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Aufführungen | Schauspiel

Kafka in Farbe

Vorarlberger Landestheater

Premiere: 19.1.2023 «Kafka in Farbe» beginnt im geheimnisvollen «Naturtheater von Oklahoma» aus Franz Kafkas unvollendetem Roman „Der Verschollene“, der 1927 posthum unter dem Titel «Amerika“ erschien. Ein Theater, das «nur heute, nur einmal» spielen wird. Wir begegnen einem jungen Schauspieler – oder ist es Kafka selbst? –, der vom Theaterdirektor des Naturtheaters die Anweisung erhält, den sterbenden Kafka zu spielen. Er legt sich ins Bett, Kafkas Totenbett im Sanatorium, sieht sein Leben an sich vorüberziehen, und schon sind wir mittendrin in der irrlichternden, verschachtelten, hintersinnigen Welt des unvergleichlichen Künstlers, überhaupt: der Kunst. Da sind Kafkas Weggefährten und Lebensgefährtinnen, wie Dora Diamant, Felice Bauer und Milena Jesenská, denen er so viele Briefe schrieb, dass es schien, er liebe die Briefe an die Frauen mehr als sie selbst. Die Bühne ist voll von Kafkas Leben und voll von Figuren aus seinen Romanen und Erzählungen, sie ist eine bürgerliche Version des untergründigen, ausweglosen Raums aus «Der Bau» (schlich da nicht gerade ein Maulwurf über die Bühne?) und eigentlich ist das ganze Stück nichts anderes als eine einzige «Verwandlung». Wir machen es ein bisschen wie der Meister: Logik? Es gibt etwas anderes zu entdecken! Wir tauchen ein in Kafkas Welt hinter der Literatur, die voller Ironie und Komik ist, mit anderen Worten: voller Farbe. In der vergangenen Spielzeit zeigten Max Merker und Aaron Hitz «All you can be! Euridike und Orpheus» am Vorarlberger Landestheater und wenden sich nun mit ihrer physisch-poetischen Erzählweise Kafka zu: dem unerkannten Komödianten des Unbewussten. Eine Koproduktion von TOBS und dem Vorarlberger Landestheater. Inszenierung: Max Merker
Aufführungen | Film

Schachnovelle

Kunsthaus Bregenz

Der inhaftierte Notar Josef Bartock lässt sich auf eine Partie Schach mit dem Gestapo-Mann Franz-Josef Böhm ein, um der psychischen Folter in Einzelhaft standhalten zu können. Das Filmforum zeigt die spannende Verfilmung von Stefan Zweigs letztem und bekanntesten Werk Die Schachnovelle. Dauer: 112 Min., Regie: Philipp Stölzl, 2021 Eine Kooperation mit dem Filmforum Bregenz Beitrag: € 9 Tipp! Freier KUB Eintritt mit der Kinokarte vom 19. bis 22. Januar 2023
Aufführungen | Schauspiel

Zwei Frauen, ein Leben

Vorarlberger Landestheater

Eine Frau bereitet sich auf ein Interview vor, blättert dabei in den Gedichten ihres Mannes Kundeyt Şurdum. Sie möchte nicht im Vordergrund stehen und versucht das Interview in seine Richtung zu lenken, denn er war zu Lebzeiten ein bekannter Dichter und ist es heute noch. Als statt des Journalisten eine jüngere Frau auftaucht, vermischen sich die Zeitebenen, wie auch die Fragen um Migration, Heimatlosigkeit und Zukunftsträume. Nach und nach wird deutlich, dass sie aus unterschiedlichen Perspektiven auf ein und dasselbe Leben blicken – oder doch nicht? Mit seinen in deutscher Sprache verfassten Gedichten trat Kundeyt Şurdum Mitte der 70er Jahre in Vorarlberg erstmals literarisch in Erscheinung. Hierher war er mit seiner Frau Ayşe 1971 aus der Türkei gekommen. Als Lehrer, Dolmetscher, Radiomacher, Autor und Chefredakteur der Zeitschrift „BiZ Dergisi“ wird er zu einer herausragenden Persönlichkeit Vorarlbergs und zu einer wichtigen Bezugsperson für viele, die Erfahrungen der Migration, der Neuorientierung an einem neuen Ort, den Verlust der Heimat und das Leben „Unter einem geliehenen Himmel“, so der Titel von Şurdums erstem Gedichtband, teilen. Einmal mehr bringt das Vorarlberger Landestheater eine Auseinandersetzung mit einer Persönlichkeit aus der Region auf die Bühne, um gesellschaftspolitisch relevante Fragestellungen auch für die Gegenwart aufzuwerfen. Inszenierung: Suat Ünaldi Bühne und Kostüm: Mandy Hanke Dramaturgie: Ralph Blase
Aufführungen | Schauspiel

