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Aufführungen / Konzert solopiano Theater in Kempten Kempten, Poststraße 7-9
Aufführungen / Theater Tamala Theater Compagnie Konstanz, Fritz Arnold-Str. 23
Aufführungen / Theater TAK Theater Liechtenstein Schaan, Reberastrasse 10
Aufführungen / Theater Theater St.Gallen St. Gallen, Museumstrasse 24/25
Aufführungen | Performance

ME, MYSELF & TIME

Vorarlberger Landestheater

Bereits in einigen Projekten befasste sich Bella Angora auf unterschiedlichen Ebenen mit dem Faktor Zeit. Dazu zählen Aspekte wie Vergänglichkeit, Schnelllebigkeit, Lebenstempo und inwiefern sich diese auf den einzelnen Menschen, aber auch auf die Gesellschaft auswirken. Ihre Betrachtung erfolgt dabei aus einer feministisch geprägten Perspektive, denn vieles, was Zeit knapp und schnell werden lässt, sind ihres Erachtens Resultate eines patriarchal-hierarchischen Systems. Das Leben ist ein zeitlicher Ablauf, es beginnt und endet irgendwann. Im Laufe der persönlichen Lebenszeit durchschreiten Menschen unterschiedliche Prozesse. Ein Prozess ist dabei allerdings durchgängig: der Alterungsprozess. In diesem Projekt befasst sich Bella Angora mit einem ganz speziellen Stadium des Alterns, dem weiblichen Wechsel. Die Wechseljahre sind eine Phase der Transformation, die Lebensmitte wird überschritten, die eigene Endlichkeit rückt Tag für Tag stärker ins Bewusstsein. Der Körper verliert seine Fruchtbarkeit und wechselt in einen neuen Lebensabschnitt. Dieser erzwingt eine konzentrierte Auseinandersetzung mit dem Älterwerden, um einen veränderten Umgang mit sich selbst zu etablieren. Wie will eine Frau die verbleibende Zeit erleben und was benötigt sie dazu? Wo zeigt sich eine neue Fruchtbarkeit? Wie positioniert sich eine alternde Frau innerhalb der Gesellschaft? Welche Entwicklungen wollen Frauen noch vollziehen? In ME, MYSELF & TIME sucht Bella Angora nach Anworten auf Fragen wie diese. Eintritt Frei
Aufführungen | Performance

mit:mensch

Vorarlberger Landestheater

hi mitmensch, wie würde es sich anfühlen, für einen moment ein anderer zu sein? wir laden dich ein, diese erfahrung bei „mit:mensch“ selbst zu entdecken. konzipiert als ein explorativer raum, bietet die ausstellung den besucher:innen die möglichkeit, mittels einer vielfalt an interaktiven elementen, performances und installationen in die welt der menschen mit migrationshintergrund einzutauchen. das ziel der ausstellung ist es, das oft abstrakte gefühl des fremdseins greifbar zu machen. wir freuen uns auf deinen besuch! *ein projekt von yaren ciraci, entstanden im rahmen ihres studiums an der fachhochschule vorarlberg und in zusammenarbeit mit dem vorarlberger landestheater – für ein miteinander Eintritt Frei
Aufführungen | Schauspiel

