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Ausstellungen / Museum Kunsthaus Bregenz Bregenz, Karl-Tizian-Platz
Aufführungen / Konzert solopiano Theater in Kempten Kempten, Poststraße 7-9
Aufführungen / Kabarett Theater Lindau
So 19.4.2026, 20:00 Uhr
Aufführungen / Theater Tamala Theater Compagnie Konstanz, Fritz Arnold-Str. 23
Aufführungen / Theater TAK Theater Liechtenstein Schaan, Reberastrasse 10
Aufführungen / Theater Theater St.Gallen St. Gallen, Museumstrasse 24/25
Aufführungen | Schauspiel

Toxic. Britney über Spears

Vorarlberger Landestheater

Sie wurde gefeiert als die Prinzessin des Pops, stürmte die globalen Charts, war die Ikone des noch jungen neuen Jahrtausends. Nichts, so schien es, konnte Britney Spears weltweiten musikalischen Siegeszug aufhalten. Dann der Absturz: Zusammenbruch, Kontrollverlust, Spott, Entmündigung. Unter der Vormundschaft ihres Vaters wurde Britney zu einem Produkt, das sich in allen Kanälen vermarkten ließ: Als Sängerin, als Werbefigur, als Spielzeug in den Zimmern junger Mädchen. Britney Spears war eine Millionärin ohne Geld, eine Künstlerin, die die Massen beherrschte und dabei doch vollkommen entmachtet war. Und die schließlich begann, für ihr Recht und ein selbstbestimmtes Leben zu kämpfen. Wie fühlt ein Mensch, den alle besitzen wollen, der von Kindesbeinen an von Medien und Öffentlichkeit vereinnahmt wurde? Wir versuchen eine Annäherung an die verletzte Seele hinter den Hits und ihr unermüdliches Ringen um Autonomie – natürlich mit Musik! Regie: Agnes Kitzler Bühne und Kostüm: Marina Deronja Dramaturgie: Juliane Schotte Mit: Maria Lisa Huber / Nurettin Kalfa Dauer: ca. 95 Minuten
Aufführungen | Schauspiel

Ein Sommernachtstraum

Vorarlberger Landestheater

Premiere: 18.6.2026 Die Nacht ist warm und voller Magie, der Wald geheimnisvoll, Schatten flüstern, Licht tanzt zwischen den Bäumen: In Shakespeares Sommernachtstraum vermengen sich Traum und Wirklichkeit, Lust und Verwirrung, Ordnung und Anarchie. Die Liebe stolpert, taumelt, findet sich neu – nichts bleibt, wie es war. Vier junge Menschen zieht es in den Wald, getrieben von Sehnsucht und Neugier, von Leidenschaft und Eifersucht, von Gefühlen, die sie selbst nicht vollständig zu fassen vermögen. Sie suchen sich, verlieren sich, werden manipuliert und getäuscht. Währenddessen geraten die Feenkönigin Titania und ihr Gemahl Oberon in einen Machtkampf, der auch die Menschen seinem Zauber unterwirft, sie in einen Strudel zieht, ihre Welt aus den Angeln hebt. Und mittendrin: eine Truppe von Handwerkern, die versuchen, ein Theaterstück aufzuführen – eine groteske Parodie auf die große Tragödie der Liebe, während um sie herum das Chaos tobt. Doch so traumverloren dieser Wald auch scheint: Die Zauberei entlarvt nur, was in den Menschen ohnehin schon schlummert. Sie verstärkt, verwirrt, bringt ans Licht, was im Verborgenen liegt. Und Shakespeare spielt mit den Regeln der Gesellschaft – er bricht sie, dreht sie ins Absurde, verwirft sie, nur um sie am Ende doch wieder einzufangen. Die Liebenden kehren zurück in ihre Welt, aber sie haben den Wald durchquert, sie haben sich gesehen, verwandelt, erfahren, dass Liebe kein fester Zustand ist, sondern ein ständiges Werden. EIN SOMMERNACHTSTRAUM ist ein Tanz auf dem schmalen Grat zwischen Vernunft und Ekstase, zwischen Kontrolle und Hingabe. Die Welt verlangt nach Ordnung – doch die Liebe folgt nur ihren eigenen Gesetzen. Inszenierung: Angelika Zacek Publikumsgespräch: Fr, 19. Juni, im Anschluss an die Vorstellung, T-Café (Eintritt frei) 2:1-Aktion am Fr, 19. Juni - Weil‘s zu zweit viel schöner ist! Ihre Begleitung hat freien Eintritt.
Aufführungen | Schauspiel