Wunsch und Widerstand

Vorarlberger Landestheater

Premiere: 11.2.2023 Die Biografie von Max Riccabona ist kaum zu fassen: Als Soldat der Wehrmacht im Frankreichfeldzug. Später aufgrund seiner Familiengeschichte nach den Nürnberger Rassengesetzen als „jüdischer Mischling“ diskriminiert und ohne Prozess und Urteil im KZ Dachau inhaftiert. Rechtsanwalt in der Kanzlei seines Vaters einerseits. Aber auch schlitzohriger Provokateur, der sich der ungeliebten Rolle als Pflichtverteidiger zu entziehen wusste. Freidenkender Literaturpreisträger. Dabei psychisch beeinträchtigt und später kurzerhand teilentmündigt. Dass das Leben des in Feldkirch geborenen Schriftstellers und Collagisten so schwer zu greifen ist, liegt nicht nur an den vielen Widersprüchlichkeiten in den gesicherten Daten, die uns zu ihm vorliegen, sondern auch an den Fallstricken, die er uns in unbestätigten Anekdoten und vorgeblich auf Tatsachen beruhenden Erzählungen selbst gelegt hat: Über seine Agententätigkeit für den britischen Geheimdienst. Seine innige Freundschaft zu Joseph Roth. Seine prägende Begegnung mit James Joyce. Zuweilen ein wenig ausgeschmückt, oft übertrieben, manchmal schlicht erfunden? Zerrbilder der Wirklichkeit, die er selbst für real hielt? Oder hat sich am Ende wirklich dieses und jenes genau so zugetragen? Ob real, konfabuliert oder seinem spleenigen Schalk zuzuschreiben: Riccabonas Erinnerungsberichte sind Teil seiner Geschichte, seiner Überlebensgeschichte, der Geschichte seines Kampfes mit sich selbst. Das unfassbare Leben des Max Riccabona – ein Vorarlberger Mysterium, dem wir uns nicht mit den Mitteln der Historiker widmen wollen, sondern mit jenen des Theaters: in Form eines Stückes, das unsere Reihe rund um Vorarlberger Themen fortsetzt. Vermittlungsangebot für Schulen zu WUNSCH UND WIDERSTAND Inszenierung: Stefan Otteni
Aufführungen | Schauspiel

Von Mäusen und Menschen

Vorarlberger Landestheater

Premiere: 3.2.2023 Lennie und George verdingen sich als Tagelöhner im ländlichen Kalifornien, wie viele aber träumen sie den American Dream, glauben an das Versprechen, dass es jedem gelingen kann, ein Leben in Glück und Wohlstand zu führen. Eine Geschichte über die Freundschaft, über das Anderssein, über die Hoffnung auf eine Zukunft ohne finanzielle Not und über eine Welt, die in ihrem Innersten nicht dazu bereit ist, jedem das Erreichen dieser Ziele zuzugestehen: VON MÄUSEN UND MENSCHEN ist sicher das bekannteste Werk des Literaturnobelpreisträgers John Steinbeck. Steinbeck war selbst in den 1920er Jahren als Wanderarbeiter in den USA unterwegs und kannte daher die Mühen und Entbehrungen der Armut gut. So ist VON MÄUSEN UND MENSCHEN auch ein einfühlsames Porträt des Arbeitermilieus in den Zeiten der Wirtschaftskrise – und eine eindringliche Schilderung des Lebens in einer Gesellschaft ohne Mitleid, einer Gesellschaft, die keine Abweichler und Außenseiter duldet. Mit David Kopp / Nico Raschner Inszenierung: Agnes Kitzler Bühne und Kostüm: Marina Deronja Dramaturgie: Elias Lepper
Aufführungen | Schauspiel