All about me. Kein Leben nach mir

Vorarlberger Landestheater

Angesichts gesellschaftlicher Verunsicherung und auf den Prüfstand stehender Lebensträume im Turbokapitalismus des 21. Jahrhunderts, entwickelt das aktionstheater ensemble seit vielen Jahren eine Bühnensprache, welche direkt auf den Solarplexus des Publikums abzielt. Vor allem ist es aber die Hoffnung, sind es die Sehnsüchte des einzelnen Menschen, welche diese Compagnie, die vor Kurzem mit dem österreichischen Kunstpreis ausgezeichnet wurde, behandelt: Wir schreiben das Jahr 2024: Vor dem Hintergrund eines drohenden europaweiten Rechtsruckes und der Übermacht autokratischer Systeme auf internationaler Ebene, scheint nichts weniger als das Überleben der Demokratien auf dem Spiel zu stehen. Nicht nur vor dieser Drohkulisse - die Sorge um unseren Planeten tut ihr übriges - beleuchtet ALL ABOUT ME, wie denn jede und jeder Einzelne von uns auf diese Überforderungen reagiert. Man flüchtet sich erst ins Biedermeier der eigenen Befindlichkeit, landet beim Ich und der Selbstoptimierung. Beginnend bei einer aberwitzig komischen Parade der Eitelkeiten, geht Theatermacher Martin Gruber mit seinem „brand of theatrical therapy“ (Reuters, London) der Frage auf den Grund, was denn diese ganze Welt im Außen mit uns zu tun haben soll … Das aktionstheater ensemble zeigt die Uraufführung dieser großen Theater- und Musikperformance in Koproduktion mit dem Vorarlberger Landestheater und dem internationalen Festival Bregenzer Frühling sowie anlässlich seines 35-Jahre-Jubiläums. Konzept/Inszenierung: Martin Gruber Text: Martin Gruber, aktionstheater ensemble und Wolfgang Mörth Musik: Andreas Dauböck Bühne/Kostüm: Valerie Lutz Videoinstallation: Resa Lut Dramaturgie: Martin Ojster In Koproduktion mit dem Vorarlberger Landestheater und dem internationalen Festival Bregenzer Frühling, Kulturservice der Landeshauptstadt Bregenz. In Kooperation mit Theater am Werk, Wien.
Aufführungen | Schauspiel

Konstanz, I love you

Theater Konstanz

„Konstanz, I love you" ist eine musikalische Liebeserklärung an Konstanz, komponiert aus Biographien, Erinnerungen und Träumen seiner Einwohner*innen und Gäste. Und mit der Liebe ist es manchmal so eine Sache. Leidenschaftlich und stilübergreifend spielen sich drei Künstler*innen durch die Stadt. Aus berührenden und skurrilen Erzählungen und musikalischen Glanzstücken schafft das Trio einen Abend, der Ihnen beim Schlendern durch die Stadt zukünftig in den Ohren klingen wird. I know I'm lucky but I'm FRIGHTENED Astrid North: Lightning „Die Stadt hat sich für mich sehr verändert. Das bedeutet: Ich gehe mit anderen Augen durch die Stadt, seit meine Tochter auf der Welt ist. Ich bin der Erste aus meinem Freundeskreis, der Vater geworden ist. Jetzt treffen wir uns auf dem Matschplatz am Hörnle statt im Club. Konstanz ist eine Stadt, in der Verbindungen zwischen Menschen entstehen. Manchmal schiebe ich im Sonnenaufgang den Kinderwagen am See und summe „Stups, der kleine Osterhase", letztens blieb ein älteres Paar stehen und summte mit.“ (Aus einem Interview während der Stadtrecherche im März 2024) Regie: Leonard Dick Co-Regie und Musik: Andrej Agranovski Bühne & Kostüm: Alex Gahr Dramaturgie: Sabrina Toyen Mit: Sabine Martin, Jonas Pätzold, Lilian Prent
Aufführungen | Schauspiel

Das letzte Feuer

Theater Konstanz

Bei einer Verfolgungsjagd kommt ein achtjähriger Junge ums Leben. Eine Polizistin glaubt, in dem fahrerflüchtigen Olaf einen gesuchten Attentäter erkannt zu haben. Rabe, der Fremde, ist der einzige Zeuge. Den ehemaligen Soldaten hat es an den Rand dieser Stadt verschlagen. Ihm begegnen brüchige Existenzen wie Karoline mit ihrer Krebserkrankung, Susanne und Ludwig mit dem Verlust ihres einzigen Kindes sowie die alte Rosa, deren Demenz sie auf schmerzliche Weise immer wieder neu erfahren lässt, dass ihr Enkelsohn bei einem Unfall ums Leben gekommen ist. In dem Versuch, die Krisen zu überwinden und dem eigenen Schicksal zu trotzen, werden die Figuren von der eigenen Geschichte eingeholt. Es fällt eben schwer, zu vergessen. Doch: Sie mögen alles verloren haben, an der Sehnsucht halten sie fest. An der Sehnsucht nach einer Begegnung jenseits des Schmerzes. „Es muss weitergehen. Nicht wahr. Das Klavier muss gespielt werden. Das Brot muss geschnitten werden. Das Herz muss schlagen.“ Die Utopistin Dea Loher, die einst den Studiengang „Szenisches Schreiben“ bei Heiner Müller besucht hat, zeichnet sich durch einen so präzisen wie liebevollen Blick auf ihre Figuren aus, ihre Sprache ist dabei schonungslos und poetisch zugleich. „Das letzte Feuer“ wurde 2008 mit dem Mülheimer Dramatikpreis sowie von der Fachzeitschrift Theater heute als „Stück des Jahres“ ausgezeichnet. Regie: Nina Mattenklotz Bühne: Zahava Rodrigo Kostüm: Therese Witt Dramaturgie: Sabrina Toyen Mit: Kristina Lotta Kahlert, Julian Mantaj, Ulrich Hoppe, Thomas Fritz Jung, Ruby Ann Rawson, Katrin Huke, Jana Alexia Rödiger, Finn Engelkes
Aufführungen | Film

