Aufführungen / Theater
Vorarlberger Landestheater
Bregenz, Seestr. 2
- Heute: Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch
- Morgen: Die Wald
- Uraufführung: Carl Lampert - Das erste Gebet
- Christmas Singalong
- Der Sandmann
- Wetterfühlig
- velvet nights and broken dreams
- Franz Plunder und seine Abenteuer auf hoher See
- Toxic. Britney über Spears
- Die Bühnentode meiner Mutter
- Vorhang auf!
- Heute Abend: LOLA BLAU
- Faust. Eine Tragödie
- Alice im Land ohne Wunder
- Elektrische Schatten
- Von Mäusen und Menschen
- Die Frau vom Meer
- Bestiarium
- Das Vorarlberger Landestheater Bregenz bietet hochwertige Produktionen von sowohl klassischen als auch zeitgenössischen Stücken.
Aufführungen
| Schauspiel
Aufführungen
| Schauspiel
Die Frau vom Meer
Vorarlberger Landestheater
Premiere: 21.2.2026 Ellida Wangel: eine Frau, gefangen in der Enge eines konventionellen Lebens, getrieben von einer unbändigen, unbestimmten Sehnsucht – einer Sehnsucht nach etwas, das sie selbst nicht ganz greifen oder benennen kann. Immer wieder treiben die Gedanken der Arztfrau hinaus zum Wasser, zum wilden Ozean, zum Offenen: zu einer Vergangenheit, die sie nicht loslässt. Erstickt von der Sicherheit und Fürsorge ihres Ehemanns, findet sie sich verfolgt von der Erinnerung an eine alte Liebe. Ein Seemann, der ihr einst ein Versprechen abnahm, ist nach Jahren zurückgekehrt. Und Ellida gelangt an einen Wendepunkt, der ihr Leben und das ihrer Familie für immer verändern kann. DIE FRAU VOM MEER stellt Fragen von existenzieller Dringlichkeit. Was bedeutet es, ein selbstbestimmtes Leben zu führen? Wie viel Freiheit erträgt eine Beziehung? Und kann man sich je ganz von der Vergangenheit lösen? Es geht um Autonomie, das Recht auf einen eigenen Weg, unabhängig von gesellschaftlichen Erwartungen. Doch während Ibsens Protagonistinnen diesen Kampf sonst oft mit Trotz oder offener Rebellion führen, ist Ellidas Konflikt leiser, innerlicher. Ihre Sehnsucht schreit nicht laut hinaus, sie wächst und nimmt nach und nach mehr Raum ein, tief in ihr, Tag für Tag, drängend und unausweichlich. Eine Geschichte von großer emotionaler Wucht. Eine Geschichte über die Suche nach dem Selbst und individueller Freiheit. Eine Geschichte über das, was bleibt, wenn die Wellen sich glätten – und über das, was immer weiterruft. *2:1-Aktion am So, 3. Mai - Weil‘s zu zweit viel schöner ist! Ihre Begleitung hat freien Eintritt.