Der Kirschgarten

Theater Konstanz

Premiere: 18.4.2026 Der alte Kirschgarten steht in voller Blüte. Alles scheint noch einmal zu erstrahlen, bevor es vergeht. Eine neue Zeit hat längst begonnen, doch Ranéwskaja und ihre Familie verharren in den Bewegungsmustern einer Welt, die es so nicht mehr gibt. Sie wissen um die veränderten Umstände. Und handeln doch nicht danach. Sie spüren, dass ihr Lebensentwurf brüchig geworden ist und machen dennoch weiter wie bisher. Verschwenderisch. Haltlos. Als ließe sich Stillstand gegen Veränderung verteidigen. Selbst die Natur entzieht ihnen den Boden: Nachtfröste im Mai zerstören die Ernte, das Gut steht vor dem Ruin. Lopachins radikaler Vorschlag, den Kirschgarten zu roden und zu parzellieren, kollidiert mit Ranéwskajas Weigerung, sich der Realität zu stellen. Unter dem Klang fallender Bäume zerbricht nicht nur Besitz, sondern Identität. Henri Hüster und Bea Carolina Remark lesen Tschechows Stück als körperlichen Ausnahmezustand. Ihr Zugriff denkt vom Bewegungsimpuls her: Was geschieht, wenn soziale Gewissheiten kippen? Wenn Körper ins Taumeln geraten? Zwischen Erstarrung und Aufbruch entsteht ein Raum, in dem das Alte bereits verschwunden ist, das Neue jedoch noch keinen Körper gefunden hat. Ein Schwebezustand voller Wucht. Im Rahmen des Bodenseefestivals 2026 „in Bewegung“
Aufführungen | Schauspiel

Die Kinder

Theater Konstanz

Endlich können Hazel und Robin ihren Lebensabend nach der wohlverdienten Pensionierung genießen. Dafür ist das Ehepaar in ein kleines Häuschen direkt am Meer gezogen. Doch die Idylle trügt. In ihrem ehemaligen Arbeitsort, einem nahegelegenen Atomkraftwerk, hat ein Erdbeben samt Flutwelle zum Super-GAU geführt. Anstelle eines beschaulichen Ruhestandes mit auskömmlicher Rente ist ihre Perspektive nun ein Leben nahe einer Sperrzone mit Stromrationierung sowie Wasser- und Nahrungsmittelknappheit. Als dann auch noch Rose, eine Exfreundin von Robin und frühere Arbeitskollegin der beiden, mit einem gewagten Plan vor der Tür steht, droht das Lebenskonzept des Paares komplett aus den Fugen zu geraten: Rose will sich ihrer Verantwortung stellen und fordert die beiden dazu auf, sich ihr anzuschließen. Ensemblemitglied Patrick O. Beck inszeniert Kirkwoods spannungsvollen Thriller und setzt sich mit der Frage nach Schuld und Verantwortung auseinander. Regie: Patrick O. Beck Dramaturgie: Hauke Pockrandt Bühne & Kostüme: Andreas L. Mayer Mit: Michaela Allendorf, Ulrich Hoppe, Jana Alexia Rödiger Dauer ca. 1:30 h, keine Pause
Aufführungen | Schauspiel