Die Reise der Gegenstände

vorarlberg museum

Film + Gespräch im Rahmen des ARGE ALP Projektes „Tradition – Vielfalt – Wandel“ Der Film zeigt anhand von sieben Beispielen aus den ARGE-Alp-Ländern, wie sich kulturelle Traditionen im Alpenraum für zugewanderte Menschen öffnen und dadurch weiterentwickeln. In Vorarlberg mündete der Austausch zwischen Kapellmeister Josef Eberle und dem Musiker Erdin Kamoğlu in eine Blasmusikkomposition, die der Musikverein Concordia Lustenau bei seinem Frühjahrskonzert erstmals aufführt. Bei der Filmpräsentation am 21. Mai, dem Internationalen Tag der kulturellen Vielfalt, berichten Eberle und Kamoğlu über ihre Zusammenarbeit. Eintritt frei In Zusammenarbeit mit dem Land Vorarlberg, Koordinationsstelle für Integrationsangelegenheiten
Aufführungen | Komödie

Der Untergang der Titanic

Vorarlberger Landestheater

Das 1978 erschienene Versepos DER UNTERGANG DER TITANIC von Hans Magnus Enzensberger ist keinesfalls nur Bericht über ein Schiffsunglück, sondern auch ironischer Kommentar auf Weltuntergangsszenarien einerseits und uneingeschränkten Fortschrittsglauben andererseits. Wie kaum ein anderes Ereignis des 20. Jahrhunderts führt uns der Zusammenprall des Riesendampfers mit einem Eisberg vor Augen, wie prekär die Existenz des Menschen in der Natur ist, die er schlussendlich nicht beherrschen kann. Während die feinere Gesellschaft in den oberen Etagen der Titanic bis zum Schluss nicht an den Untergang glaubt, ertrinken die weniger gut Betuchten im Zwischendeck, füllen sich die unteren Etagen unaufhaltbar mit Wasser – welch ein Bild für die Situation, in der wir uns im Kontext des Klimawandels und anderer Bedrohungen aller Wahrscheinlichkeit nach befinden! In einer performativen Lesung von Enzensbergers Text schlüpft der Bürger:innenchor des Vorarlberger Landestheaters in die Rolle der Untergehenden bzw. Untergegangenen und erforscht das menschliche Verhalten angesichts der Katastrophe. Eintritt Frei
Aufführungen | Schauspiel

The Perfect Moment.
Patti Smith und Robert Mapplethorpe / Ab 13

Vorarlberger Landestheater

Uraufführung: 15.6.2024 Sie sind Ikonen, und wer sich für Fotografie und Musik interessiert, ist ihnen sicher begegnet: Patti Smith und Robert Mapplethorpe. Weniger bekannt ist, dass sie in den späten 60ern eine Liebesbeziehung und dann eine tiefe Freundschaft verband. Sie waren blutjung, ohne Job und finanzielle Mittel, als sie sich in New York trafen. Was sie verband: Beide kamen aus einem Milieu, das eng und bedrückend war, suchten ein inspirierendes Leben in der Großstadt – und ihre künstlerische Ausdrucksform. Es war eine Zeit der Desillusionierung für viele junge Menschen, aber auch der Befreiung von moralischen Zwängen. Patti und Robert verspürten eine unendliche Schaffenskraft und waren doch JUST KIDS, wie Smiths autobiografischer Roman heißt. Sie lebten und arbeiteten im legendären Chelsea Hotel, waren Teil der wilden Kunst-, Literatur- und Musikszene ihrer Zeit, experimentierten mit Drogen, richteten sich fast zugrunde und schufen wagemutige, unsterbliche Werke. Tobias Fend schreibt das Libretto für eine musikalische Produktion, die zum Soundtrack der 60er und 70er von der Liebe und Freundschaft zweier besonderer Menschen erzählt – und von ihrem künstlerischen Schaffen. Inszenierung: Danielle Fend-Strahm Vorstellung am Sonntag, 23. Juni = 2:1-Aktion – Weil’s zu zweit viel schöner ist! Ihre Begleitung hat freien Eintritt.
Aufführungen | Schauspiel