Aufführungen
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Von Mäusen und Menschen
Vorarlberger Landestheater
Lennie und George verdingen sich als Tagelöhner im ländlichen Kalifornien, wie viele aber träumen sie den American Dream, glauben an das Versprechen, dass es jedem gelingen kann, ein Leben in Glück und Wohlstand zu führen. Eine Geschichte über die Freundschaft, über das Anderssein, über die Hoffnung auf eine Zukunft ohne finanzielle Not und über eine Welt, die in ihrem Innersten nicht dazu bereit ist, jedem das Erreichen dieser Ziele zuzugestehen: VON MÄUSEN UND MENSCHEN ist sicher das bekannteste Werk des Literaturnobelpreisträgers John Steinbeck. Steinbeck war selbst in den 1920er Jahren als Wanderarbeiter in den USA unterwegs und kannte daher die Mühen und Entbehrungen der Armut gut. So ist VON MÄUSEN UND MENSCHEN auch ein einfühlsames Porträt des Arbeitermilieus in den Zeiten der Wirtschaftskrise – und eine eindringliche Schilderung des Lebens in einer Gesellschaft ohne Mitleid, einer Gesellschaft, die keine Abweichler und Außenseiter duldet. Mit David Kopp / Nico Raschner Inszenierung: Agnes Kitzler Bühne und Kostüm: Marina Deronja Dramaturgie: Elias Lepper Dauer: ca. 70 Minuten
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Alice im Land ohne Wunder
Vorarlberger Landestheater
Schon wieder ist Alice in den Kaninchenbau gefallen. Oder ist sie gar gesprungen? Auf der Flucht vor dem Elternhaus mit all seinen Erwartungen, die an junge Frauen gestellt werden, begibt sich die mittlerweile erwachsene Alice erneut ins Wunderland. Doch sind ihm scheinbar die Wunder abhandengekommen – oder waren sie nie da? Das Patriachart hält beide Welten fest im Griff: Die vermeintliche Freiheit des Wunderlands jedenfalls erschöpft sich in kapitalistischen Spielarten von konventioneller Weiblichkeit, die wundersamer Weise nur von Männern definiert und angeboten werden. Dir gefällt das neueste Staubsaugermodell nicht, Alice? Möchtest du stattdessen vielleicht deinen Körper verkaufen? Bereits 1977 kam Dario Fos und Franca Rames Sammlung an Solostücken NUR KINDER, KÜCHE, KIRCHE, der auch ALICE IM LAND OHNE WUNDER angehört, zur Uraufführung. Fast fünfzig Jahre später sind die Monologe über weibliche Identitäten weiterhin aktuell. Maria Lisa Huber lässt in ALICE IM LAND OHNE WUNDER verschiedene reale Alices und Nicht-Alices zu Wort kommen, die in fiktionalen Reden ihre Vorstellungen des Frauseins präsentieren und diskutieren. Der Frage, ob sich Alices Wunderland auch in unserer Welt wiederfinden lässt, geht sie in ihrer multimedialen Performance anhand von Drohnenaufnahmen aus der Hand von Olga Gubina nach, während Iman Taghadossi live den passenden Soundtrack entwirft. Mit: Maria Lisa Huber / Iman Taghadossi Konzept, Inszenierung und Bühne: Maria Lisa Huber Kostüm: Maria Lisa Huber / Olga Gubina Musik: Iman Taghadossi Video: Olga Gubina / Stefan Kainbacher Licht: Suat Ünaldi Dramaturgie: Juliane Schotte
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Faust. Eine Tragödie
Vorarlberger Landestheater
Kann man, muss man FAUST heute noch spielen? Und ob! Die unermüdliche Suche nach Wissen und Verständnis, die ethischen Dilemmata, die diese Suche begleiten: Hier finden sich tiefe Parallelen zu unseren aktuellen Debatten über Sinn und Moral, zur Suche nach Wahrheit in einer sich zunehmend polarisierenden Welt, dem Verschwimmen der Grenzen zwischen Gut und Böse und der dennoch oft unverrückbaren individuellen Vorstellung davon, was richtig und falsch ist. Inszeniert wird FAUST bei uns von Max Merker, dessen kreative, oft unkonventionelle und mit den Mitteln des Physical Theatre arbeitende Herangehensweise an dramatische Stoffe dem Bregenzer Theaterpublikum durch Produktionen wie ALL YOU CAN BE, KAFKA IN FARBE und FABIAN ans Herz gewachsen ist. Auch heute noch zwingt uns Faust, mit ihm zu suchen, zu fühlen, uns selbst zu erkennen und zu reflektieren – über die oft absurden Widersprüche zwischen menschlichem Wollen und Handeln ebenso wie über die Notwendigkeit von Empathie und Dialog in Zeiten der Unsicherheit und des Wandels. Mit: Rebecca Hammermüller / Aaron Hitz / Milva Stark Inszenierung: Max Merker Bühne und Kostüm: Damian Hitz Dramaturgie: Martin Bieri Publikumsgespräch: Dienstag, 22. April, im Anschluss an die Vorstellung im T-Café (Eintritt frei).