Zehner

Theater Konstanz

Auftragswerk für das Theater Konstanz Sie haben ihn vor sich, den bedeutendsten Sommer ihres Lebens! AC, Jansi, Dario und Naila haben einen Plan: Sie wollen vom Zehn-Meter-Sprungturm springen. Aber das ist nicht nur irgendein Ausflug ins Strandbad, nein. „Der Zehner ist eine Schwelle. Zwischen uns und der Zukunft. Er ist ein Gefühl.“ Doch an dem Tag, an dem die vier ihren Plan umsetzen wollen, hat der Zehner keine Leiter mehr. Der Grund dafür sind die Haushaltskürzungen: Kein Geld, keine Aufsichtsperson, kein Zehner. Die Jugendlichen sind fassungslos. Doch während Naila, Dario und Jansi einen Umgang mit der neuen Situation finden, bleibt AC wütend. Sie kann und will das nicht einfach so akzeptieren. Schließlich geht es nicht nur um den Zehner, es geht um viel mehr. Da muss man doch irgendwas machen! Was heißt das eigentlich, politisch sein? Was bedeutet es für Jugendliche, in unserer Demokratie zu leben? Bei welchen Themen dürfen sie mitreden, mitentscheiden? Wie oft werden sie außen vor gelassen? Wie kann Protest heute aussehen? Fayer Koch hat ein besonderes Theaterstück für das Theater Konstanz geschrieben. Eine Gruppe von 15 jungen Menschen aus Konstanz im Alter von 12-18 Jahren, das „Team Zehner“, hat Fayer dabei unterstützt. Sie haben viel diskutiert, jede Menge Input gegeben, Kritik geübt, konkrete Änderungen vorgeschlagen, an Formulierungen gefeilt, die Charaktere geschärft, Richtungswechsel angegeben. „Zehner“ ist also mehr als ein Theaterstück, es ist ein Projekt der Teilhabe. Regie: Sergej Gößner Bühne & Kostüme: Lukas Fries Musik: Valentin Schröteler Dramaturgie: Romana Lautner Theaterpädagogik: Tanja Jäckel, Denny Renco Theaterpädagogische Begleitung: Team Zehner Tanja Jäckel
Aufführungen | Schauspiel

Bitch Boxer

Vorarlberger Landestheater

Die 21-jährige Chloe boxt, seit sie elf ist, seit die Mutter fortging und ihr Vater sie in die Sporthalle brachte, damit sie ihre Wut an einem Sandsack auslassen konnte. „Frauen können nicht boxen? Werdet ihr schon sehen.“ Denn nun steht sie kurz davor, bei Olympia den Titel im Boxen zu holen. Auch im Privaten läuft es gar nicht schlecht, und mit Jamie hält sogar die Liebe Einzug in ihr Leben – bis dieses eines Tages unerwartet und brutal zuschlägt. Ihren härtesten Kampf wird Chloe außerhalb des Boxrings austragen müssen… In BITCH BOXER erzählt Charlie Josephine die Geschichte einer jungen Frau, die hartnäckig ihren großen Traum verfolgt, koste es, was es wolle. Aber ist wirklich jeder Preis gerechtfertigt? Inszenierung: Michael S. Wilhelmer Bühne und Kostüm: Marina Deronja Dauer: ca. 55 Minuten
Aufführungen | Schauspiel

Die Frau vom Meer

Vorarlberger Landestheater

Ellida Wangel: eine Frau, gefangen in der Enge eines konventionellen Lebens, getrieben von einer unbändigen, unbestimmten Sehnsucht – einer Sehnsucht nach etwas, das sie selbst nicht ganz greifen oder benennen kann. Immer wieder treiben die Gedanken der Arztfrau hinaus zum Wasser, zum wilden Ozean, zum Offenen: zu einer Vergangenheit, die sie nicht loslässt. Erstickt von der Sicherheit und Fürsorge ihres Ehemanns, findet sie sich verfolgt von der Erinnerung an eine alte Liebe. Ein Seemann, der ihr einst ein Versprechen abnahm, ist nach Jahren zurückgekehrt. Und Ellida gelangt an einen Wendepunkt, der ihr Leben und das ihrer Familie für immer verändern kann. DIE FRAU VOM MEER stellt Fragen von existenzieller Dringlichkeit. Was bedeutet es, ein selbstbestimmtes Leben zu führen? Wie viel Freiheit erträgt eine Beziehung? Und kann man sich je ganz von der Vergangenheit lösen? Es geht um Autonomie, das Recht auf einen eigenen Weg, unabhängig von gesellschaftlichen Erwartungen. Doch während Ibsens Protagonistinnen diesen Kampf sonst oft mit Trotz oder offener Rebellion führen, ist Ellidas Konflikt leiser, innerlicher. Ihre Sehnsucht schreit nicht laut hinaus, sie wächst und nimmt nach und nach mehr Raum ein, tief in ihr, Tag für Tag, drängend und unausweichlich. Eine Geschichte von großer emotionaler Wucht. Eine Geschichte über die Suche nach dem Selbst und individueller Freiheit. Eine Geschichte über das, was bleibt, wenn die Wellen sich glätten – und über das, was immer weiterruft. Inszenierung: Danielle Fend-Strahm Bühne und Kostüm: Matthias Strahm Musik: Moritz Widrig Dramaturgie: Tobias Fend Publikumsgespräch: So, 3. Mai, im Anschluss an die Vorstellung, T-Café (Eintritt frei) 2:1-Aktion am So, 3. Mai - Weil‘s zu zweit viel schöner ist! Ihre Begleitung hat freien Eintritt.
Aufführungen | Schauspiel