Der Sandmann

Vorarlberger Landestheater

Premiere: 6.6.2024 Als ein eher beiläufiges Ereignis alte Wunden aufreißt, begibt sich der junge Student Nathanael auf die Spur des Sandmanns, einer rätselhaften Gestalt aus seiner Kindheit. Die Reise führt tief in sein Unterbewusstsein und legt düstere Erinnerungen, Ängste und nicht verwundene Traumata frei. Doch einmal losgelassen, kriechen die Schreckgespenster der Vergangenheit aus den Tiefen der Psyche hervor, überwinden die Grenzen von Zeit, Raum und Phantasie und reißen Nathanael mit sich in den Abgrund. E.T.A. Hoffmanns schaurige Erzählung DER SANDMANN erschien 1816 im ersten Band des Erzählzyklus‘ Nachtstücke. Mit seinem Fokus auf die seelischen Vorgänge Nathanaels verhandelt Hoffmann moderne Themen wie Realitätsverlust und Identitätsfragen und legt damit den Grundstein für zahlreiche Bearbeitungen und Adaptionen bis in die heutige Zeit. Regie: Maria Lisa Huber Bühne und Kostüm: Crystin Moritz Dramaturgie: Juliane Schotte Choreographie: Silvia Salzmann Regieassistenz und Abendspielleitung: Norah Lenz
Aufführungen | Schauspiel

Hamlet

Vorarlberger Landestheater

Etwas ist faul im Staate Dänemark! Nur wenige Wochen ist es her, dass der alte König Hamlet unerwartet im Schlaf verstarb – von einer Schlange gebissen, wie es heißt –, da hat sein Bruder Claudius bereits des Toten Frau geehelicht und den Thron bestiegen. Prinz Hamlet, der Sohn des alten Königs, sieht sich vor vollendete Tatsachen gestellt, und nun wandert des nachts auch noch ein Gespenst umher, das Grausiges berichtet: „Die Schlange, die deinen Vater tödlich biss, sie trägt jetzt seine Krone.“ Der Offenbarung des Brudermords folgt sogleich der Ruf nach Rache, die Hamlet ausführen soll. Im Geflecht aus Skrupel, Pflichtgefühl und höfischen Intrigen zu Untätigkeit verdammt, versucht der junge Prinz seinen Weg zu finden – mit potenziell tödlichem Ausgang. Für die Box eingerichtet und auf die Essenz reduziert, kommt Shakespeares berühmte Rachetragödie HAMLET in der Regie von Lisa-Maria Cerha mit nur vier Darsteller:innen aus, ohne ihre Kraft einzubüßen. Inszenierung: Lisa-Maria Cerha Bühne und Kostüm: Natascha Maraval Video: Sarah Mistura Dramaturgie: Juliane Schotte ca. 70 Minuten
Aufführungen | Schauspiel