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Toxic. Britney über Spears
Vorarlberger Landestheater
Sie wurde gefeiert als die Prinzessin des Pops, stürmte die globalen Charts, war die Ikone des noch jungen neuen Jahrtausends. Nichts, so schien es, konnte Britney Spears weltweiten musikalischen Siegeszug aufhalten. Dann der Absturz: Zusammenbruch, Kontrollverlust, Spott, Entmündigung. Unter der Vormundschaft ihres Vaters wurde Britney zu einem Produkt, das sich in allen Kanälen vermarkten ließ: Als Sängerin, als Werbefigur, als Spielzeug in den Zimmern junger Mädchen. Britney Spears war eine Millionärin ohne Geld, eine Künstlerin, die die Massen beherrschte und dabei doch vollkommen entmachtet war. Und die schließlich begann, für ihr Recht und ein selbstbestimmtes Leben zu kämpfen. Wie fühlt ein Mensch, den alle besitzen wollen, der von Kindesbeinen an von Medien und Öffentlichkeit vereinnahmt wurde? Wir versuchen eine Annäherung an die verletzte Seele hinter den Hits und ihr unermüdliches Ringen um Autonomie – natürlich mit Musik! Regie: Agnes Kitzler Bühne und Kostüm: Marina Deronja Dramaturgie: Juliane Schotte Dauer: ca. 95 Minuten
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Carl Lampert - Das erste Gebet
Vorarlberger Landestheater
Uraufführung: 17.1.2026 Auch in dieser Spielzeit widmen wir uns wieder einer herausragenden Persönlichkeit der jüngeren Vorarlberger Geschichte – mit einem Stück, dessen Erzählstruktur drei Leben im Gestern und Heute auf schicksalhafte Weise miteinander verknüpft. Zwei jugendliche Straftäterinnen werden inhaftiert. Ihre Angst und ihre Verzweiflung suchen sie mit einem Hörbuch über den seligen Priester Carl Lampert zu bekämpfen – und entdecken dabei ein Schicksal, das sie veranlasst, ihr eigenes Leben und Handeln neu zu betrachten. Der 1894 in Göfis geborene Carl Lampert entschied sich früh für das Priestertum. Geschätzt als kluger Denker, Mann des Volkes und treuer Diener Gottes stieg er in der klerikalen Hierarchie schnell auf und wurde schließlich Provikar der Diözese Innsbruck. Doch mit der NS-Herrschaft und dem „Anschluss“ Österreichs an das Deutsche Reich begann eine Zeit zunehmender Bedrohung. Mit Sorge nahm Lampert wahr, was um ihn herum geschah – die Unterdrückung der Kirche, die Verfolgung von Andersdenkenden. Und er schwieg nicht, sondern bezog Stellung gegen das Regime. Die Gestapo nahm ihn ins Visier, er wurde mehrfach verhaftet. Und man machte ihm Angebote: Seinem Gott entsagen sollte er, ein bürgerliches Leben aufnehmen und Kinder fürs Vaterland zeugen, dann ließe man ihn in Frieden. Lampert blieb unbeugsam. Er wurde nach Dachau deportiert, dann nach Sachsenhausen, wurde zum Spielball der nationalsozialistischen Willkürjustiz. Das Urteil seines Schauprozesses stand von Anfang an fest: Tod durch das Fallbeil. Am 13. November 1944 wurde Carl Lampert in Halle hingerichtet. Das Leben des Carl Lampert: Das ist die Geschichte eines Menschen, der sich selbst in höchster Lebensgefahr weigerte, seine Überzeugungen zu verraten. Sie zeigt die innere Zerrissenheit, die Momente des Zweifels, aber auch die Entschlossenheit eines Mannes, der nicht bereit war, Unrecht hinzunehmen. Eine intensive Reflexion über Zivilcourage, Widerstand und die Frage nach moralischer Verantwortung. Publikumsgespräch: So, 1. März, im Anschluss an die Vorstellung, T-Café (Eintritt frei) *2:1-Aktion am Sa, 28. Februar - Weil's zu zweit viel schöner ist! Ihre Begleitung hat freien Eintritt