King Kong Vivienne

Vorarlberger Landestheater

Die menschliche Spezies ist zu ganz erstaunlichen Geistesleistungen fähig: Nach nur wenigen Jahrtausenden Entwicklungsgeschichte kommt sie auf die verrückte Idee, mal darüber nachzudenken, ob es nicht eine gute Sache wäre, der mit weiblichen Geschlechtsmerkmalen ausgestatteten Hälfte ihrer Angehörigen ähnliche Rechte zuzugestehen wie dem bis dahin herrschenden und bestimmenden Rest. Ein Vorschlag, der von nicht wenigen eher murrend aufgenommen wird. Sex und Pornografie, Lust und weiblicher Körper: Die junge Schauspielerin Vivienne Causemann erzählt von ihrem Weg zum Frausein im 21. Jahrhundert, davon, Objekt des männlichen Blicks zu sein, von pornografischer Darstellung und sexuellen Erwartungen. Dabei legt sie rohe Erfahrungen frei: wie Frauen ihrer Entfaltungsmöglichkeiten als lebendige und schöpferische Wesen durch gesellschaftliche Normen beraubt werden und welche Strategien und Möglichkeiten der Rebellion dagegen sie selbst entwickelt hat. Ein emanzipatorisches Abenteuer zwischen Essstörung und Rape Culture, zwischen männlicher Machtpose und dem Willen zur Selbstbefreiung. Mit: Vivienne Causemann Inszenierung: Fanny Brunner Regie: Fanny Brunner Bühne & Kostüm: Fanny Brunner, Daniel Angermayr Dramaturgie: Andreas Hutter Ab 14
Aufführungen | Schauspiel

Frida - Viva la vida

Vorarlberger Landestheater

Die mexikanische Malerin Frida Kahlo verkörpert mit ihrer Kunst und ihrem Lebensstil die Selbstbestimmung der Frau in der modernen Gesellschaft und bringt diese Perspektive in die Kunstwelt. Durch ihr Werk und ihre Selbstinszenierung ist sie eine Ikone der Kunst des 20. Jahrhunderts. In ihren künstlerischen Arbeiten berührt sie Tabuthemen – Fehlgeburten, Kinderlosigkeit, die Deformation des eigenen Körpers. Seit ihrer Kindheit begleiteten sie körperliche Schmerzen und Einschränkungen: Von einer Kinderlähmung blieb ihr ein verkürztes, schwächeres Bein, die Folgen eines grausamen Busunfalls forderten lebenslänglich ihre Kräfte heraus – Schicksalsschläge prägten und verfärbten ihr Leben. In ihrem politischen Engagement zeigte sie Begeisterung für den Kommunismus. Intensiv kümmerte sie sich um Leo Trotzki, als der sich im Exil in Mexiko befand. Ihre Beziehung mit dem zwanzig Jahre älteren Diego Rivera, Mexikos ebenso gefeierten Maler, ist intensiv und wechselhaft – er ist Gefährte und Konkurrent, den sie als 22jährige heiratete und nach zwischenzeitlicher Trennung 1940 gleich ein zweites Mal. Mit: Vivienne Causemann - Frida Kahlo Inszenierung: Maria Lisa Huber Regie und Kostüm: Maria Lisa Huber Bühne: Ramona Bereiter
Aufführungen | Schauspiel