Von Mäusen und Menschen

Vorarlberger Landestheater

Lennie und George verdingen sich als Tagelöhner im ländlichen Kalifornien, wie viele aber träumen sie den American Dream, glauben an das Versprechen, dass es jedem gelingen kann, ein Leben in Glück und Wohlstand zu führen. Eine Geschichte über die Freundschaft, über das Anderssein, über die Hoffnung auf eine Zukunft ohne finanzielle Not und über eine Welt, die in ihrem Innersten nicht dazu bereit ist, jedem das Erreichen dieser Ziele zuzugestehen: VON MÄUSEN UND MENSCHEN ist sicher das bekannteste Werk des Literaturnobelpreisträgers John Steinbeck. Steinbeck war selbst in den 1920er Jahren als Wanderarbeiter in den USA unterwegs und kannte daher die Mühen und Entbehrungen der Armut gut. So ist VON MÄUSEN UND MENSCHEN auch ein einfühlsames Porträt des Arbeitermilieus in den Zeiten der Wirtschaftskrise – und eine eindringliche Schilderung des Lebens in einer Gesellschaft ohne Mitleid, einer Gesellschaft, die keine Abweichler und Außenseiter duldet. Mit David Kopp / Nico Raschner Inszenierung: Agnes Kitzler Bühne und Kostüm: Marina Deronja Dramaturgie: Elias Lepper
Aufführungen | Schauspiel

Bitch Boxer

Vorarlberger Landestheater

Die 21-jährige Chloe boxt, seit sie elf ist, seit die Mutter fortging und ihr Vater sie in die Sporthalle brachte, damit sie ihre Wut an einem Sandsack auslassen konnte. „Frauen können nicht boxen? Werdet ihr schon sehen.“ Denn nun steht sie kurz davor, bei Olympia den Titel im Boxen zu holen. Auch im Privaten läuft es gar nicht schlecht, und mit Jamie hält sogar die Liebe Einzug in ihr Leben – bis dieses eines Tages unerwartet und brutal zuschlägt. Ihren härtesten Kampf wird Chloe außerhalb des Boxrings austragen müssen… In BITCH BOXER erzählt Charlie Josephine die Geschichte einer jungen Frau, die hartnäckig ihren großen Traum verfolgt, koste es, was es wolle. Aber ist wirklich jeder Preis gerechtfertigt? Inszenierung: Michael S. Wilhelmer Bühne und Kostüm: Marina Deronja ca. 55 Minuten
Aufführungen | Schauspiel

Amphitryon

Vorarlberger Landestheater

„Ach!“ Es ist das berühmteste „ Ach“ der Weltliteratur, das Alkmene – spricht, ausruft, seufzt?! Es bleibt das Geheimnis dieses „Lustspiels nach Molière“: Was fühlt die Getäuschte, als sie begreift, dass sie mit Jupiter eine Liebesnacht verbracht hat? Aber der Reihe nach. Alkmene wartet in Theben auf die Heimkehr ihres Mannes, des siegreichen Feldherrn Amphitryon. Doch wer des Nachts heimlich in dessen Gestalt bei ihr erscheint, ist der liebestolle Gott Jupiter. Sie lässt sich täuschen, leidenschaftlich ist die Begegnung und groß der Schrecken, als der echte Gatte nichts von der Nacht wissen will. Was ist Wahrheit, was Wahrnehmung? Können wir unseren Sinnen überhaupt trauen? Es ist nicht anzunehmen, dass Alkmene und Amphitryon das perfide Götterspiel unbeschadet überstehen – wer einmal irre geworden ist an der Welt, am Gegenüber, findet so rasch nicht wieder ins Gleichgewicht. Ebenfalls nicht unbeschadet (nur durchaus körperlich) erlebt Sosias, Diener und komischer Gegenpart des Amphitryon, den Identitätskonflikt. Er begegnet seinem Double Merkur persönlich und lernt vermittels eines groben Stocks, wer in dieser Nacht Sosias ist und zu Charis und Grünkohl und Bratwurst nach Hause geht … Regie: Angelika Zacek Bühne und Kostüm: Gregor Sturm Licht: Simon Tamerl Dramaturgie: Juliane Schotte
Aufführungen | Schauspiel