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Macbeth
Theater Konstanz
Premiere: 30.01.2026 Macbeth mordet zunächst, um an die Macht zu kommen, später mordet er weiter, um seine Macht abzusichern. Shakespeare erzählt in seiner schottischen Tragödie von einem blutigen, nicht endenden Kreislauf. Macbeth kehrt erfolgreich vom Schlachtfeld zurück, die Gunst seines Königs Duncan ist ihm sicher. Doch dann treffen Macbeth und sein Mitstreiter Banquo auf dem Heimweg vom Schlachtfeld drei Hexen. Ihre Prophezeiungen wecken in Macbeth einen unbändigen Ehrgeiz, stellen sie ihm doch Beförderung und sogar die Königskrone in Aussicht. Kaum sind die Hexen verschwunden, meldet ein Bote des Königs Macbeth die Ernennung zum Than of Cawdor. Wenn sich der erste Teil der Prophezeiung so schnell erfüllt, warum dann nicht noch weiter gehen? Macbeths Machtfantasien lassen sich nicht mehr unterdrücken. Und wo er selbst noch moralische Skrupel hat, räumt Lady Macbeth diese beiseite. Der Preis, den das mörderische Paar für seinen Aufstieg zahlt, ist hoch. Shakespeare-Forscher Jan Kott hat die Eigendynamik, die Macbeths Handeln erfasst, prägnant beschrieben: „Macbeth tötet den rechtmäßigen Herrscher. Er muss die Zeugen des Verbrechens töten und die, die ihn verdächtigen. Er muss die Söhne und die Freunde derer töten, die er zuvor hat töten lassen. Dann muss er alle töten, denn alle sind gegen ihn.“ Wie ist eine Welt beschaffen, in der ein Aufstieg mit einem derartigen Gewaltausbruch verknüpft ist? Shakespeare zeigt Macbeth nicht einfach als ein Monster, sondern er konfrontiert uns mit einem Menschen, der sein Innerstes vor uns offenbart. Regie: Abdullah Kenan Karaca Bühne & Kostüme Elena Scheicher Musikalische Leitung: Lutz Gallmeister Dramaturgie: Hauke Pockrandt Mit: Patrick O. Beck, Zoubeida Ben Salah, Jasper Diedrichsen, Thomas Fritz Jung, Sylvana Schneider
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| Aufführung
Narrenspiel 2026
Theater Konstanz
Das Konstanzer Narrenspiel – Ein Vierteljahrhundert Fasnacht vom Feinsten! Seit nunmehr 25 Jahren ist das Konstanzer Narrenspiel das Herzstück der Bühnenfasnacht in Konstanz. Gemeinsam mit unseren Freunden von der Narrengesellschaft Kamelia-Paradies präsentieren wir Ihnen jedes Jahr ein neues, spannendes Motto. Freuen Sie sich auf sechs mitreißende Vorstellungen im Unteren Konzilssaal, die Sie mit einem abwechslungsreichen Programm und musikalischen Höhepunkten begeistern werden. Auf unserer Bühne erleben Sie die großen Stars der Konstanzer Bühnenfasnacht, darunter Norbert Heizmann, Hans Leib, Claudia Zähringer, Christiana Gondorf, Simon Schafheitle, Martin Tschaki, Bubi Kreuz und viele weitere Talente. Saalöffnung ist jeweils eine Stunde vor Vorstellungsbeginn.