Nora oder Ein Puppenhaus

Vorarlberger Landestheater

Ein Stück aus dem ausgehenden 19. Jahrhundert, eine Geschichte, die altbekannt, aber bis heute ebenso spannend wie berührend, ebenso aufwühlend wie provozierend ist: Ibsens Nora ist eine junge Frau, die im goldenen Käfig der Illusion lebt und nicht sie selbst sein darf. Erst durch eine böse Erpressung wird sie sich dessen bewusst und wächst über sich selbst hinaus - zahlt jedoch einen hohen Preis für ihre Freiheit, denn die Gesellschaft ist noch nicht weit genug dafür. Doch was ist Ursache der Unfreiheit? Die „Hausfrau“ und der „männliche Brotverdiener“ sind auch heute noch allzu oft Wirklichkeit - wo liegen die Wurzeln dieser Dualität? Was diesem Rollenverständnis vorausgeht, lässt sich an den Figuren von Nora und Torvald Helmer gut erkennen. Nora hat nie anderes gelernt, als die „Hausfrau“ von „Brotverdiener“ Torvald zu sein, keine eigene Ausbildung genossen. Diese Form von Weiblichkeit galt im Patriarchat des 19. Jahrhunderts als „natürlich“. In ganz Europa kam es in dieser Zeit zu großen politischen, ökonomischen und sozialen Veränderungen, der Kapitalismus entwickelte sich rasant. Der Haushalt, mithin die Frauen, waren dafür verantwortlich, die Rahmenbedingungen für ein funktionierendes System zu schaffen und bekamen dafür keine Anerkennung. Die kluge Nora weiß um diese Situation, spielt das Spiel mit im Vertrauen auf einen anderen Tauschhandel: dass Torvald ihr gegenüber im Notfall absolut loyal sein wird. Als sich jedoch der Krimi von Verrat und Erpressung entwickelt, muss sie eine bittere Enttäuschung erleben... Inszenierung: Birgit Schreyer Duarte Bühne und Kostüm: Bartholomäus Martin Kleppek Choreografie: Silvia Salzmann Musik: Oliver Rath Licht: Simon Tamerl Dramaturgie: Elias Lepper
Aufführungen | Tanz

ALLES NUR LEMMINGE

Vorarlberger Landestheater

Jeder von uns ist ein wenig anders als die anderen. Wir sehen unterschiedlich aus, mögen unterschiedliche Sachen und haben Unterschiedliches erlebt. Unterschiedliche Körper mit unterschiedlichen Fertigkeiten, äußerlichen, sozialen und kulturellen Merkmalen, Vorlieben und Handlungsspielräumen bilden das Spielfeld dieser neuen Gruppenchoreografie. Das neue Tanztheater von Silvia Salzmann fordert und fördert die Andersartigkeit und Einzigartigkeit jedes Einzelnen. Das Thema Ausgrenzung und Mobbing ist präsent. Wer ist hier richtig, wer verhält sich richtig, handelt richtig, agiert richtig, kleidet sich richtig? Und was ist, wenn nicht? Was nicht passt, wird passend gemacht. Damit alle konform und „brav“ gemeinsam als Lemminge gegen die Wand rennen können … Weitere Infos, Bilder und Trailer auf: silviasalzmann.com Dauer: ca. 40 Minuten
Aufführungen | Schauspiel

TSCHERNOBYL/MY LOVE

Vorarlberger Landestheater

Aus: Swetlana Alexijewitsch "Tschernobyl. Eine Chronik der Zukunft" Und plötzlich sind sie wieder da, die Bilder der Sperrzone um das Atomkrafwerk Tschernobyl. Bestürzt und fassungslos über den Rigorismus des russischenMachthabers und das gegenwärtge Elend der ukrainischen Bevölkerung, beleuchten wir mit dem Soloabend tschernobyl/mylove das Schicksal einer Betrofenen desbisher grössten Unfalls in der Geschichte der Kernenergie. In der Nacht vom 26. April 1986 ist Wassili Ignatenko unter den ersten Feuerwehrmännern vor Ort. Block 4 ist explodiert. Keiner spricht von radioaktver Strahlung. Wenige Kilometer enternt wartet seine Frau Ljudmila auf seine Rückkehr. Doch die Männer werden nach ihrem Einsatz isoliert, dann in ein Krankenhaus nach Moskauausgefogen. Ljudmila lässt sich weder von Soldaten noch von den Ärztnnen und Ärzten verjagen.Sie verschweigt sogar ihre Schwangerschaf, denn sie will bei ihrem Mann sein. DieLiebe lässt ihr keine andere Wahl. Das 1997 erschienene Buch «Tschernobyl. Eine Chronik der Zukunf» der Nobelpreisträgerin Swetlana Alexijewitsch gehört zu den wichtgsten Dokumenten der Atomkatastrophe von 1986. TSCHERNOBYL/MY LOVE erzählt von den verheerenden Auswirkungen der Reaktorkatastrophe in der Ukraine anhand der Erlebnisse von Ljudmila Ignatenko. Eine Geschichte des Zerfalls und der Liebe. In Zusammenarbeit mit dem Musiker Robert Aeberhard werden verborgene Innenwelten ausgelotet, die durch Töne und Licht sichtbar werden. Nach dem Solostück «Anna Politkowskaja», zeigt Kornelia Lüdorf mit TSCHERNOBYL/MY LOVE einen weiteren intensiven Soloabend. Auführungsrechte: LITERARY AGENCY GALINA DURSTHOFF Mit Kornelia Lüdorff Idee: Kornelia Lüdorff / Inszenierung: Annina Dullin-Witschi / Regieassistenz und künstlerische Mitarbeit: Anne-Sophie Mentha / Bühne: Doreen Back / Kostüm: Myeiam Casanova / Musik: Robert Aeberhard / Dramaturgie: Christiane Wagner
Aufführungen | Film