Der kleine Horrorladen

Theater Konstanz

Der schüchterne Seymour, Angestellter in einem Blumenladen in der heruntergekommenen New Yorker Skid Row, ist heimlich in seine Kollegin Audrey verliebt. Die hat sich jedoch für einen sadistischen Zahnarzt entschieden und so widmet Seymour seine Leidenschaft der Zucht von neuartigen Gewächsen. Doch die fleischfressende Pflanze, die er bei einem ominösen Herrn ersteht und „Audrey II“ tauft, ist alles andere als normal. Zwar verhilft sie dem abgehalfterten Blumenladen von Mr. Mushnik im wahrsten Sinn des Wortes zu neuer Blüte und Seymour zu mehr Selbstvertrauen, aber mit ihrer Größe wächst auch ihr Appetit. Und plötzlich verschwindet Audreys Freund, der Zahnarzt ... Grundlage für das 1982 in New York uraufgeführte Musical über die unersättliche sprechende Pflanze, die ihren Besitzer zum Fressen gernhat, ist ein B-Movie mit Jack Nicholson aus dem Jahre 1960. Die Musicalverfilmung von Frank Oz von 1986 erreichte mit ihren Hits und der mitreißenden Musik weltweit Kultstatus. Regie: Susi Weber Bühne: Luis Graninger Kostüme: Katia Bottegal Musik: Martin Engelbach Dramaturgie: Carola von Gradulewski
Aufführungen | Schauspiel

Das Bildnis nach Motiven des Dorian Gray

Theater Konstanz

Uraufführung: 25.5.2024 In Oscar Wildes „Das Bildnis des Dorian Gray" übernimmt ein Portrait auf wundersame Weise den Alterungsprozess des Portraitierten, der selbst ewig jung zu bleiben scheint. Das Bild ist Schatten, Kehrseite, Fratze der Persönlichkeit des Modells, das sich äußerlich unberührt durch die Gesellschaft bewegt. „Das Bildnis nach Motiven des Dorian Gray“ befragt die Konsistenz der Persönlichkeit. Authentisch-Sein ist wichtig – es geht darum, echt, ursprünglich und unverfälscht zu sein. Doch: Selbstinszenierung ist auch etwas Feines, im analogen wie im digitalen Raum. Können wir überhaupt trennscharf zwischen „echter“ und artifizieller Identität unterscheiden? Wie wirken die Mechanismen der Selbstdarstellung z.B. in sozialen Medien auf die Persönlichkeiten der Darstellenden zurück? Ist der Glaube an Authentizität des Individuums nicht vielleicht ein großes Missverständnis und von Anfang an eine unüberschaubare Montage aus Selbst- und Fremdspiegelungen, Brechungen und Reflexionen in einer technischen und sozialen Umwelt? Regie & Video: Hannes Weiler Bühne & Kostüme: Florian Dietrich Video: Hannes Weiler Dramaturgie: Meike Sasse Mit: Patrick O. Beck, Sarah Siri Lee König, Anne Rhode
Aufführungen | Schauspiel

Unter anderen Umständen

Theater Konstanz

Mit der Nachricht „schwanger“ beginnt für Menschen mit Kinderwunsch eine Phase freudiger Erwartung. Gleichzeitig herrscht viel Unsicherheit. In den ersten drei Monaten ist das Risiko einer Fehlgeburt am höchsten. Viele halten ihre Schwangerschaft anfangs geheim. Es scheint eine unausgesprochene Norm zu greifen, die den möglichen Verlust eines ungeborenen Kindes ins Private verbannt und damit tabuisiert. Dabei endet weltweit schätzungsweise jede fünfte Schwangerschaft mit einer Fehlgeburt, jede sechste Frau erleidet sie einmal in ihrem Leben. Dazu kommen etwa drei Millionen Totgeburten pro Jahr weltweit. Viele Frauen erfahren erst nach dem Verlust ihres Kindes von anderen Betroffenen. Basierend auf Recherchen, Interviews und Erfahrungsberichten setzt sich die Stückentwicklung „Unter anderen Umständen“ sensibel und multiperspektivisch mit den medizinischen, rechtlichen und emotionalen Aspekten von stillen Geburten und Sternenkindern auseinander. Wie können wir als Gesellschaft eine kollektive Perspektive entwickeln und für dieses individuelle Leid gemeinschaftlichen Beistand realisieren? Teil der Inszenierung ist ein Frauenchor, der aus dem Stadtensemble hervorgegangen ist, der in seiner Vielstimmigkeit die individuelle Geschichte eines Paares in einen kollektiven Erfahrungsrahmen einbettet. Regie, Kostüm & Konzept: Susanne Frieling Bühne, Video & Konzept: Florian Schaumberger Text: Susanne Frieling, Hannah Stollmayer Dramaturgie: Carola von Gradulewski Von und mit: Anna Eger, Jasper Diedrichsen Stadtensemble: Enna Bühler, Waltraud Graulich, Davorka Micic, Stefanie Miedler, Marina Reck, Brigitte Reinholz, Michaela Schömer, Ida Schulte, Tine Wentzel, Frauke Zierenberg Im Rahmen des Bodenseefestival 2024 „vielstimmig | einstimmig“
Aufführungen | Schauspiel

