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Schauspiel Frankfurt - KammerspieleNeue Mainzerstr. 15
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Bewertungschronik
Schauspiel Frankfurt - Kammerspiele bewerten:
Bewertungen & Berichte Schauspiel Frankfurt - Kammerspiele
Der Abend vor dem Danach
von Lisa Wentz
Uraufführung: 12.9.2026Es soll ein schöner Abend werden: Luca, Irene, Gabriel und Alexandra; ein Abendessen zu viert. Guter Wein, gute Gespräche, selbstgekocht statt Catering. Heute bleibt man ganz unter sich. Denn neben dem Essen geht es auch um Geld. Um sehr viel Geld. Gabriel, der eingeladen hat in seine stilvolle Villa, ist Lucas Boss. Luca ist sein bester Mann. Wenn alles glatt läuft heute, dann wird Gabriel Luca einen Deal übertragen. Das Leben von Luca, Irene und ihren beiden Kindern wird neu beginnen: in einer anderen Liga, ganz weit oben. Doch für einen der vier Menschen geht es um viel mehr als um Deals: Es geht um Würde, Verantwortung, Scham, Rache, Strafe. Um etwas, das nie vergangen ist. Heute Nacht wird abgerechnet. Doch was wird morgen sein?
Lisa Wentz zählt zu den führenden österreichischen Dramatiker:innen ihrer Generation. Sie hat mehrfach bedeutende Preise gewonnen, darunter den Retzhofer Dramapreis (2021) und den Nestroy‑Autor:innenpreis (2022) für ihr Stück »Adern«. Ihre Stücke verbinden sprachliche Präzision mit psychologischer Tiefe; pointierte Dialoge mit einer klaren politischen Haltung. Mit dieser Auftragsarbeit stellt sich die Autorin erstmals in Deutschland vor. Susanne Frieling kehrt nach dem Erfolg von »Wir haben es nicht gut gemacht« und »Bilder deiner großen Liebe« mit einer weiteren sensiblen und eindringlichen Regiearbeit in die Kammerspiele zurück.
Regie: Susanne Frieling
Bühne, Musik, Sounddesign: Florian Schaumberger
Kostüme: Elisabeth Weiß
Dramaturgie: Alexander Leiffheidt
Licht: David Schecker
Der Abend vor dem Danach bewerten:
Bewertungen & Berichte Der Abend vor dem Danach
Das Deutschlandherz
von Bonn Park
Uraufführung: 2.10.2026»Eine Gruppe junger Menschen, Freunde mutmaßlich, haben Tickets für den letzten Zug. Doch als der nicht zu kommen scheint, bemerken sie, dass hier an diesem Ort etwas nicht stimmt. Sie suchen den Ausgang, den Eingang, irgendeine Form von Fortschritt oder Veränderung, doch sie treten auf der Stelle. Sie wissen nicht mehr, ob sie eingesperrt sind oder frei.«
Autor und Regisseur Bonn Park, dessen erste Arbeit am Schauspiel Frankfurt, »They Them Okocha«, für den Mülheimer Dramatikpreis nominiert war, nimmt sich für sein neues Stück des Horror-Genres an. In seinem Grusel-Märchen »Das Deutschland« von 2020 hat er die Möglichkeiten des Schauerlichen auf der Bühne schon einmal untersucht. Wurde dort die bürgerliche Familie zur Assimilations-Hölle, ist das Setting seines neuen Stücks ein öffentlicher Ort: Ein trister Bahnhof oder eine verwaiste Innenstadt, in der sich ehemalige gesellschaftliche Gewissheiten in ein »hochkarätiges Koma der Hilflosigkeit« verwandelt haben.
»In den Herzen spukt es. Es stimmt etwas nicht mehr. Dass alles schlimm ist und nichts mehr wird, wie es war, dass nichts schlimmer ist als jetzt, außer die Zukunft, die Gewissheit, dass die Welt auf die eine oder andere Weise untergehen wird, aber auf jeden Fall untergeht (!), dass die apokalyptische Laune die normale Laune geworden ist, dass die Haut so dünn ist, dass sie durchsichtig geworden ist. Made in Germany ist die Ingenieurskunst der Panik, hochwertige Beklemmung, deutsche Wertarbeit ist Angst.«
Bonn Park schreibt seine Theatertexte, während er in den Proben im engen Austausch mit den Schauspieler:innen steht und gemeinsam mit ihnen recherchiert und entwickelt. Die neue Arbeit für das Schauspiel Frankfurt entsteht wieder mit dem kongenialen Team aus Komponist Ben Roessler und Bühnen- und Kostümbildnerin Sina Manthey.