Wetterfühlig

Vorarlberger Landestheater

Ein nicht abreißender Strom aus Nachrichten und Benachrichtigungen, Stimmen, Meinungen, Interaktionen. Menschen und Medien, Geräusche, Bilder, Bildschirmflimmern: Alles um uns herum ist laut, laut, LAUT – ein permanenter Angriff auf die Sinne, und kaum gibt es noch einen Moment, in dem uns das Außen nicht ins Innere dringt. Der Protagonistin in Bella Angoras WETTERFÜHLIG ist die Welt unerträglich geworden. Zu viele Reize, zu viel Lärm, zu viele Erwartungen. Sie zieht sich zurück, kappt alle Verbindungen und macht ihre Wohnung zur Festung, um sich selbst wiederzufinden – oder überhaupt erst zu entdecken. Während draußen das Leben weitergeht, bleibt ihr eine letzte Verbindung zur Außenwelt: das Wetter. Die Natur, unaufhaltsam und unbeeindruckt von individuellen Sorgen, wird zu ihrem einzigen Ansprechpartner. Der Himmel, der Wind, der Regen – sie liest ihre eigenen Stimmungen in den Witterungen, projiziert ihre Ängste, ihre Hoffnungen in das Wettergeschehen. Sie wird wetterfühlig. Doch während sie ihr Inneres neu kartografiert, stellen sich größere Fragen: Wie bedeutsam ist die Selbstanalyse in Zeiten der Krise? Spielen persönliche Befindlichkeiten überhaupt noch eine Rolle, wenn sich das Klima dramatisch verändert? Ist die Ich-Erkundung nur mehr Luxus? Oder überlebensnotwendig in einer Zeit, die immer mehr Menschen in Erschöpfung und Überforderung treibt? WETTERFÜHLIG ist eine Reise an die Grenzen des Rückzugs – und bewegt sich dabei auf dem Grat zwischen poetischer Innenschau, Gesellschaftskritik und einer wütenden Auseinandersetzung mit einer Welt, die sich selbst aus den Angeln hebt. Inszenierung, Bühne und Kostüm: Bella Angora Musik: Oliver Stotz Video: Sarah Mistura Dramaturgie: Stephanie Gräve Dauer: ca. 55 Minuten
Aufführungen | Schauspiel

Wax Traders

Vorarlberger Landestheater

Uraufführung: 9.4.2026 WAX TRADERS erzählt aus dem Leben von zwei waghalsigen Frauen an der Westküste Afrikas, die sich in Zeiten politischer Umbrüche geschickt auf globalen Märkten behaupten, durch koloniale Strukturen bewegen und krassen Ungleichheiten trotzen. Sie treffen auf zwei Handelsreisende, die im Auftrag der Basler Handelsgesellschaft an der sogenannten “Goldküste” ihr Glück suchen. Gemeinsam schaffen sie einen Markt für “African Wax Prints” – farbig bedruckte Baumwollstoffe, die holländische und Schweizer Textilunternehmen entwickeln, indem sie indonesische Muster und Drucktechniken kopieren. In ihrem neuen Musiktheaterstück arbeiten Bertschy und Kossakamvwe mit einem wahrhaft transnationalen Ensemble von Künstler:innen aus Ghana, Côte d’Ivoire, D. R. Kongo und der Schweiz. Inspiriert von traditionellen Erzählformen, getragen von einem Chor dreier Frauen, schaffen sie eine ausufernde Ballade über die jahrhundertealten Handelsbeziehungen zwischen der europäischen Textilindustrie und ihren Kundinnen in Westafrika und erzählen ein Stück Kolonialgeschichte. Regie: Eva-Maria Bertschy Musikalische Leitung und Komposition: Kojack Kossakamvwe Text: Eva-Maria Bertschy / Edwige Dro Bühne: Percy Nii Nortey Kostüm: Austin Nortey Dramaturgie, Übersetzung und Tourmanagement: Luca Maier Lichtdesign und Mitarbeit Bühne: Sylvain Faye Video und Foto: Henry Nelson Dezousa / Kofi Amankwah Produktionsleitung: Camille Florence Jamet WAX TRADERS ist eine Produktion der GROUP50:50 und des Vorarlberger Landestheaters, in Koproduktion mit der Kaserne Basel. Finanziert durch: Fachausschuss Tanz & Theater Basel-Stadt / Basel-Landschaft, Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung, Ernst Göhner Stiftung, Landis & Gyr Stiftung und Anne-Marie Schindler Stiftung. Mit der Unterstützung von: Oskar Hämmerle Gmbh und HOH Hoferhecht Stickereien in Lustenau. 2:1-Aktion am Sa, 30. Mai - Weil's zu zweit viel schöner ist! Ihre Begleitung hat freien Eintritt
Aufführungen | Schauspiel