Filmscreening & Talk - Concrete Dreams

Kunsthaus Bregenz

Was entsteht, wenn Architektur und Film aufeinandeartreffen? Über mehrere Jahre hat der Filmemacher Christoph Skofic die architektonischen Besonderheiten des Kunsthaus Bregenz mit seiner Kamera beobachtet und festgehalten. Lichtveränderungen, Details und Orte des Gebäudes, die sich der Wahrnehmung normalerweise entziehen, werden in den filmischen Aufzeichnungen sichtbar. Concrete Dreams – Places. Light. Surfaces. wirft einen ganz eigenen, künstlerischen Blick auf das ikonische Gebäude Peter Zumthors. Anschließend sprechen Christoph Skofic (Filmemacher), Cornelia Baumgartner (Sound Design), Andreas Fogarasi (Künstler), Verena Konrad (vai Vorarlberger Architektur Institut) und Thomas D. Trummer (KUB) über das Verhältnis von Film, Fotografie und Architektur. Filmlänge: 27 Min., mit anschließendem Gespräch Beitrag: € 9, Ort: Metro Kino, Rheinstraße 25, Bregenz Eine Kooperation mit dem Filmforum Bregenz anlässlich des 25-jährigen Bestehens des vai Vorarlberger Architektur Institut und des Kunsthaus Bregenz Tipp! Freier KUB Eintritt mit der Kinokarte vom 24. November bis 1. Dezember 2022
Aufführungen | Schauspiel

Die heilige Johanna der Schlachthöfe

Vorarlberger Landestheater

Als Brecht 1929/30 seine HEILIGE JOHANNA DER SCHLACHTHÖFE – inspiriert von Upton Sinclairs Roman DER SUMPF und unter der Mitautorenschaft von Emil Burri und Elisabeth Hauptmann – verfasste, stand er ganz unter dem Eindruck des New Yorker Börsencrashs, der sich anschließenden Weltwirtschaftskrise und der verheerenden Folgen, die der Zusammenbruch der Märkte für die Menschen, besonders aber für die Arbeiterklasse hatte. Drei Jahrzehnte später wurde das Drama schließlich in der Inszenierung von Gustaf Gründgens erstmalig auf einer Bühne gezeigt. Damals konstatierte Theaterkritiker Johannes Jacobi in DIE ZEIT: Dieses „Zeitstück“ sei tot, veraltet der politische Gehalt, das geschilderte Elend gebe es nicht mehr. Glückliche Wirtschaftswunderzeit. Und heute? Spätestens seit im Laufe der Coronapandemie eine Masseninfektion eher zufällig die katastrophalen Arbeitsbedingungen in einem der größten Betriebe – ausgerechnet! – der Fleischverarbeitungsindustrie Europas in den öffentlichen Blickpunkt rückte, müssen wir fassungslos feststellen: Nichts an Brechts Text ist tot. Nichts daran ist veraltet. Und das Elend ist wieder, ist immer noch da. Entwürdigende Abhängigkeitsgefüge. Moderne Lohnsklaverei. Und wenn Brecht seinen Mauler Mitleid mit dem armen Schlachtvieh heucheln lässt, während er in Wahrheit mit seinem Handeln rein wirtschaftlichem Kalkül folgt, erkennen wir in diesem hundert Jahre alten Stück schon die perfide Mechanik des Greenwashings, mit dem sich Unternehmen aktuell gerne einen verantwortungsbewussten, nachhaltigen Anstrich verleihen. Natürlich ist das Territorium, auf dem wir uns mit dem Stoff bewegen, aber ohnehin viel größer: Wie die scheiternde Heldin Johanna Dark sehen wir uns mit den Fragen danach konfrontiert, ob man die Krumen vom Tisch des Feindes essen soll, ob der Zweck die Mittel heiligt und wie weit Kompromissbereitschaft im Kampf um Veränderung zum Besseren überhaupt führen kann. Inszenierung: Bérénice Hebenstreit Bühne und Kostüm: Mira König Musik: Gilbert Handler Licht: Arndt Rössler Konzeptionelle Mitarbeit: Lisa Mittendrein Dramaturgie: Ralph Blase AB 13 Jahren
Aufführungen | Film