Regie: Bonn Park
Bühne & Kostüme: Sina Manthey
Musik: Ben Roessler
Dramaturgie: Katja Herlemann
Licht: Valentin Wittig
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Zirkus Kafka
von Roy Chen, übersetzt von Matthias Naumann
Am 3. Juni 1924 starb Franz Kafka. In seinem Testament wies er seinen engen Freund Max Brod an, alle seine Manuskripte zu verbrennen. »Ein Hungerkünstler«, eine kleine Sammlung von vier Erzählungen, war jedoch gerade noch vom Autor herausgegeben worden.Für Kafka war dies sein letztes Buch. Doch Max Brod beschloss, weitere Schriften sowie Tagebücher und persönliche Briefe zu veröffentlichen, statt das Testament zu erfüllen – und verhalf Kafka posthum zu Weltruhm. Max verriet seinen Freund, blieb aber der Kunst treu. Hat er recht gehandelt?
In Roy Chens Stück für das Schauspiel Frankfurt fordern die Figuren aus Kafkas letztem Buch ihren Platz in der Geschichte ein. Sie sind vier Zirkusartisten, nicht besonders erfolgreich, aber unbestreitbar einzigartig. Sie spiegeln die Opfer wider, die die Kunst den Künstler:innen abverlangt: Muss ein Künstler immer hungrig sein? Wie ausgiebig muss das Monster namens Publikum gefüttert werden, bevor es zufrieden ist? Wo ist die Grenze zwischen Bühne und Privatleben? Kann man überhaupt Kunst machen, ohne das eigene Leben dafür zu opfern?
Der in Deutschland lebende Regisseur Dor Aloni und der in Israel bekannte Autor Roy Chen tauchen in dieser Zusammenarbeit in das Universum von Franz Kafka ein und finden Figuren, die in der Auseinandersetzung mit ihrer Kunst Fragen von Moral, Ruhm, Identität und Zugehörigkeit verhandeln.
Ermöglicht durch den Patronatsverein.
Regie: Dor Aloni
Bühne: Marlene Lockemann
Kostüme: Svenja Gassen
Musik: Thomas Moked Blum
Dramaturgie: Katja Herlemann
Licht: Frank Kraus
Dauer: ca. 1 Stunde 20 Minuten, keine Pause
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Ich bin wie ihr, Ich liebe Äpfel
von Theresia Walser
Anlässlich der geplanten Verfilmung ihres Lebens treffen drei Diktatorengattinnen für eine Pressekonferenz aufeinander. Zwar sind die ehemaligen First Ladies längst nicht mehr im Amt, doch hängen sie allesamt noch den glanzvollen Tagen im Zentrum der Macht und Aufmerksamkeit nach. Die Männer von Frau Margot und Frau Imelda sind eines unfriedlichen Todes gestorben und der von Frau Leila steht aktuell wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor einem »grotesken holländischen Gericht«. Um die Sprach- bzw. Verständnisbarrieren zwischen den Herrscherinnen zu überwinden, bemüht sich der Übersetzer Gottfried zunehmend verzweifelt zwischen ihnen zu vermitteln und schürt dabei die politischen Verwerfungen immer weiter. Währenddessen befinden diese unisono, dass ihre Biografien viel zu überwältigend seien, um in einen banalen Film zu passen; allein die Oper könne das angemessene Medium sein…Regisseurin Ella Haid-Schmallenberg bringt Theresia Walsers bitterböse Komödie über politische Selbstinszenierung, autoritäre Systeme und öffentliche Rollenbilder mit scharfsinnigem Humor und großer Spielfreude auf die Bühne.
Regie: Ella Haid-Schmallenberg
Bühne: Nora Schreiber
Kostüme: Mirjam Kiefer
Musik: Nicolas Haumann
Dramaturgie: Lukas Schmelmer
Licht: Valentin Wittig
Dauer: ca. 1 Stunde 20 Minuten, keine Pause
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Paradiesvögel
von Martina Droste
Stell dir vor, dein Leben hat gerade erst so richtig angefangen und multiple Krisenlandschaften verstellen dir die Sicht auf die Zukunft. Gleichzeitig steigen die Anforderungen, um beim strammen Marsch nach vorn dabei zu sein. Wer darf mitmachen? Und wohin geht es überhaupt?Sinnkrisen, Verlustängste, Depression, Todessehnsucht: Kein Paradies in Sicht.
Wie geht Trauern? Woher kommen Lebenswille, Wut, Kampfgeist?
Wie entstehen Zusammenhänge? Ein Ensemble im Jungen Schauspiel macht sich auf Umwege.