Das Gesetz der Schwerkraft

Vorarlberger Landestheater

Österreichische Erstaufführung: 11.4.2026 In einer Vorstadt treffen zwei Jugendliche aufeinander, die mit ihrer Identität ringen und auf der Suche sind nach Zugehörigkeit und Akzeptanz: Dom und Fred stehen am Grenzpunkt zwischen Kindheit und Erwachsenwerden, zwischen den Erwartungen, die man an sie stellt, und dem Wunsch, ganz einfach sie selbst zu sein. Dom wurde als Mädchen geboren, fühlt sich aber gar nicht sehr weiblich und will eigentlich von binären Geschlechterzuschreibungen sowieso nichts wissen, Fred mag sich in engen Jeans und mit Schminke am liebsten, auch wenn er nichts anderes will, als dass man ihn „normal“ findet. Ihr Treffpunkt: Eine Klippe mit Blick auf eine Brücke, die zu einer Stadt führt, in der alles möglich scheint – ein utopischer Sehnsuchtsort, an dem sie so sein könnten, wie sie es sich wünschen. Sie schließen einen Pakt: Eines Tages werden sie die Brücke gemeinsam überqueren. Doch die Realität in ihrer Schule und ihrem Umfeld hält sie fest. Mobbing, Unsicherheit und die Angst, nicht akzeptiert zu werden, setzen ihnen zu. Sie kommen sich näher, entfernen sich wieder voneinander, müssen lernen, zu sich selbst zu stehen – auch wenn es schwerfällt. Sylvestres Stück erzählt von Freundschaft, dem Ergründen des eigenen Ichs und dem Mut, unbeirrt seinen Weg zu gehen. Dabei stellt es Fragen nach Zugehörigkeit und Selbstbestimmung, ohne auf vorschnell einordnende Begriffe wie „Transgender“ oder „homosexuell“ zurückzugreifen. Im Mittelpunkt steht dabei immer, was Dom und Fred im Innersten bewegt – so entstehen Momente, in denen die Grenzen zwischen Realität und Sehnsucht verschwimmen. Inszenierung: Michael Schiemer
Aufführungen | Schauspiel

Shosha - Die Geschichte eines jüdischen Hundes mit Tamara Stern

Vorarlberger Landestheater

Premiere: 25.4.2026 Shosha ist eine Hündin. Und sie ist jüdisch. Zumindest sagen das die Menschen, bei denen sie lebt: ihre Familie, die sie liebt. Sie gehört zu ihr, sie gibt Shosha Sicherheit; sie kennt ihre Stimmen, ihre Gerüche, ihren Alltag. Doch etwas verändert sich, im Deutschland der 1930er Jahre. Erst ist es nur ein Tonfall. Dann ein Gesetz. Dann ein Schild am Zaun. Nachbarn schweigen, Türen fallen ins Schloss. Shosha wird von ihrer Familie getrennt, wird weitergereicht, erlebt Fürsorge, Missbrauch, Nähe und Entfremdung. Und wird dabei zum Spiegel einer Welt, in der sich Menschlichkeit Stück für Stück auflöst: eine still erlebende Figur am Rand einer entfesselten Geschichte, die in den Abgrund der Shoah führt. SHOSHA, nach dem Roman A Jewish Dog von Asher Kravitz, erzählt die Jahre des Nationalsozialismus aus der Perspektive eines Tieres und macht so auf ungewöhnliche Weise erfahrbar, was oft sprachlos macht. Es geht um Ausgrenzung und um Loyalität, um die Frage, wer wir sind und wer wir sein dürfen. Shoshas Hundeblick ist klar, offen, frei von Hass. Sie urteilt nicht. Und gerade deshalb zeigt ihre Perspektive mit erschütternder Deutlichkeit, was passiert, wenn Menschen beginnen, einander die Menschlichkeit abzusprechen. Wenn sie aufhören, sich als Gleiche zu sehen. Unsere Inszenierung richtet sich an ein jugendliches und erwachsenes Publikum und erzählt eine Geschichte von Verlust, aber auch von Treue, von Mut und der Sehnsucht, irgendwann und irgendwo wieder Hoffnung und Heimat zu finden. Inszenierung: Stefan Otteni Publikumsgespräch: Fr, 15. Mai, im Anschluss an die Vorstellung, T-Café (Eintritt frei) 2:1-Aktion am Fr, 15. Mai - Weil‘s zu zweit viel schöner ist! Ihre Begleitung hat freien Eintritt.
Aufführungen | Schauspiel