ROBOLOVE

Kunsthaus Bregenz

Der Dokumentarfilm ROBOLOVE verhandelt die Strategien von Männern und Frauen, die an der Entwicklung von androiden Robotern beteiligt sind. Roboter, die vielleicht eines Tages den menschlichen Körper und das menschliche Leben erweitern werden. Regie: Maria Arlamovsky 2019, FSK: 12 Jahre, Dauer: 79 Minuten Beitrag: € 9 Eine Kooperation mit dem Filmforum Bregenz Tipp! Freier KUB Eintritt mit der Kinokarte, gültig vom 22. bis 29. September 2022
Aufführungen | Schauspiel

The ghosts are returning

Vorarlberger Landestheater

Premiere: 5.10.2022 THE GHOSTS ARE RETURNING ist ein gemeinsames Projekt von PODIUM Esslingen mit der GROUP50:50, dem Centre d’Art Waza Lubumbashi und den European Alternatives – in Koproduktion mit CTM Festival Berlin, euro-scene Leipzig, Kaserne Basel und dem Vorarlberger Landestheater. Gefördert im Fonds TURN2 der Kulturstiftung des Bundes – gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Weiterhin gefördert von Pro Helvetia und vom Fachausschuss Tanz & Theater BS/BL. 1952 brachte ein Schweizer Arzt aus der kongolesischen Provinz Ituri sieben „Pygmäen“-Skelette mit nach Hause, die bis heute in den Archiven der Universität Genf lagern. Anders als bei anderen sterblichen Überresten von Menschen aus Afrika – die immer noch zu tausenden in den Archiven europäischer Museen aufbewahrt werden – lassen sich diesen sieben Skeletten Namen, ungefähre Herkunft, Todesdaten und -ursachen zuordnen. Mitglieder des Kollektivs Group50:50 begaben sich auf die Suche: Christiana Tabaro und Michael Disanka aus Kinshasa sowie Elia Rediger und Eva-Maria Bertschy aus der Schweiz versuchten herauszufinden, ob die Nachfahren dieser sieben Verstorbenen die Skelette ihrer Ahnen zurückhaben möchten – und wie sie mit diesem Erbe umgehen wollen. Schließlich kehren nach dem Glauben der Mbuti, dem nomadischen Volk, dem die Verstorbenen einst angehörten und das bis heute verfolgt wird, mit Masken, Schädeln und Skeletten auch die Geister der Toten zurück in die Wälder des Kongos. Aus den Erfahrungen und dem Material, das die Suchenden auf ihrer Reise sammelten, entsteht eine musikalisch-szenische Totenfeier, die sich mit der Rückkehr der sieben Skelette und ihrer Geister auseinandersetzt. Die multimediale Performance mit Künstlerinnen und Künstlern aus dem Kongo und Europa arbeitet intensiv mit Videoeinspielungen und soll später auch im Kongo gezeigt werden. THE GHOSTS ARE RETURNING leistet mit künstlerischen Mitteln einen Beitrag zur aktuellen Debatte über die Restitution geraubter Kulturgüter und menschlicher Überreste. Musikalisch oszilliert die Produktion zwischen den Genres, greift Totenklagen aus der klassischen Musik ebenso auf wie traditionelle kongolesische Musik, die bei Totenfeiern gespielt wird, und setzt sich mit den uralten polyphonen Gesängen der Mbuti auseinander, die – lange bevor in Europa mehrstimmige Requiems komponiert wurden – mit komplexen polyphonen Chorgesängen ihre Toten ehrten.
Aufführungen | Theater