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Die Tiefe
Theater Konstanz
Ein Haus voller Geschichten lässt die Anthropologin Alicja auf Generationen ihrer Familie und die damit verbundenen historischen Epochen zurückblicken. Alicja betritt das Haus ihrer Familie, um es auszuräumen und anschließend zu verkaufen. Während sie Kiste um Kiste, Schrank um Schrank und Etage um Etage durchforstet, begegnen ihr unzählige Geschichten. Vor ihren Augen erscheinen mehrere Generationen ihrer Familie, die die wechselvolle Historie des ehemaligen Ostpreußen widerspiegeln. Über Jahrhunderte mischten sich polnische, masurische, deutsche und litauische Identitäten. Erzählt werden die Geschichten von Oma Janka, der aristokratischen Gudrun und ihrem Geliebten Max, einem deutschen Chirurgen, von Tante Gertraud und Jankas Sohn Wolf. Wir verfolgen verschiedene Epochen: den Zweiten Weltkrieg, den Untergang von Königsberg und Rastenburg, die sowjetische Invasion, die Entwicklung des kommunistischen Polens bis hin zur Gegenwart, in der die Region mit einer neuen politischen Krise konfrontiert ist. Am Ende dieses Stammbaumes steht Alicja, die Jüngste der Familie, die sich von diesen Geschichten lösen und den Verkauf des Familienhauses verkraften muss. Der in Polen vielfach nominierte und ausgezeichnete Debütroman „Toń“ der Schriftstellerin Ishbel Szatrawska von 2023 erscheint im Herbst 2025 unter dem Titel „Die Tiefe“ in der Übersetzung von Andreas Volk im Verlag Voland & Quist. Zeitgleich bringt Regisseur Alek Niemiro die Erzählung über das bisher Ungesagte am Theater Konstanz zur Uraufführung und widmet sich damit seinem Interessenschwerpunkt: der polnisch-deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts. REGIE: Alek Niemiro BÜHNE & KOSTÜME: Laura Trilsam DRAMATURGIE: Annika Hilger
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| Schauspiel
»Kunst«
Theater Konstanz
Manchmal ist es besser, direkt zu sein und nicht lange um den heißen Brei herumzureden. „Merde“ ist allerdings nicht die Reaktion, die Serge erwartet hat, als er seinem Freund Marc sein neu erstandenes Gemälde präsentiert. Vielleicht wollte Serge auch ein bisschen mit dem Bild angeben – schließlich hat er ja auch ein Vermögen dafür ausgegeben. Aber dass Marc gleich an seiner mentalen Gesundheit zweifelt, geht dann doch zu weit. Ob es daran liegt, dass das Ölgemälde auf den ersten Blick nur eine weiße Fläche zeigt? Als sie ihren gemeinsamen Freund Yvan hinzuziehen, hoffen sowohl Marc als auch Serge, dass dieser für sie Partei ergreift. Doch stattdessen wird das Bild zur Zerreißprobe für ihre Freundschaft. Denn obwohl es bald gar nicht mehr um die Kunst geht, explodiert der Konflikt zwischen den drei Männern, ohne Rücksicht auf Verluste, in alle Richtungen. Alles landet auf dem Tisch, was am anderen schon immer gestört hat. Mit einem feinen Gespür für Zwischentöne und dem Wissen um die Kraft des Humors blickt Regisseurin Christina Rast zusammen mit ihrer Ausstatterin Franziska Rast auf diese in die Jahre gekommene Männerfreundschaft. Das Kunstwerk dient als Katalysator: Christina Rast stellt die drei Männer, ihre Gefühle, ihren gesellschaftlichen Status und auch ihre Freundschaft auf den Prüfstand. Eine wortgewandte Komödie über die Halbwertszeit von Freundschaften für ein mitreißendes Schauspieler-Trio. »Kunst« von Yasmina Reza. Deutsch von Eugen Helmlé. Regie: Christina Rast Bühne & Kostüme Franziska Rast Dramaturgie: Carola von Gradulewski Mit: Patrick O. Beck, Ingo Biermann, Thomas Fritz Jung Dauer: ca. 1:35 h, keine Pause
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| Film
Von der Rolle: "Ein Tag ohne Frauen"
Theater Konstanz
Am 24. Oktober 1975 legten über 90 Prozent der weiblichen Bevölkerung Islands die Arbeit nieder. Sie weigerten sich, im Büro zu arbeiten, zu kochen oder sich um die Kinder zu kümmern. Mit dem Streik wollten die Frauen beweisen, wie wichtig die weibliche Hälfte der Gesellschaft für das Wohl aller ist. In dem Film "Ein Tag ohne Frauen" erzählen die Aktivistinnen von damals die Geschichte dieses bedeutsamen Tages, der die isländische Gesellschaft nachhaltig veränderte. Im Anschluss an die Filmvorstellung geben Regisseurin Franziska Autzen und Dramaturgin Carola von Gradulewski Einblicke in die Theaterproduktion "Und alle so still". Filmvorführung in Kooperation mit dem Zebra Kino im Rahmen von "Und alle so still"- Dokumentarfilm von Pamela Hogan, Island/USA 2024 Dauer 75 Minuten Filmdauer, anschl. Nachgespräch.