Herzog Blaubarts Burg

Vorarlberger Landestheater

Premiere: 15.3.2026 Eine Produktion des TOBS Theater Orchester Biel Solothurn Judith folgt Blaubart in seine dunkle Burg. Im Glauben, diese mit ihrer Liebe zu erhellen, bringt sie ihn dazu, ihr nach und nach alle verborgenen Räume aufzusperren, und entdeckt die Folterkammer, die Waffenkammer, den Zaubergarten, die Schatzkammer und das Land. Die Burg ist nun hell, doch hinter allen Türen ist auch Blut. Vergeblich warnt Blaubart Judith vor den letzten beiden Türen. So findet sie den Tränensee und hinter der letzten Tür Blaubarts frühere Frauen, in ewiger Schönheit erstarrt ... Béla Bartóks einzige Oper HERZOG BLAUBARTS BURG führt in die Psyche eines Mannes, dessen Burg mehr ist als ein Gebäude – sie ist sein Innerstes, ein Labyrinth aus Geheimnissen, verborgenen Wahrheiten und unterdrücktem Schmerz. Judith betritt als Blaubarts neue Frau diesen düsteren Kosmos – und verlangt Antworten. Doch wie weit darf man gehen, wenn man wissen will? Und welche Türen sollte man besser geschlossen halten? Die Bühne wird zum Schauplatz eines Rekonstruktionsprozesses, in dem Spuren, Aufnahmen und Erinnerungen die düstere Wahrheit hinter Blaubarts Geschichte nachzeichnen. Mit tiefen, wuchtigen Klangfarben, dissonanten Spannungen und bedrohlich anschwellenden Orchesterpassagen verstärkt Bartóks Musik den Eindruck eines Albtraums, der reich ist an tiefgründiger Symbolik – und fasst die verstörende Verbindung von Liebe, Macht und Gewalt in eindringliche Seelenklänge. Ein Opernmonument von beklemmender Intensität, ein Opernabend, der nicht loslässt. Inszenierung: Dieter Kaegi Bühne und Kostüm: Francis O'Connor Licht: Mario Bösemann Symphonieorchester Vorarlberg Musikalische Leitung: Yannis Pouspourikas Dauer: ca. 70 Minuten
Aufführungen | Schauspiel

Tschick

Vorarlberger Landestheater

Mit einem halbkaputten Lada machen sich Maik und Tschick in den Sommerferien auf den Weg nach Transsilvanien. Ohne Plan und Kompass führt sie ihre wilde Fahrt durch die Provinz. Erzählt aus der Perspektive von zwei Jungs, die nicht alles so genau verstehen, was um sie herum und mit ihnen geschieht. Das Roadmovie über Jugend, Verliebtheit und das Erwachsenwerden ist ein Muss für Teenager und ein Geheimtipp für alle, die glauben, die Teenager-Zeit längst hinter sich gelassen zu haben. Inszenierung: Martin Brachvogel Mit: Luzian Hirzel, Maik / David Kopp, Tschick Dauer: ca. 90 Minuten
Aufführungen | Schauspiel