Stormberger oder Bilder von allem

Vorarlberger Landestheater

Rund 80 Jahre nach dem Ende des 2. Weltkriegs geht die „Ära der Zeitzeug:innen“ ihrem Ende zu. Wie können wir dem Vergessen entgegenwirken, heute, in einer Zeit wieder erstarkenden rechtsnationalen Denkens? Welche Vorbilder finden wir im Trümmerhaufen der Geschichte, die uns heute Mut machen? Welche Geschichten wirken bis heute fort? Im Zentrum von Gerhild Steinbuchs Auftragsstück für das Vorarlberger Landestheater steht die Biographie Maria Strombergers. Die katholische Krankenschwester ging 1942 freiwillig nach Auschwitz. Sie wollte sehen, „wie es wirklich ist“, und wurde zu einer aktiven Unterstützerin der Widerstandsbewegung im Konzentrationslager. Nach dem Krieg lebte sie zurückgezogen in Bregenz. Da man ihr vorwarf, an den Massentötungen in Auschwitz beteiligt gewesen zu sein, wurde sie zeitweilig inhaftiert, zusammen mit heimischen „Größen“ des NS-Staates. Ehemalige Häftlinge aus Auschwitz setzten sich für ihre Freilassung und Rehabilitierung ein. Erst in den letzten Jahren jedoch erfährt Maria Strombergers Lebensgeschichte eine gründliche Aufarbeitung und Würdigung. Vier Protagonistinnen begeben sich in dem Stück auf die Suche. Sie sind Kinder der 90er-Jahre, dem „Jahrzehnt der Freiheit“ und rechtsradikal motivierter Anschläge in Österreich und Deutschland. Sie suchen nach einer Form des angemessenen Erinnerns an den Holocaust und seine schwierige und widersprüchliche Aufarbeitung im Nachkriegsösterreich bis heute. Wo liegen die Grenzen des Erinnerns, daran, „wie es wirklich“ war, daran, was erinnernswert ist? Wie können wir es wagen, trotz aller Schwierigkeiten? Wie können wir mit einer Vergangenheit leben, die nicht tot ist, nicht einmal vergangen? Inszenierung: Bérénice Hebenstreit Bühne und Kostüm: Mira König Musik und Bühnenmusiker: Sandro Nicolussi Licht: Simon Tamerl Dramaturgie: Michael Isenberg
Aufführungen | Schauspiel

Das Fest des Lamms

Vorarlberger Landestheater

Ein englischer Landsitz mit aristokratischem Flair, die alte Mrs. Carnis mit Hund, ihr schwächlicher Sohn und seine vernachlässigte zweite Frau, aufmüpfige Dienerschaft, Schäfer und erstaunlich menschliche Schafe – so weit, so scheinbar normal. Das perfekte Setting für eine schräge britische Komödie. Doch die dünne Decke gepflegter Zivilisiertheit ist brüchig: Hund Henry spricht und war amourös verbunden mit der Hausherrin, ein werwolfartiges, Frauen betörendes Wesen treibt sein Unwesen, unschuldige Schafe (und im weiteren Verlauf Menschen) werden kopflos aufgefunden, Geister geben sich ein Stelldichein … Carrington treibt die Komödie in die Groteske, entwirft eine surreale Welt, in der definitiv der Mensch dem Menschen ein Wolf ist. Leonora Carrington (1917–2011) war eine britische Künstlerin des Surrealismus, die nach einer kurzen Affäre mit Max Ernst und seiner Verhaftung nach Mexiko auswanderte. Wie vielen Künstlerinnen widerfuhr es ihr, auf die (Arbeits-)Beziehung zum berühmten Mann reduziert zu werden; nur langsam fand ihr bildnerisches Werk Anerkennung. Noch unbekannter sind die literarischen Texte, obgleich ihr Kinderbuch THE MILK OF DREAMS titelgebend für La Biennale di Venezia 2022 wurde. Inszenierung und Bühne: Johannes Lepper Kostüm: Monika Gebauer Licht: Simon Tamerl Dramaturgie: Juliane Schotte Inspizienz: Galina Sels-Leinweber
Aufführungen | Film