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| Schauspiel
Vater (Le Père)
Theater Konstanz
Spannender Psychothriller, anrührendes Porträt eines an Alzheimer Erkrankten und Psychogramm einer schwierigen VaterTochterKonstellation – Florian Zeller lässt uns eintauchen in die Welt des Witwers André. Dem pensionierten Witwer André ist es vollkommen unverständlich, warum seine Tochter Anne ihm unbedingt eine Pflegerin aufschwatzen will. Noch hat er schließlich ein Gedächtnis wie ein Elefant und kommt fabelhaft alleine zurecht. Er wäre doch der Erste, der um Hilfe bitten würde, sollte er tatsächlich in Schwierigkeiten sein. Da eröffnet ihm seine Tochter aus heiterem Himmel, dass sie nach London zu ihrer Liebe ziehen will. Und wer bitte ist dann der Mann, der immer mal wieder in seiner Wohnung auftaucht? „Irgendetwas Seltsames passiert. Als hätte ich kleine Löcher. Im Gedächtnis. Kriegt keiner mit. Winzig klein. Mit bloßem Auge nicht zu sehen. Aber ich, ich spüre es …“ Der französische Autor Florian Zeller erzählt von den Ängsten und der Verzweiflung eines an Demenz erkrankten Menschen – nicht linear, sondern in einer Abfolge raffiniert verschachtelter Szenen. Er lädt uns ein, den Prozess des Vergessens und Hinübergleitens in ein anderes Leben unmittelbar aus der Perspektive eines Betroffenen zu erleben. Ein mutiges Stück, das sich einfühlsam und eindringlich dieses Themas annimmt und uns zum Perspektivwechsel einlädt. Am Theater Konstanz werden Regisseurin Mia Constantine und Ausstatter*in Johann Brigitte Schima die emotionalen und psychosozialen Dimensionen der Geschichte ausloten. Mit freundlicher Unterstützung der Theaterfreunde Konstanz e.V. Regie: Mia Constantine Bühne & Kostüme: Johann Brigitte Schima Dramaturgie: Annika Hilger
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| Schauspiel
Und alle so still
Theater Konstanz
Premiere: 13.12.2025 Es ist ein stummer Protest, genährt aus Erschöpfung und Resignation. In wenigen Tagen gerät die Welt aus dem Takt, als Frauen sich reglos auf Straßen und Plätze legen. Binnen kürzester Zeit zwingen sie den gesellschaftlichen Alltag in die Knie. Inmitten dieses Protestes kreuzen sich die Wege von Elin, Nuri und Ruth. Elin sieht sich als erfolgreiche Influencerin mit misogynem Hass im Netz konfrontiert. Nuri zwingen prekäre Lebensbedingungen jeden erdenklichen Job anzunehmen. Ruth arbeitet als Pflegefachkraft im Krankenhaus und ihr Pflichtgefühl scheint unerschöpflich zu sein. Sie entdecken eine Verbindung darin, nicht gesehen und nicht gehört zu werden. Ihre Schicksale werden zu universellen Erzählungen ungleich verteilter Macht. Vereint im stillen Protest lassen Frauen die Welt spüren, was passiert, wenn sie nicht mehr bereit sind, im Beruflichen wie im Privaten, zu erfüllen, was von ihnen erwartet wird. "Und alle so still" hält in der Gesamtheit der ausgeleuchteten Perspektiven viel mehr bereit als eine Dystopie oder Utopie. Es ist eine Einladung, die Welt mit anderen Augen zu sehen. Regie: Franziska Autzen Bühne & Video: Ute Radler Kostüme: Benjamin Burgunder Musik: Chris Lüers Dramaturgie: Carola von Gradulewski
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| Schauspiel
Der Sandmann
Vorarlberger Landestheater