Hamlet

Vorarlberger Landestheater

Etwas ist faul im Staate Dänemark! Nur wenige Wochen ist es her, dass der alte König Hamlet unerwartet im Schlaf verstarb – von einer Schlange gebissen, wie es heißt –, da hat sein Bruder Claudius bereits des Toten Frau geehelicht und den Thron bestiegen. Prinz Hamlet, der Sohn des alten Königs, sieht sich vor vollendete Tatsachen gestellt, und nun wandert des nachts auch noch ein Gespenst umher, das Grausiges berichtet: „Die Schlange, die deinen Vater tödlich biss, sie trägt jetzt seine Krone.“ Der Offenbarung des Brudermords folgt sogleich der Ruf nach Rache, die Hamlet ausführen soll. Im Geflecht aus Skrupel, Pflichtgefühl und höfischen Intrigen zu Untätigkeit verdammt, versucht der junge Prinz seinen Weg zu finden – mit potenziell tödlichem Ausgang. Für die Box eingerichtet und auf die Essenz reduziert, kommt Shakespeares berühmte Rachetragödie HAMLET in der Regie von Lisa-Maria Cerha mit nur vier Darsteller:innen aus, ohne ihre Kraft einzubüßen. Inszenierung: Lisa-Maria Cerha Bühne und Kostüm: Natascha Maraval Video: Sarah Mistura Dramaturgie: Juliane Schotte Dauer: ca. 70 Minuten
Aufführungen | Musical

Hedwig and the Angry Inch

Theater Konstanz

„Hedwig and the Angry Inch” ist ein schillerndes und berührendes fiktives Biopic. Rock­Queen Hedwig erzählt ihr bewegtes Leben im ewigen Dazwischen. Leidenschaftlicher Rock’n Roll trifft auf Country und wunderschöne Balladen. Für ein Konzert kehrt die „weltweit ignorierte Chanteuse” Hedwig nach Berlin zurück. Als die Welt und diese Stadt noch in Ost und West geteilt waren, fing alles an: Hedwig, damals noch Hansel, lebt jenseits der Mauer und will nur eins – raus aus der Enge des Ostens. Da kommt Corporal Luther Robinson ins Spiel, eine Zufallsbegegnung, die sich als Eintrittskarte in die freie westliche Welt erweist. Luther verliebt sich in den jungen Mann und plant eine Ehe. Es gibt nur ein Hindernis für diese Ehe, doch Luther und Hansels Mutter sind sich schnell einig, „wer gehen will, muss etwas zurücklassen“. Bei der OP läuft nicht alles glatt und Hedwig behält ihren „angry inch“. Das Eheglück währt allerdings nicht lange, Hedwig und Luther trennen sich und viele Männer und Begegnungen später kehrt Hedwig für diesen Auftritt zurück, bei dem sie tiefe Einblicke in ihre Lebensgeschichte gibt und ihrem Ex-Lover Tommy Gnosis, der zur selben Zeit auf einer anderen Bühne der Stadt steht, Paroli bietet. Mit Songs wie „Tear me down“, „Sugar Daddy“ oder „The Angry Inch“ bringen Susi Weber und ihr Team eine musikalische Wundertüte mit einer Lebenskünstlerin im Mittelpunkt auf die Bühne, die voll schnoddrigem Humor eine unglaubliche Biografie erzählt. Regie: Susi Weber Bühne: Luis Graninger Kostüme: Katia Bottegal Dramaturgie: Annika Hilger Mit: Ingo Biermann, Anna Lisa Grebe
Aufführungen | Film

Film "2001: A Space Odyssey"

Kunsthaus Bregenz

Stanley Kubricks Weltraumepos 2001: A Space Odyssey kehrt als visionäres Meisterwerk auf die große Kinoleinwand zurück. Heute, 25 Jahre nach dem titelgebenden Jahr 2001, erleben wir die bahnbrechende Bildsprache dieses gefeierten Klassikers aus einer neuen Perspektive. In einer Zeit rasanter technologischer Umbrüche lädt der Film ein, über die Zukunft und den Kosmos nachzudenken. Regie: Stanley Kubrick, Dauer: 149 Min., 1968, OmU Beitrag: Abendkassa € 9 | Onlineticket € 9,90 inkl. kostenfreie Anfahrt mit den Verkehrsmitteln des vvv Vorarlberg Verkehrsverbund Ort: Parktheater Lindau In Kooperation mit dem Filmforum Bregenz Tipp: Vom 23. bis 29. April freier KUB Eintritt mit der Kinokarte
Aufführungen | Performance

In Museum – Marie Chouinard

Kunsthaus Bregenz

Inmitten der Ausstellung im Kunsthaus Bregenz sind die Besucher*innen eingeladen, einzeln einen eigens dafür vorgesehenen Bereich zu betreten und dem*r Tänzer*in diskret und persönlich einen Wunsch oder eine Hoffnung anzuvertrauen. Als Antwort auf jede dieser Offenbarungen entsteht ein einzigartiger, improvisierter Tanz. In Kooperation mit dem Bregenzer Frühling
Aufführungen | Performance