The North Drift – Plastik in Strömen

vorarlberg museum

Nach einem einschneidenden Erlebnis auf den Lofoten-Inseln beginnt der deutsche Filmemacher Steffen Krones Bojen zu bauen, um die Wege des Plastikmülls durch deutsche und internationale Gewässer zu verfolgen. Wissenschaftler:innen unterstützen ihn dabei. Krones reist mit den Bojen nach Norden – ein Roadtrip, der ihm die Augen für den Zustand unserer Gewässer öffnet und ihn von der Notwendigkeit einer grundlegenden Veränderung überzeugt. Die Dokumentation dieses wissenschaftliche Abenteuer wurde bei mehreren Filmfestivals mit Preisen ausgezeichnet. Eintritt frei
Aufführungen | Oper

Der Ehevertrag | Gianni Schicchi

Bregenzer Festspiele

Premiere: 12.8.2024 Der Ehevertrag (La cambiale di matrimonio) Farsa comica in einem Akt (1810) Libretto von Gaetano Rossi nach der gleichnamigen Komödie von Camillo Federici (1790) Gianni Schicchi Oper in einem Akt (1918) Libretto von Giovacchino Forzano nach einer Episode aus dem 30. Gesang des Inferno aus der Commedia von Dante Alighieri (1321) Über 100 Jahre liegen zwischen Gioachino Rossinis erster öffentlich aufgeführter Oper Der Ehevertrag (La cambiale di matrimonio) und dem Einakter Gianni Schicchi aus Giacomo Puccinis Il trittico. Beiden Werken ist das Gespür für ironische Situationskomik und witzige lautmalerische Effekte gemein. Diese lustige wie ungewöhnliche Kombination setzt erneut die Grande Dame der Opernwelt, Kammersängerin Brigitte Fassbaender, mit den jungen Sänger:innen des Opernstudios in Szene – und der Brite Leo McFall, Chefdirigent des Symphonieorchesters Vorarlberg, übernimmt mit diesem Doppelabend zum ersten Mal die musikalische Leitung einer Opernproduktion bei den Bregenzer Festspielen. In Der Ehevertrag bietet der Geschäftsmann Tobia Mill seine Tochter Fannì dem kanadischen Geschäftsmann Slook zum Kauf an: Sie ist aus gutem Hause, nicht älter als 30 Jahre, mit einwandfreiem Charakter und bei guter Gesundheit. Perfekt also für die Überfahrt nach Kanada. Fannì liebt allerdings den mittellosen Edoardo. Nach einigen Turbulenzen macht Slook schließlich Edoardo zum Universalerben – und jetzt gibt auch der bärbeißige Vater seine Einwilligung zur Hochzeit. Gianni Schicchi spinnt das Thema Erbschaft fort; mit dieser Oper hat Puccini eine geradezu singuläre Erbschleichersatire geschaffen: In scheinheiliger Anteilnahme versammeln sich die zuvor enterbten Hinterbliebenen am Totenbett des wohlhabenden Patriziers Buoso Donati, echauffieren sich über das aufgefundene Testament und werden schlussendlich von Gianni Schicchi übers Ohr gehauen, der als falscher Donati vor dem Notar das Vermögen unter den gierigen Verwandten verteilt, sich jedoch die besten Immobilien kurzerhand selbst vermacht. Mit: Dionysios Avgerinos, Fabian-Jakob Balkhausen, Maximilian Bell, Idil Kutay, Liza Vjera Lozica, Francesco Luccii, Jacob Phillips, Gonzalo Quinchahual, Rommie Rochell, Ilia Skvirskii, Pete Thanapat, Isabel Weller Musikalische Leitung: Leo McFall Inszenierung: Brigitte Fassbaender Bühne | Kostüme: Dietrich von Grebmer Choreographie: Rosita Steinhauser Dramaturgie: Florian Amort SYMPHONIEORCHESTER VORARLBERG In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln DAUER: ca. 2 ½ Stunden (inklusive Pause)

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