Als ein eher beiläufiges Ereignis alte Wunden aufreißt, begibt sich der junge Student Nathanael auf die Spur des Sandmanns, einer rätselhaften Gestalt aus seiner Kindheit. Die Reise führt tief in sein Unterbewusstsein und legt düstere Erinnerungen, Ängste und nicht verwundene Traumata frei. Doch einmal losgelassen, kriechen die Schreckgespenster der Vergangenheit aus den Tiefen der Psyche hervor, überwinden die Grenzen von Zeit, Raum und Phantasie und reißen Nathanael mit sich in den Abgrund. E.T.A. Hoffmanns schaurige Erzählung DER SANDMANN erschien 1816 im ersten Band des Erzählzyklus‘ Nachtstücke . Mit seinem Fokus auf die seelischen Vorgänge Nathanaels verhandelt Hoffmann moderne Themen wie Realitätsverlust und Identitätsfragen und legt damit den Grundstein für zahlreiche Bearbeitungen und Adaptionen bis in die heutige Zeit. Regie: Maria Lisa Huber Bühne und Kostüm: Crystin Moritz Dramaturgie: Juliane Schotte Choreographie: Silvia Salzmann Regieassistenz und Abendspielleitung: Norah Lenz Dauer: ca. 65 Minuten
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Bitch Boxer
Vorarlberger Landestheater
Die 21-jährige Chloe boxt, seit sie elf ist, seit die Mutter fortging und ihr Vater sie in die Sporthalle brachte, damit sie ihre Wut an einem Sandsack auslassen konnte. „Frauen können nicht boxen? Werdet ihr schon sehen.“ Denn nun steht sie kurz davor, bei Olympia den Titel im Boxen zu holen. Auch im Privaten läuft es gar nicht schlecht, und mit Jamie hält sogar die Liebe Einzug in ihr Leben – bis dieses eines Tages unerwartet und brutal zuschlägt. Ihren härtesten Kampf wird Chloe außerhalb des Boxrings austragen müssen… In BITCH BOXER erzählt Charlie Josephine die Geschichte einer jungen Frau, die hartnäckig ihren großen Traum verfolgt, koste es, was es wolle. Aber ist wirklich jeder Preis gerechtfertigt? Inszenierung: Michael S. Wilhelmer Bühne und Kostüm: Marina Deronja Dauer: ca. 55 Minuten
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Transit
Vorarlberger Landestheater
Die Welt ist in Bewegung. Grenzen werden gezogen, verschoben, geschlossen. Menschen irren zwischen ihnen umher, gefangen im Dazwischen. In TRANSIT, Anna Seghers’ beklemmendem Roman über Flucht und das Gefühl des Verlorenseins, spiegelt sich ihre eigene existenzielle Erfahrung wider: ein Schwebezustand zwischen Aufbruch und Ankunft, zwischen Stillstand und Zuversicht. Ein namenloser Erzähler gelangt auf der Flucht vor den Nationalsozialisten nach Marseille. Eine Stadt, die zum Sammelbecken all jener geworden ist, die hoffen: auf ein Schiff, ein Visum, eine Weiterreise. Doch der Wartesaal wird zum Labyrinth. Zwischen Botschaften, Papierstapeln und endlosen Behördengängen verlieren sich die Menschen nicht nur im bürokratischen Wahnsinn, sondern auch in ihren eigenen Geschichten. Jeder ist auf der Durchreise, alle sind unterwegs, und doch scheint niemand wirklich fortzukommen. Seghers‘ Marseille: das Abbild einer Welt, in der das persönliche Schicksal von Papieren abhängt, in der Identitäten flüchtig sind und jeder Neuanfang sich so lange verzögert, bis er sich schließlich als Illusion entpuppt. Unsere Bühnenfassung von TRANSIT trägt Seghers’ Erzählung in eine Gegenwart, in der sich Menschen weiterhin auf der Suche nach Sicherheit und Zugehörigkeit zwischen Grenzen bewegen. Es geht um Flucht als existenziellen Zustand, um das Gefühl, in der Schwebe zu leben – ohne Vergangenheit, ohne Zukunft. Es geht um die Ungewissheit, das Festgesetztsein zwischen den Stationen eines Lebens, das sich nicht mehr selbstbestimmt steuern lässt. Die Stadt selbst wird zur Bühne eines absurden Schauspiels aus Hoffnungen und Enttäuschungen, Träumen und Realitäten. Live-Musik: Marcello Girardelli / Martin Grabher / Oliver Rath Inszenierung: Stephanie Gräve Bühne*: Luisa Costales Pérez-Enciso / Stephanie Gräve Kostüm: Luisa Costales Pérez-Enciso Musik: Oliver Rath Video: Sarah Mistura Licht: Tom Barcal Dramaturgie: Juliane Schotte *Mit einem Element aus dem Bühnenbild der Produktion ERDBEBEN IN LONDON: Tatjana Kautsch Dauer: ca. 110 Minuten