Was sagt Anna?

Vorarlberger Landestheater

Literatur Vorarlberg, Vorarlberger Landestheater und Theater am Saumarkt setzen ein Theaterprojekt zum 500 Jahre Jubiläum des berühmten Annenaltar im Feldkircher Dom Ein Altar zählt zum wertvollsten Kulturerbe Vorarlbergs und wird 500 Jahre alt. Nicht nur die Zeit seiner Entstehung voller Umbrüche und Neuanfänge, sondern auch seine wechselvolle Geschichte sind bemerkenswert, seine künstlerische Qualität herausragend. Das von Wolf Huber, dem berühmten Künstler der Donauschule, geschaffene Kunstwerk inspiriert die Autorinnen und Autoren Barbara Herold, Tobias Fend, Katharina Klein und Kadisha Belfiore zu kurzen dramatischen Texten, die von der Regisseurin Lisa-Maria Cerha im Feldkircher Dom mit Schauspielerinnen und Schauspieler des Vorarlberger Landestheaters in Szene gesetzt werden. Mit Maria Lisa Huber / David Kopp / Elke Maria Riedmann Musik: Oliver Rath / Konzept & Regie: Lisa-Maria Cerha Ein ungewöhnliches künstlerisches Statement zu einem besonderen Jubiläum! In Kooperation mit dem Vorarlberger Landestheater.
Aufführungen | Theater

Münsterplatz Open Air 2022: Nosferatu

Theater Konstanz - Sommertheater

Auch diesen Sommer verwandelt sich der Platz wieder in eine fantastische Bühne. Mit der Uraufführung von „Nosferatu“ wird es gruselig vor der geschichtsträchtigen Kulisse des Münsters: Im Jahre 1922 nähert sich Graf Orlok einem hübschen, friedlichen Städtchen am Bodensee. Zeichen und Warnungen zum Trotz glauben alle, die Bedrohung könne ihnen nichts anhaben. Die „Schauermär für Ensemble und Blaskapelle“ sorgt für genüssliches Schaudern und komisch-musikalisches Melodram. Theater auf dem Münsterplatz ist nicht mehr wegzudenken aus dem Konstanzer Kalender und immer ein ganz besonderes Erlebnis – sei es wegen des imposanten Hintergrunds des Münsters, wegen der raffinierten Ausstattung, wegen des großartigen Schauspielensembles oder wegen der unterhaltsamen Inszenierungen an lauen Sommerabenden.
Aufführungen | Film

KUB Sommer Open Air 2022:
Wes Anderson - The French Dispatch

Kunsthaus Bregenz

DE/US 2021 | Dauer: 108 min | OmdU | FSK 12 | Mit: Saoirse Ronan, Timothée Chalamet, Owen Wilson, Tilda Swinton, Bill Murray, Frances McDormand uvm Ennui-sur-Blasé, eine fiktive französische Stadt im 20. Jahrhundert: Arthur Howitzer Jr. (Bill Murray) ist seiner amerikanischen Heimat entflohen. Eigentlich wollte er nur aus seinem Urlaub berichten, doch Howitzer bleibt und ruft aus einer Reihe kurzer Reiseberichte schließlich eine ganze Zeitschrift ins Leben: The French Dispatch. Als der Verleger stirbt, erinnern sich Howitzers Mitarbeiter an drei Geschichten, die sie aus der französischen Provinz für die Welt aufbereiten. © filmcasino.at
Aufführungen | Film