Konzept und Regie: Martina Droste
Bühne und Kostüme: Michaela Kratzer
Musik: Max Mahlert
Chorische Einstudierung: Christina Lutz
Licht: Valentin Wittig
Dauer: ca. 1 Stunde 30 Minuten, keine Pause
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POSITIONEN UND PERSPEKTIVEN: YOUSEF SWEID
Buchpräsentation mit C. Bernd Sucher
Yousef Sweid ist ein israelisch-palästinensischer Schauspieler und Autor. Er war unter anderem in »Game of Thrones« zu sehen und wurde durch internationale Produktionen wie »The Bubble« sowie durch seine Theaterarbeit bekannt. 2025 erhielt er den Preis der Israeli Academy of Film and Television als bester Schauspieler. Als arabischer Christ ist seine Biografie geprägt von kulturell und gesellschaftlich komplexen Verortungen. Seine Arbeiten kreisen um Identität, Herkunft und gesellschaftliches Zusammenleben. Mit Saba-Nur Cheema und Meron Mendel spricht er über die Frage, was Kunst in Zeiten der Polarisierung zu einem Dialog beitragen kann.Die Veranstaltung ist in englischer Sprache.
POSITIONEN UND PERSPEKTIVEN: YOUSEF SWEID bewerten:
Bewertungen & Berichte POSITIONEN UND PERSPEKTIVEN: YOUSEF SWEID
Schauspiel Frankfurt - Kammerspiele
Das traditionsreiche Schauspiel Frankfurt ist das größte Sprechtheater in der Rhein-Main Region und als überregional profilierte Bühne auch deutschlandweit viel beachtet. Neben den Produktionen schafft das Schauspiel Frankfurt in der BOX und im Chagallsaal mit der Reihe der X-Räume Orte für Begegnungen, Diskussionen und Werkschauen, bei denen sich Künstler und Künstlerinnen präsentieren, Zuschauer nachfragen und Bürger und Bürgerinnen der Stadt ins Gespräch kommen.Schauspiel Frankfurt - Kammerspiele bewerten:
Bewertungen & Berichte Schauspiel Frankfurt - Kammerspiele
- Premiere: Mazeppa
- Premiere: Zaide
- Premiere: Ottone
- Turandot

- Così fan tutte
- Happy New Ears
- 1. Kammermusik: Benefizkonzert »Was uns trägt«
- Louise Alder (Sopran) / Mauro Peter (Tenor) / Joseph Middleton (Klavier)
- Opernworkshop "Turandot"
- Intermezzo – Oper am Mittag
- Backstage-Führung – Blick hinter die Kulissen
- Opernkarussell »Die große Suche nach dem kleinen Glück«
- Warten auf heute
- 1. Sinfoniekonzert: Edvard meets Edward
- Werkstätten-Führung – Die Kunst des Bühnenbaus
- Familienworkshop - Rätsel
- 2. Kammermusik: »Les nations«
- Kostümwesen-Führung – Vom Entwurf zum Kostüm
- Tancredi
- 2. Sinfoniekonzert: »AUFERSTEHN, JA, AUFERSTEHN WIRST DU!«
- Oper für Kinder: »Die unbedingten Dinge«
- 3. Kammermusik: Vom Stadtturm in den Märchenwald
- Kelsey Lauritano (Mezzosopran) / Alden Gatt (Klavier)
- 3. Sinfoniekonzert: Wege zu Bruckner
- 4. Kammermusik
- 4. Sinfoniekonzert: Tanzende Märchen
- Kristina Mkhitaryan (Sopran) / Pavel Nebolsin (Klavier)
- 5. Kammermusik: Concert à cinq
- Blog der Oper Frankfurt
- Die Oper Frankfurt ist das Musiktheater der Städtischen Bühnen in Frankfurt am Main.
- Premiere: Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk
- Premiere: Eines langen Tages Reise in die Nacht
- Antigone

- Viel Lärm um nichts
- Führung durch das Schauspielhaus
- Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui

- Deutscher Buchpreis 2026: Die Autor:innen der Shortlist
- DIE WELT, IN DER WIR LEBEN. KI UND HERRSCHAFT IM 21. JAHRHUNDERT
- DÖRTE HANSEN: BRODER
- CAROLINE WAHL: 1999 METER ÜBER DEM MEER
- EDGAR SELGE: JURAS LETZTER WINTER
- DER DEUTSCHE BUCHPREIS 2026: PREISTRÄGER:IN IN LESUNG UND GESPRÄCH
- COLSON WHITEHEAD: COOL MACHINE
- SVEN REGENER: FRANKIE UND FREDDIE
- Das größte Sprechtheater in der Rhein-Main Region