Aufführungen
| Tanz
making a sullen roar (as the wind does)
Theater Konstanz
Kollektiv "dance me to the end" & Fabrice Mazliah Das Stück wurde vom Choreografen Fabrice Mazliah für und mit einem Schweizer Kollektiv von Künstler*innen zwischen 60 und 70 Jahren entwickelt. Im Zentrum steht ihre kollaborative Erforschung von 27 Emotionen. Die Stimmen und Bewegungen der Performenden wandeln sich wie Wetterlagen und lassen unterschiedliche Atmosphären entstehen: roh, poetisch und unvorhersehbar. Konzept Fabrice Mazliah Choreografie Fabrice Mazliah in Zusammenarbeit mit dem Kollektiv Kostüme Zuzana Ponicanova Performance Angelika Ächter, Jeanette Engler, Gisa Frank, Anna Huber, Tina Mantel, Angela Stöcklin, Katharina Vogel, Ivan Wolfe Preise regulär 25 bis 30 € / ermäßigt 30 % Rabatt auf den Vollpreis
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| Schauspiel
Glaube Liebe Hoffnung
Glaube Liebe Hoffnung
oder Leistung muss sich leider lohnen
Theater Konstanz
Auftragswerk für das Theater Konstanz Autorin Gerhild Steinbuch entwickelt einen Roadtrip durch ein Deutschland an den Rändern der Demokratie, in dem Elisabeth nach einer fristlosen Kündigung nicht in einer destruktiven Spirale abwärts fährt, sondern in Höchstgeschwindigkeit nach vorne rast. Wenn Elisabeth ein Talent hat, dann ist es das Dagegenhalten. Gegen autoritäre Arbeitgeber*innen und widrige Bedingungen, gegen schlechte Bezahlung und Personalmangel. Als sie ihren Job in einer Wohngruppe verliert, beschließt sie, dass Schluss ist: Schluss mit der Abhängigkeit, Schluss mit der Ausbeutung von Betreuer*innen und Betreuten, Schluss mit der ganzen kalten Vernunft. Aber woher das Geld nehmen für den anderen Entwurf, und wie sähe dann das neue Leben aus? Gerhild Steinbuch führt Elisabeth raus aus der Enge, in der nichts reicht, vor allem sie nicht, raus aus den sich ewig wiederholenden Geschichten von Arbeit und Ausbeutung – und raus aus ihrem Körper: sichtbar genug, um im Weg rumzustehen und anzuecken, unsichtbar genug, um überrannt zu werden. Auf ihrem Roadtrip durch ein ziemlich kaltes Deutschland kurz nach unserer Zeit setzt sie immer wieder neu an, spult zurück, variiert die eigene Geschichte – im ständigen Anerzählen gegen den Punkt, auf den so oft alles hinausläuft: das Aufgeben. Gemeinsam mit Maria, eigenwillige Komplizin, driftet sie durch eine Welt, in der unsere Gegenwart als grelle Geisterbahnfigur am Straßenrand steht oder aus dem Radio knistert – vielleicht noch mit etwas Hoffnung. Auf ein anderes Ende. Mit Nina Mattenklotz wird eine Regisseurin diesen Text uraufführen, die die Infragestellung sozialer Klassen und geschlechterspezifischer Herrschaftsverhältnisse in Familie, Liebe und Arbeit in das Zentrum ihrer Inszenierungen stellt. REGIE: Nina Mattenklotz BÜHNE: Eva Lillian Wagner KOSTÜME: Therese Witt MUSIK: Jacob Stoy DRAMATURGIE: Meike Sasse
Aufführungen
| Schauspiel