesen Menschen, die immerzu auf die eigene Inszenierung, die performative Vermarktung einer echten oder rentablen Gefühlsregung bedacht sind, bei denen selbst Trauer zum Wettstreit wird? Als wäre die Unterscheidung von Sein und Schein nicht schwer genug, drängen sich im Verlauf der grotesken Trauerfahrt immer mehr Träume in den Vordergrund und auch die unsterbliche Edmea Tetua verlangt nach ihrem großen Auftritt im Rampenlicht. „Das Schiff der Träume“ nach dem Drehbuch von Federico Fellini wurde als Theaterstoff in einem für die Theaterlandschaft einzigartigen partizipativen Prozess ausgewählt. Unter dem Namen „Rollenwandel“ haben sich abteilungsübergreifend Mitarbeiter*innen des Theaters Konstanz zusammengeschlossen und als Kollektiv den Theaterstoff, die Regie und die Position für das Bühnen- und Kostümbild kuratiert. Unter „Rollenwandel“ versteht sich der Versuch, traditionell hierarchisch geprägte Strukturen des Theaterbetriebs aufzubrechen und in einem pluralen, demokratischen und nachhaltigen Veränderungsprozess weiterzuentwickeln. Die für die Regie ausgewählte Regisseurin Annika Schäfer, der Bühnen- und Kostümbildner Tom Schellmann und das Rollenwandel-Ensemble nehmen Fellinis Filmklassiker als Folie für eine opulente Traum- und Trauerreise, in der Sehnsüchte, die Liebe zur Kunst und Musik, aber auch die Opfer, die das Künstler*innen-Leben erfordert, lustvoll-spielerisch und mit viel Musik erkundet werden. Regie: Annika Schäfer Bühne & Kostüme Tom Schellmann Dramaturgie: Hauke Pockrandt Mit: Michaela Allendorf, Anna Lisa Grebe, Ulrich Hoppe, Odo Jergitsch, Leonard Meschter, Jonas Pätzold
Aufführungen | Schauspiel

Toxic. Britney über Spears

Vorarlberger Landestheater

Sie wurde gefeiert als die Prinzessin des Pops, stürmte die globalen Charts, war die Ikone des noch jungen neuen Jahrtausends. Nichts, so schien es, konnte Britney Spears weltweiten musikalischen Siegeszug aufhalten. Dann der Absturz: Zusammenbruch, Kontrollverlust, Spott, Entmündigung. Unter der Vormundschaft ihres Vaters wurde Britney zu einem Produkt, das sich in allen Kanälen vermarkten ließ: Als Sängerin, als Werbefigur, als Spielzeug in den Zimmern junger Mädchen. Britney Spears war eine Millionärin ohne Geld, eine Künstlerin, die die Massen beherrschte und dabei doch vollkommen entmachtet war. Und die schließlich begann, für ihr Recht und ein selbstbestimmtes Leben zu kämpfen. Wie fühlt ein Mensch, den alle besitzen wollen, der von Kindesbeinen an von Medien und Öffentlichkeit vereinnahmt wurde? Wir versuchen eine Annäherung an die verletzte Seele hinter den Hits und ihr unermüdliches Ringen um Autonomie – natürlich mit Musik! Regie: Agnes Kitzler Bühne und Kostüm: Marina Deronja Dramaturgie: Juliane Schotte Mit: Maria Lisa Huber / Nurettin Kalfa Dauer: ca. 95 Minuten
Aufführungen | Schauspiel

Zehner

Theater Konstanz

Auftragswerk für das Theater Konstanz Sie haben ihn vor sich, den bedeutendsten Sommer ihres Lebens! AC, Jansi, Dario und Naila haben einen Plan: Sie wollen vom Zehn-Meter-Sprungturm springen. Aber das ist nicht nur irgendein Ausflug ins Strandbad, nein. „Der Zehner ist eine Schwelle. Zwischen uns und der Zukunft. Er ist ein Gefühl.“ Doch an dem Tag, an dem die vier ihren Plan umsetzen wollen, hat der Zehner keine Leiter mehr. Der Grund dafür sind die Haushaltskürzungen: Kein Geld, keine Aufsichtsperson, kein Zehner. Die Jugendlichen sind fassungslos. Doch während Naila, Dario und Jansi einen Umgang mit der neuen Situation finden, bleibt AC wütend. Sie kann und will das nicht einfach so akzeptieren. Schließlich geht es nicht nur um den Zehner, es geht um viel mehr. Da muss man doch irgendwas machen! Was heißt das eigentlich, politisch sein? Was bedeutet es für Jugendliche, in unserer Demokratie zu leben? Bei welchen Themen dürfen sie mitreden, mitentscheiden? Wie oft werden sie außen vor gelassen? Wie kann Protest heute aussehen? Fayer Koch hat ein besonderes Theaterstück für das Theater Konstanz geschrieben. Eine Gruppe von 15 jungen Menschen aus Konstanz im Alter von 12-18 Jahren, das „Team Zehner“, hat Fayer dabei unterstützt. Sie haben viel diskutiert, jede Menge Input gegeben, Kritik geübt, konkrete Änderungen vorgeschlagen, an Formulierungen gefeilt, die Charaktere geschärft, Richtungswechsel angegeben. „Zehner“ ist also mehr als ein Theaterstück, es ist ein Projekt der Teilhabe. Regie: Sergej Gößner Bühne & Kostüme: Lukas Fries Musik: Valentin Schröteler Dramaturgie: Romana Lautner Theaterpädagogik: Tanja Jäckel, Denny Renco Theaterpädagogische Begleitung: Team Zehner Tanja Jäckel
Aufführungen | Schauspiel