KUB Sommer Open Air 2022:
Wes Anderson - The Royal Tenenbaums

Kunsthaus Bregenz

US 2001 | Dauer: 110 min | OmdU | FSK 12 | Mit: Gene Hackman, Anjelica Houston, Gwyneth Paltrow, Danny Glover, Ben Stiller, Bill Murray, Luke Wilson Einst waren die Kinder der Tenenbaums von Glück und Talent gesegnet. Chas (Ben Stiller) war ein Wirtschaftsgenie, Richie (Luke Wilson) ein umschwärmtes Tenniswunder und Adoptivtochter Margot (Gwyneth Paltrow) schrieb preisgekrönte Drehbücher. Doch mit der Scheidung ihrer Eltern Royal (Gene Hackman) und Etheline (Anjelica Huston) brach eine Welt zusammen. Nun kehrt Royal nach Jahren des Schweigens zu seiner Familie zurück. Er hat Krebs im Endstadium, behauptet er – sagt, dass er nur noch sechs Wochen zu leben habe. Ist das wahr oder nur ein Trick, um sich wieder in den Kreis der Familie einschleichen zu können? © filmcasino.at
Aufführungen | Film

KUB Sommer Open Air 2022:
Wes Anderson - The Grand Budapest Hotel

Kunsthaus Bregenz

US 2014 | Dauer: 100 min | OmdU | FSK 12 | Mit: Ralph Fiennes, F. Murray Abraham, Mathieu Amalric, Adrien Brody, Willem Dafoe, Jeff Goldblum Grand Budapest Hotel erzählt die abenteuerliche Geschichte von Gustave H. (Ralph Fiennes), dem legendären Hotelconcierge eines berühmten europäischen Hotels, und seinem Protegé, dem Hotelpagen Zero Moustafa (Tony Revolori). Beide werden enge Freunde als sie in den Streit um ein großes Familienvermögen und den Diebstahl eines wertvollen Renaissance Gemäldes verwickelt werden. All das passiert zu einer Zeit, in der Kriege ausbrechen und Europa sich vollkommen verändert…. © filmcasino.at Freier Eintritt, ohne Reservierung, freie Platzwahl – »first come, first served« In Kooperation mit dem Filmforum Bregenz
Aufführungen | Schauspiel

Feuersturm

Theater Konstanz

Claudette wäre gern eine gute Mutter, aber die ersten Worte ihres Sohnes lauteten: „Ich werf dich ins Feuer.“ Claudine erzählt ihrem Therapeuten Lügengeschichten über ein Leben, das sie nie gelebt hat. Claudia schreibt sich selbst Briefe, um den Briefträger zu verführen. Claudette, Claudine und Claudia sind Drillinge – und haben keine Chance, ihrem tristen Dasein zu entkommen. Statt einander beizustehen, sind sie mit sich selbst beschäftigt. Sie leiden unter ihrer Beschränktheit, ihrer Mutter und der Welt im Allgemeinen. Carol und Clément sind füreinander bestimmt. Nur hat das Schicksal irgendwas dagegen, dass es klappt. Die beiden Außenseiter suchen nach Erlösung aus ihrer Einsamkeit, Erlösung im anderen. Aber dafür müssen sie mutig sein. Und dann ist da noch Caroline. Sie fühlt sich zu Serienmördern hingezogen und muss sich rückblickend eingestehen, dass sie ihre Kinder immer geliebt hat, es ihnen aber nie zeigen konnte. Wo hat die Heimsuchung all dieser Familienmenschen ihren Anfang? Und welche Rolle spielt dabei der Hammer im Fernsehen? Humorvoll und bösartig zeichnet David Paquet seine skurrilen Figuren auf ihrer vergeblichen Suche nach dem Glück. Er gestaltet das große Menschheitsthema Familie in pointierten Dialogen zwischen griechischer Tragödie und schwarzer Komödie. Der aus Québec stammende Autor David Paquet wurde mit seinen Stücken in Deutschland bereits mit Preisen ausgezeichnet und zu Festivals eingeladen, etwa 2020 zu Theater der Welt. Regie: Sarah Kurze Bühne, Kostüme & Video: Vanessa Vadineanu Musik: Samuel Wiese Dramaturgie: Kristo Šagor

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