Performance und Talk mit marce norbert hörler

Kunsthaus Bregenz

Künstler*in, Performer*in und Poet*in marce norbert hörler verwebt in raumgreifenden Installationen Gesang, Sprache und Performance. Dabei spielen Poesie, Düfte und Stoffe eine zentrale Rolle. marce norbert hörler lebt und arbeitet in Berlin und in der Schweiz und wurde 2025 mit dem Manor Kunstpreis ausgezeichnet. hörler entwickelt speziell für die Ausstellung im KUB eine Performance. Im Anschluss findet ein Gespräch mit KUB Direktor Thomas D. Trummer statt. Beitrag: € 7 zzgl. Eintritt
Aufführungen | Schauspiel

EnsembleWerk: Die Frau, die gegen Türen rannte

Theater Konstanz

Unsere Ensemblemitglieder haben tolle eigene Arbeiten in petto, die wir ab Februar in loser Folge auf der Werkstattbühne präsentieren. Den Anfang macht Michaela Allendorf mit dem Monolog „Die Frau, die gegen Türen rannte” nach dem gleichnamigen Roman von Roddy Doyle. Der irische Schriftsteller erzählt darin von Paula, einer Frau, die sich nach dem gewaltsamen Tod ihres Mannes den schmerzhaften Themen ihres Lebens stellt: enttäuschte Liebe, die Flucht in den Alkohol, häusliche Gewalt, aber auch immer wieder der Versuch, das Leben aus eigener Kraft in den Griff zu bekommen. Weitere Informationen zum Stück. Mit Michaela Allendorf Künstlerische Mitarbeit Simone Mende Preis regulär 27 € / ermäßigt 30 % Rabatt auf den Vollpreis
Aufführungen

Mord auf der Burg: Macbeth zu Gast auf der Meersburg

Theater Konstanz

Eine Veranstaltung des Internationalen Bodensee Clubs (IBC) Im Zentrum der Veranstaltung steht ein Vortrag von Dr. Martin Windisch (Universität Stuttgart): "Mord auf der Burg: Zu Heiner Müllers Macbeth nach Shakespeare" im Rahmen der aktuellen Inszenierung des Stücks am Theater Konstanz unter der Regie von Abdullah Maria Karaca. Ausgehend vom Motiv des Königsmords wird Müllers radikale Zuspitzung von Gewalt und Dunkelheit analysiert, durch die der gesamte Theaterraum selbst zum Verlies wird und das Morden als alltäglicher Horror erscheint. Während Shakespeare dem Königsmord apokalyptische Dimensionen verlieh, da er ihn am frühneuzeitlichen Gottesgnadentum maß, verstand Müller diesen Glauben als Ideologie. Für ihn ist Gewalt strukturell, da Macht historisch häufig durch Mord errungen wurde. In seiner Fassung werden auch Bauern und Bedienstete zu Opfern, wodurch sich der Gewaltkreislauf auf die gesamte Gesellschaft ausweitet. Dem Vorwurf der Obszönität begegnete Müller mit dem Hinweis, dass es ihm um Zeichen gehe: Die Zuspitzung der sprachlichen und darstellerischen Gewalt solle nicht schockieren, sondern zur Reflexion über den Horror zwingen. Ergänzend findet eine kurze Führung durch Burgherrin Frau Julia Naessl-Doms durch die Meersburg statt, die den historischen Raum als Kontrast- und Resonanzraum zur Tragödie erfahrbar macht. Es werden u.a. die Waffenhalle, die Folterkammer und das Verlies besichtigt, wodurch die Gäste in jene mittelalterliche Welt eintauchen können, die für Shakespeares schottische Tragödie so prägend ist. Mit Dr. Martin Windisch, Universität Stuttgart Eintritt: Für IBC-Mitglieder 5 € Nicht-Mitglieder 10 € 14/02/26, 15 Uhr (oder früher) Treffpunkt: Burg Café in der Burg Meersburg - Gelegenheit für einen Kaffee und Kuchen 15:30 Uhr Führung durch die Waffenhalle, das Verlies und die Folterkammer von der Burgherrin Frau Julia Naessl-Doms 16:00 - 17:00 Uhr zurück im Burg Cafe - Nebenraum Vortrag von Dr. Martin Windisch, Universität Stuttgart: “Mord auf der Burg: Zu Heiner Müllers Macbeth nach Shakespeare”

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