Bitch Boxer

Vorarlberger Landestheater

Die 21-jährige Chloe boxt, seit sie elf ist, seit die Mutter fortging und ihr Vater sie in die Sporthalle brachte, damit sie ihre Wut an einem Sandsack auslassen konnte. „Frauen können nicht boxen? Werdet ihr schon sehen.“ Denn nun steht sie kurz davor, bei Olympia den Titel im Boxen zu holen. Auch im Privaten läuft es gar nicht schlecht, und mit Jamie hält sogar die Liebe Einzug in ihr Leben – bis dieses eines Tages unerwartet und brutal zuschlägt. Ihren härtesten Kampf wird Chloe außerhalb des Boxrings austragen müssen… In BITCH BOXER erzählt Charlie Josephine die Geschichte einer jungen Frau, die hartnäckig ihren großen Traum verfolgt, koste es, was es wolle. Aber ist wirklich jeder Preis gerechtfertigt? Inszenierung: Michael S. Wilhelmer Bühne und Kostüm: Marina Deronja Dauer: ca. 55 Minuten
Aufführungen | Schauspiel

Die Frau vom Meer

Vorarlberger Landestheater

Ellida Wangel: eine Frau, gefangen in der Enge eines konventionellen Lebens, getrieben von einer unbändigen, unbestimmten Sehnsucht – einer Sehnsucht nach etwas, das sie selbst nicht ganz greifen oder benennen kann. Immer wieder treiben die Gedanken der Arztfrau hinaus zum Wasser, zum wilden Ozean, zum Offenen: zu einer Vergangenheit, die sie nicht loslässt. Erstickt von der Sicherheit und Fürsorge ihres Ehemanns, findet sie sich verfolgt von der Erinnerung an eine alte Liebe. Ein Seemann, der ihr einst ein Versprechen abnahm, ist nach Jahren zurückgekehrt. Und Ellida gelangt an einen Wendepunkt, der ihr Leben und das ihrer Familie für immer verändern kann. DIE FRAU VOM MEER stellt Fragen von existenzieller Dringlichkeit. Was bedeutet es, ein selbstbestimmtes Leben zu führen? Wie viel Freiheit erträgt eine Beziehung? Und kann man sich je ganz von der Vergangenheit lösen? Es geht um Autonomie, das Recht auf einen eigenen Weg, unabhängig von gesellschaftlichen Erwartungen. Doch während Ibsens Protagonistinnen diesen Kampf sonst oft mit Trotz oder offener Rebellion führen, ist Ellidas Konflikt leiser, innerlicher. Ihre Sehnsucht schreit nicht laut hinaus, sie wächst und nimmt nach und nach mehr Raum ein, tief in ihr, Tag für Tag, drängend und unausweichlich. Eine Geschichte von großer emotionaler Wucht. Eine Geschichte über die Suche nach dem Selbst und individueller Freiheit. Eine Geschichte über das, was bleibt, wenn die Wellen sich glätten – und über das, was immer weiterruft. Inszenierung: Danielle Fend-Strahm Bühne und Kostüm: Matthias Strahm Musik: Moritz Widrig Dramaturgie: Tobias Fend Publikumsgespräch: So, 3. Mai, im Anschluss an die Vorstellung, T-Café (Eintritt frei) 2:1-Aktion am So, 3. Mai - Weil‘s zu zweit viel schöner ist! Ihre Begleitung hat freien Eintritt.
Aufführungen | Schauspiel

Wetterfühlig

Vorarlberger Landestheater

Ein nicht abreißender Strom aus Nachrichten und Benachrichtigungen, Stimmen, Meinungen, Interaktionen. Menschen und Medien, Geräusche, Bilder, Bildschirmflimmern: Alles um uns herum ist laut, laut, LAUT – ein permanenter Angriff auf die Sinne, und kaum gibt es noch einen Moment, in dem uns das Außen nicht ins Innere dringt. Der Protagonistin in Bella Angoras WETTERFÜHLIG ist die Welt unerträglich geworden. Zu viele Reize, zu viel Lärm, zu viele Erwartungen. Sie zieht sich zurück, kappt alle Verbindungen und macht ihre Wohnung zur Festung, um sich selbst wiederzufinden – oder überhaupt erst zu entdecken. Während draußen das Leben weitergeht, bleibt ihr eine letzte Verbindung zur Außenwelt: das Wetter. Die Natur, unaufhaltsam und unbeeindruckt von individuellen Sorgen, wird zu ihrem einzigen Ansprechpartner. Der Himmel, der Wind, der Regen – sie liest ihre eigenen Stimmungen in den Witterungen, projiziert ihre Ängste, ihre Hoffnungen in das Wettergeschehen. Sie wird wetterfühlig. Doch während sie ihr Inneres neu kartografiert, stellen sich größere Fragen: Wie bedeutsam ist die Selbstanalyse in Zeiten der Krise? Spielen persönliche Befindlichkeiten überhaupt noch eine Rolle, wenn sich das Klima dramatisch verändert? Ist die Ich-Erkundung nur mehr Luxus? Oder überlebensnotwendig in einer Zeit, die immer mehr Menschen in Erschöpfung und Überforderung treibt? WETTERFÜHLIG ist eine Reise an die Grenzen des Rückzugs – und bewegt sich dabei auf dem Grat zwischen poetischer Innenschau, Gesellschaftskritik und einer wütenden Auseinandersetzung mit einer Welt, die sich selbst aus den Angeln hebt. Inszenierung, Bühne und Kostüm: Bella Angora Musik: Oliver Stotz Video: Sarah Mistura Dramaturgie: Stephanie Gräve Dauer: ca. 55 Minuten

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